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Duisburg Delluxe präsentiert elf Coverbands

01.11.2009 | 18:19 Uhr

Das Band-Festival rund um den Dellplatz lässt es richtig krachen.

Wie schafft man - räumliche - Nähe? Man lädt zu „Delluxe", der achten „Night oft the Bands" am Dellplatz ein und alle, alle kommen. Wie produziert man - regenerative - Energien? Man stellt acht kraftvolle, hochmotivierte Bands auf die kleinen Bühnen des Duisburger Bermuda-Dreiecks in der Innenstadt und lässt ihnen freien Lauf. Ergebnis: Aus dem Gemisch aus Nähe und Energie entwickelt sich am Halloween-Abend ein kochender Hexenkessel. Einige Hörproben…

Im „Webster", geschmückt mit Skeletten, Grablichtern und Spinnennetzen, ist es proppenvoll. Auf der Bühne: „The Beats" in der klassischen Besetzung Gitarre, Gitarre, Bass, Drums. Mit Hits aus den 70ern wie „Doctor, Doctor" oder „Fox on the Run" rockt das heimische Quartett das „Webster", verbreitet fröhliche Partystimmung. Dazwischen gibt es mit dem U2-Klassiker „With or without you" die Ruhe vor dem Sturm. Dann bitten die „Beats" mit ihren langen schwarzen, weißen und blonden Perücken vier Fans auf die Bühne, drücken ihnen ulkige Luftgitarren in die Hände. Jetzt wird es erst recht eng und heiß, alle schütteln die Mähne. Mit „Rockin all over the World" heizen sie die Bierbrauerei so richtig ein. Status quo hätten ihre helle Freude gehabt… Danach gab's die Halloween-Disco bis tief in die Nacht.

Wiederhören mit Hits legendärer Bands

Nebenan im großen Saal des „Hundertmeister" covern „Jamirolike" gekonnt die Songs ihrer Vorbilder Jamiroquai. Da gibt es ein Wiederhören mit den Hits der legendären britischen Acid-Jazz-Band: „Canned Heat", „Blow your mind", „Space Cowboy" und „Deeper Underground". Die Songs sind Selbstläufer: Gestandene Männer und Frauen wippen und tanzen zu den mitreißenden Rhythmen des Septetts.

Ein Stockwerk tiefer lässt es „Red House" richtig krachen. Immer neue Menschenmassen schieben sich in die Tiefe des Raums. Der gleicht einer Kraftzentrale. Mit unglaublicher Energie, mit stahlharten Beats intoniert das Trio mit Bass, Gitarre, Drums, die Hard-Rock-Klassiker der 70er: „Paranoid", „Rock n Roll" und natürlich „Smoke on the water". In der aufgeheizten Atmosphäre lassen „Red House" auch die Doors („Love her madly", „Roadhouse Blues") und sogar King Crimson auferstehen. Da mischen sich dann auch schon mal ein paar psychedelische Sounds in die messerscharfen Töne.

Psychedelisch geht es auch im Gitarrenladen „Tonart" zu. Hier auf rund 50 qm drängeln sich mindestens hundert Fans. Die Leute stehen bis auf die Straße. Zwischen dutzenden E- und A-Gitarren, Trompeten und Blockflöten (!) erzeugt das Kölner Independent-Duo „Cowboys on Dope" die Wildwest-Romantik der etwas anderen Art.

Der Bandname ist halt Programm. Der Sänger mit dem weißen Cowboyhut und dem verklärten Blick singt intensiv und schrammelt auf seiner Akustikgitarre seltsame Coverversionen von Neil Young bis Nirwana sowie Selbstgestricktes. Der Drummer schlägt auf einen arg strapazierten Gitarrenkoffer ein und liefert die passenden knackigen Beats dazu.

Das minimalistische Konzept der Cowboys überzeugt. Frauen tanzen, Männer grinsen. Und auch die Nachbarn, in den oberen Stockwerken brennt noch das Licht , werden noch lange an diese lange Rocknacht denken…

Martin Krampitz

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82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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