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Stadtfinanzen

Duisburg kassierte zehn Millionen Euro von Verkehrssündern

13.12.2012 | 06:00 Uhr
Duisburg kassierte zehn Millionen Euro von Verkehrssündern
Mehrfach-Sünder: Die Stadt hinterlässt stets einen Hinweis für jeden Falschparker am Scheibenwischer.Foto: Tanja Pickartz

Duisburg.   Für die Stadt hat sich die Anschaffung eines dritten „Blitz-Wagens“ offensichtlich gerechnet: Im Jahr 2011 kam dieser erstmals zum Einsatz – und sofort stiegen die Einnahmen durch kommunale Geschwindigkeitsüberwachung um 600.000 auf 2,1 Mio Euro.

Für die Stadt Duisburg hat sich die Anschaffung eines dritten „Blitz-Wagens“ offensichtlich gerechnet: Im Jahr 2011 kam dieser erstmals zum Einsatz – und sofort konnten die Einnahmen im Bereich der kommunalen Geschwindigkeitsüberwachung für diesen Zeitraum um 600.000 von 1,5 Mio (Bilanz für 2010) auf 2,1 Mio Euro erhöht werden. Diese Zahlen bestätigte Stadtsprecher Peter Hilbrands. Summiert man die Erträge, die die Stadt bei der Überwachung des ruhenden Verkehrs erzielte und fügt noch jene Einnahmen aus Ordnungswidrigkeiten hinzu, die von der Polizei geahndet wurden, kommt eine Summe von exakt zehn Millionen Euro heraus, die alle Verkehrssünder in 2011 in die chronisch leere Stadtkasse spülten. 2010 hatte der Wert noch bei 8,5 Mio Euro gelegen.

„Knöllchen“ für 4,4 Mio Euro

57 Politessen und Mitarbeiter des Ordnungsamtes kümmern sich in Duisburg um die Falschparker, zehn weitere gehen in den drei „Blitz-Wagen“ auf die Jagd nach Temposündern. In 2011 wurden so genannte „Knöllchen“ in Höhe von addiert 4,4 Mio Euro verteilt – nach 4,1 Mio im Jahr zuvor. In Fällen, wenn die Polizei Geschwindigkeitsüberschreitungen misst, der Fahrer sein Verwarngeld aber nicht sofort vor Ort per EC-Karte bezahlen kann oder will, dann übernimmt stets die Bußgeldstelle der Stadt das Kassieren. Nochmals 3,5 Mio Euro landeten auf diesem Wege in der Stadtkasse – nach 2,8 Mio in 2010 eine Erhöhung um 700.000 Euro.

„Wir als Stadt dürfen ausschließlich an Gefahrenstellen blitzen – etwa vor Schulen, Kindergärten oder Altenheimen“, erläutert Hilbrands. Weitere Punkte werden von einer Kommission genau festgelegt. Ein allgemeiner Trend ließe sich aus diesen Zahlen jedoch nicht ableiten, so der Stadtsprecher, da die Einnahmen aus der Überwachung des ruhenden und fließenden Verkehrs in den vergangenen Jahren stets sehr schwankend waren. So rechnet Ordnungsamtsleiter Peter Bölling beim Blick auf die bisherigen Zahlen für 2012 wieder mit zurückgehenden Einnahmen.

245.000 Fahrzeuge sind in Duisburg gemeldet

Ein Internetportal hatte im Rahmen eines Städtevergleiches den Wert von 10 Mio Euro Einnahmen in Relation zu den rund 245.000 Fahrzeugen gesetzt, die in Duisburg gemeldet sind. Das würde einem „Durchschnitts-Knöllchenwert“ in Höhe von 41 Euro pro Kfz im Jahr entsprechen. Nur drei NRW-Städte wiesen eine schlechtere Bilanz auf: Bielefeld (63 Euro), Köln (61) und Aachen (53).

Diese Zählweise vernachlässigt jedoch den Aspekt, dass es sich ja nicht ausschließlich um Duisburger Bürger handelt, die hier beim Rasen oder Falschparken erwischt werden. Der Anteil an Sündern von auswärts ist durch die hohe Zahl an Einpendlern und Lieferanten entsprechend hoch.

Thomas Richter



Kommentare
14.12.2012
10:01
Duisburg kassierte zehn Millionen Euro von Verkehrssündern
von Karlot | #15

Bei jährlichen Erträgen von über 1000 Millionen Euro sind 10 Millionen Peanuts, also 1% lediglich!


14.12.2012
09:19
Duisburg kassierte zehn Millionen Euro von Verkehrssündern
von shayne | #14

Ist doch gut so !!! ...besser als die 10-Millionen per Steuererhöhung auch von denen einzutrieben, die nicht zu dumm oder zu dreist im Straßenverkehr sind!!

Bußgelder und Verwarnungsgelder am besten nochmal verdreifachen! Bringt gutes Geld rein und es wird kein Unschuldiger abgezockt.

