Duisburg leidet mächtig mit
08.05.2009 | 17:10 Uhr 2009-05-08T17:10:00+0200Der Arbeitsplatzabbau, vor dem Thyssen-Krupp Steel jetzt steht, wird in einem erheblichen Maße Duisburg treffen. Von den 1800 bis 2000 Planstellen, die bis 2011 wegfallen sollen, entfallen mehr als die Hälfte auf die Verwaltung des Stahlkonzerns. Und deren Schwerpunkt ist Duisburg.
Der Arbeitsplatzabbau, vor dem Thyssen-Krupp Steel jetzt steht, wird in einem erheblichen Maße Duisburg treffen. Von den 1800 bis 2000 Planstellen, die bis 2011 wegfallen sollen, entfallen mehr als die Hälfte auf die Verwaltung des Stahlkonzerns, die sich schwerpunktmäßig in Duisburg befindet.
Voraussetzung ist allerdings noch die förmliche Zustimmung der Arbeitnehmervertretungen an den einzelnen Standorten und des Gesamtbetriebsrates. Dessen Vorsitzender Willi Segerath sprach gestern gegenüber der WAZ von einem „guten Ergebnis” der Verhandlungen über Interessenausgleich und Sozialplan zwischen Vertretern von Betriebsrat und Unternehmensspitze. Vor allem das geplante sozialverträgliche Ausscheiden älterer Arbeitnehmer trifft sich mit der bisher immer geäußerten Zielsetzung von IG Metall und Betriebsrat, hart und in Kontischicht arbeitenden Stahl-Mitarbeitern einen früheren Eintritt in den Ruhestand zu ermöglichen.
Beim Aktionstag der IG Metall am Montag bleibt's dennoch: 100 Fahrzeuge aus dem Süden und 400 von den Betrieben im Norden der Stadt werden sich ab 10.30 Uhr zum Autokorso in Richtung Landschaftspark formieren. Dort ist nach Angaben der IG Metall gegen 12.45 eine Kundgebung in der Gebläsehalle geplant.
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14:25
Sozialverträglich?! Fragt sich, wer dann hier wen trägt? Ist das die Rückkehr zur alten Sozialplanpolitik nach dem Motto: Arbeitsplätze weg und die Allgemeinheit legt noch 1/3 auf die Frühverrentung drauf? Ich hoffe, das ist nicht so. Angesichts kürzerer ALG I Bezugszeiten und der guten Zahlen vergangener Geschäftsjahre muss der Konzern sprich die Aktionäre alles zahlen.
Ich wünsche der Gewerkschaft und der Belegschaft eine ähnliche Sichtweise. Ansonsten, Herr Moors, leidet Duisburg nicht nur mächtig mit, sondern Duisburg ist solcherart Politik auch mächtig leid.