Duisburg ist die Stadt der Fitnessmuffel

Auch im Allwetterbad in Walsum gibt es eines der vielen Duisburger Fitnessstudios. Laut Stadtranking ist Duisburg aber Schlusslicht.
Auch im Allwetterbad in Walsum gibt es eines der vielen Duisburger Fitnessstudios. Laut Stadtranking ist Duisburg aber Schlusslicht.
Foto: WAZ Fotopool
Duisburg landet auf den 50. und letzten Platz eines Fitness-Rankings. Online-Portal ermittelte im Städteranking die Mitgliederzahlen.

Duisburg.. Osnabrück ist die fitteste Stadt Deutschlands und in Duisburg leben angeblich die meisten Sport- und Fitnessmuffel. Zu diesem Ergebnis kommen zumindest die Fitness-Suchmachine „Fitogram“ und das Beratungsunternehmen „Edelhelfer“ in einer Übersicht über die Zahl die Fitnesstreibenden in 50 deutschen Großstädten.

Man glaubt es kaum, wenn man sich Übersichtskarten über Fitness-Studios in der Stadt ansieht: die Zahl der Anbieter in Duisburg ist groß, bekannte Ketten wie Kieser oder McFit sind vertreten, ebenso wie regionale Anbieter oder Duisburger Eigengewächse wie Vita oder das XXL-Center. Doch nach den Zahlen der Studie ist Duisburg Schlusslicht. Danach sind nur 8,1 Prozent der Bevölkerung in Fitnessstudios oder anderen Einrichtungen, angemeldet.

In absoluten Zahlen sind das 39 000 Fitnesstreibende. Auf den hinteren Plätzen liegen auch andere Revierstädte wie Gelsenkirchen (Platz 49, 8,5 Prozent) oder Oberhausen (Platz 43, 10,8 Prozent) sowie zahlreiche Städte aus Ostdeutschland. Das Spitzentrio sind Osnabrück (19,8 %), Freiburg (18,2 %) und Frankfurt am Main (17,2 %). Die großen deutschen Metropolen Hamburg (Platz 22), München (27) und Berlin (30) liegen im Mittelfeld. Im Bundesdurchschnitt trainieren aktuell etwa 11,2 Prozent aller Deutschen in einem Fitnessstudio, so der Fitness-Test. „Auffällig ist das insgesamt schlechte Abschneiden des Ruhrgebiets.

„Im Vergleich zu Duisburg ist in Osnabrück der Anteil an Menschen mit einer Fitness-Mitgliedschaft mehr als doppelt so hoch“, sagt Jonas Villwock von Fitogram. Das Ergebnis habe auch die Auftraggeber überrascht. Gründe für die hinteren Revierplätze könnten soziodemografische Strukturen sein, etwa niedrigere Einkommen, höhere Arbeitslosigkeit und höherer Altersdurchschnitt.