Duisburg feiert Jahr des Schafes

Mit dem Frühlingsfest beginnt bei den Chinesen das neue Jahr nach dem Mondkalender. Shujun Yin, Lin Pan und Juan Ji verkauften in festlichen Kleidern Lose für die Tombola.
Mit dem Frühlingsfest beginnt bei den Chinesen das neue Jahr nach dem Mondkalender. Shujun Yin, Lin Pan und Juan Ji verkauften in festlichen Kleidern Lose für die Tombola.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Mercatorhalle in der Duisburger Innenstadt wurde am Freitagabend zum Festsaal. Gäste aus aller Welt feierten gemeinsam das chinesische Neujahr.

Duisburg.. Ein buntes Bühnenprogramm, laute Musik und ein reichhaltiges Buffet mit chinesischen Köstlichkeiten – die Mercatorhalle ist gut besucht. Schüler und Studenten, Eltern mit Kindern und weitere Gäste, größtenteils asiatischer Herkunft, tummeln sich in dem kleinen Saal im City-Palais, um sich den Drachentanz anzusehen. Gemeinsam wollen sie das chinesische Neujahrsfest feiern, das wichtigste Fest der chinesischen Kultur, welches zwei Wochen andauert.

Das kommende Jahr wird als „Jahr des Schafes“ bezeichnet und von den Chinesen mit typischen Traditionen begrüßt. Viele verbringen die Festtage in ihrer Heimat, doch nun bringen das Konfuzius-Institut, die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GFW) und der Verein der chinesischen Wissenschaftler und Studenten ein Stück der chinesischen Kultur nach Duisburg. Die asiatischen Gäste sind begeistert. „Endlich können wir unser Fest in heimatlicher Atmosphäre mit anderen Chinesen feiern.“, schwärmt Xing aus Shanghai, der mit Frau und Tochter das Fest besucht. „Unabhängig von ihrer Herkunft, sind alle amüsiert“, findet Sarah Fehrs vom Institut für Ostasienwissenschaften. An einem der vielen Infoständen der Sponsoren informiert sie die Besucher über das „Land der Mitte“.

Ein abwechslungsreiches Programm

Das abwechslungsreiche Programm bietet eine Menge Unterhaltung. Neben chinesischen Chören aus der Umgebung und Tanzgruppen chinesischer Studenten steht auch eine Kungfu-Gruppe auf der Bühne. Weiterer Höhepunkt des Abends ist die Tombola, bei der es als Hauptpreis ein Flugticket zu gewinnen gibt.

Shije Deng studiert Werkstofftechnik an der Universität Duisburg-Essen. Zusammen mit den anderen Studenten des Vereins hat er die Veranstaltung auf die Beine gestellt – und das schon zum vierten Mal. Allerdings sei es noch nie in einem so großen Rahmen gewesen, so Deng. Unzählige Treffen waren notwendig, um das Fest zu organisieren. Doch die Arbeit hat sich gelohnt. Der Student ist stolz und überwältigt von der hohen Besucherzahl, besonders was den deutschen Anteil betrifft. „Wir können gemeinsam unsere Tradition genießen und gleichzeitig den deutschen Gästen unsere Kultur nahe bringen“, erklärt er.

Freundschaft zu China

Der Kulturaustausch ist auch für Ralf Meurer, Geschäftsführer der GFW, einer der Hauptgründe, warum er diese Idee unterstützt. „Mit dem Neujahrsfest tragen wir zur Völkerverständigung bei und sorgen somit dafür, dass Duisburg als ,China-Stadt’ einen Schritt nach vorne kommt“, erzählt er.

Oberbürgermeister Sören Link betont in seiner Rede, wie wichtig die Freundschaft zu China ist: „Wir pflegen Beziehungen auf sowohl wirtschaftlicher als auch auf sozialer und kultureller Ebene.“