Duisburg geht für Bottrop ans Rathaus-Telefon

Im Duisburger Call-Center gehen jetzt auch die Anrufe für das Bottroper Rathaus ein.
Im Duisburger Call-Center gehen jetzt auch die Anrufe für das Bottroper Rathaus ein.
Foto: STEPHAN GLAGLA PHOTO.DESIGN / WA
Was wir bereits wissen
Das Call-Center der Stadt Duisburg geht jetzt auch für Bottrop ans Telefon. Beide Städte besiegelten die kommunale Kooperation.

Duisburg.. Wer in Bottrop die dortige Stadtverwaltung anruft, landet in Duisburg: Das Call-Center der Stadt Duisburg ist jetzt endgültig auch Service-Dienstleister und Telefon-Hotline für den Revier-Nachbarn.

Eine entsprechende Vereinbarung haben die beiden Oberbürgermeistern Bernd Tischler aus Bottrop und der Duisburger OB Sören Link unterzeichnet. Bereits seit September 2012 übernahm das Duisburger Call-Center im Rahmen eines Projektes zunächst probeweise die Aufgaben der Bottroper Telefonzentrale. Infolge der guten Zusammenarbeit und der Zufriedenheit der Anrufer werden diese Aufgaben nun dauerhaft wahrgenommen.

Zusammenarbeit funktioniert hervorragend

Die Bottroper werden automatisch nach Duisburg weitergeleitet, wo die Mitarbeiterinnen alle Fragen rund um die Bottroper Verwaltung beantworten. Die Information erfolgt mit Hilfe einer Wissensdatenbank, in der alle Themen rund um die Verwaltung eingepflegt werden. Im Rahmen der Kooperation werden zurzeit rund 4000 Anrufe im Monat nach Duisburg geroutet.

Bottrops OB Tischler freut sich auf die Zusammenarbeit: „Die positiven Erfahrungen der Testphase haben gezeigt, dass eine Zusammenarbeit hervorragend funktioniert. Die Anrufer bekommen eine kompetente Auskunft, gleichzeitig werden die Verwaltungsmitarbeiter entlastet.“ OB Link erinnert daran, dass mit Bottrop nun schon der zweite Partner gewonnen wurde. Seit 2012 ist auch die Dinslakener Stadtverwaltung auf das Duisburger Call-Center aufgeschaltet.

Kooperation für Duisburg rechnet sich

Rund knapp eine Million Anrufe im Jahr arbeitet das am Buchholzer Bezirksamt untergebrachte Call-Center ab, auf 75 ist die Mitarbeiterzahl gestiegen. 2001 war es das erste einer Kommune bundesweit. Von den 60.000 Behördenanfragen im Monat werden 90 % direkt mit Blick auf Datenbanken und Service-Unterlagen beantwortet.

Auch für Duisburg rechnet sich die Kooperation: Dinslaken etwa überweist rund 90.000 Euro für die Telefondienste. Für Bottrop kalkuliert die Stadt mit jährlichen Einnahmen in Höhe von ca. 174.000 Euro.