Nichts ist in Deutschland einfacher und klarer geregelt als sämtliche Vorschriften im Straßenverkehr! Wer nicht in der Lage ist, die zu befolgen, soll halt zaheln oder den ÖPNV nehmen!

14.12.2012
06:13
Duisburg kassierte zehn Millionen Euro von Verkehrssündern
von Andreas45141 | #13

eine feste einnahmequelle !!!!

14.12.2012
00:25
Duisburg kassierte zehn Millionen Euro von Verkehrssündern
von lumo03 | #12

Die grösste Unverschämtheit ist, dass die Stadt durchaus auch da kassieren möchte, wo sie gar nicht kassieren darf.
Ich habe jetzt schon zweimal Einspruch eingelegt und Recht bekommen, weil ich auf Privatbesitz geparkt habe. Aber trotzdem erstmal Knöllchen verteilen. Könnte ja sein, dass der Doofe zahlt...
Ich überlege allen Ernstes, ob ich die Stadt beim nächsten Mal wegen Betrugsversuch anzeigen soll. Sich unrechtmäßig Geld anzueignen ist doch Betrug, oder?

13.12.2012
22:28
Duisburg kassierte zehn Millionen Euro von Verkehrssündern
von dongiovanni | #11

Leider ist nicht die Verkehrssicherheit, sondern die Abzocke oberstes Gebot. Es sind eine Menge Mäuler zu stopfen.

13.12.2012
21:57
Duisburg kassierte zehn Millionen Euro von Verkehrssündern
von NorbertOertgen | #10

Es gibt hier in Duisburg jede Menge vollkommen überflüssiger Parkverbote und Geschwindigkeitsbeschränkungen. Zudem werden die Parkplätze künstlich knapp gehalten. Ich habe so ein überflüssiges Parkverbot zB. direkt vor der Haustür. Nicht mal bei der Stadtverwaltung weiss man, warum dies dort steht. Aber jeden Tag kommen mehrmals die Kontrollettis von der Knöllchenmafia und zocken die Autofahrer ab.
Genauso die Polizei mit Tempo30-Zonen auf 4-spurigen und übersichtlichen 12m breiten Strassen. Margarethenstr. und Rheinhauser Str. Von den Abschlepporgien der Verbrecherfirmen Bröker und Terstappen, wie man sie zB. bei den WorldGames beobachten konnte mal ganz zu schweigen.

13.12.2012
21:39
Duisburg kassierte zehn Millionen Euro von Verkehrssündern
von xxyz | #9

Es wäre schön, wenn die Ordnungskräfte auch für die allgemeine Sicherheit und für das Durchsetzen von Normen außerhalb des Parkens stärker aktiv wären.

13.12.2012
19:42
Duisburg kassierte zehn Millionen Euro von Verkehrssündern
von Hein1 | #8

....und schon kann man Gehälter für Posten die keiner braucht bezahlen.Herr Greulich lässt grüßen.

13.12.2012
14:56
Duisburg kassierte zehn Millionen Euro von Verkehrssündern
von tom009 | #7

ich finde es immer lustig das sich über die parkgebühren in duisburg aufgeregt wird.

komisch
für teure blechbüchsen ist geld da

aber wegen den parkgebühren wird sich aufgeregt.

und duisburg ist im vergleich zu anderen innenstädten noch human.

wenn ich da so köln oder düsseldorf sehe

da könnt ihr euch aufregen.

2 Antworten
Duisburg kassierte zehn Millionen Euro von Verkehrssündern
von Rakllo | #7-1

die sollen das geld für die Brücken einsetzen

#7 tom009
von taosnm | #7-2

Parken Sie doch einfach mal in Düsseldorf. Ich zahle jedenfalls direkt an der Kö in Düsseldorf weniger als in Duisburg und in anderen Städten ohnehin weniger. Die haben allerdings auch nicht so viele Leuchtturmprojekte vor der Brust.

13.12.2012
14:38
Duisburg kassierte zehn Millionen Euro von Verkehrssündern
von Gut-aufgepasst | #6

von Ahmet Peter Siegel
Selbst wenn die Einnahmen um das zehnfache gestiegen wären, das Geld ist weg. Die Verantwortlichen in der Verwaltung können einfach nicht mit Geld umgehen, außer es fließt in ihre eigene Tasche.

4 Antworten
Duisburg kassierte zehn Millionen Euro von Verkehrssündern
von tom009 | #6-1

wowwwwwwwwwww

dann lassen sie sich doch mal als parteiloser ob aufstellen und sollten sie gewählt werden können sie diese dinge ja ändern.

aber dazu fehlt ihnen vermutlich der munmm.
da mault man lieber.

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Name von Moderation entfernt | #6-2

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Duisburg kassierte zehn Millionen Euro von Verkehrssündern
von Gut-aufgepasst | #6-3

von Ahmet Peter Siegel
Auf Feiglinge die sich hinter einem Pseudonym verstecken u. nur hole Sprüche liefern reagiere ich grundsätzlich nicht.

Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #6-4

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

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