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Duisburg bekommt jüdischen Kindergarten

30.04.2009 | 16:50 Uhr

Duisburg. Einen jüdischen Kindergarten mit Platz für bis zu 30 Mädchen und Jungen soll es ab dem Spätsommer in Duisburg geben. Die jüdische Gemeinde übernimmt einen leerstehenden Kindergarten der katholischen Kirche, nur wenige Fußminuten von der Synagoge am Innenhafen entfernt.

„Was lange währt, wird endlich gut”, sagt ein altes Sprichwort. Für Jacques Marx, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Duisburg/Mülheim/Oberhausen, dürfte sich noch in diesem Jahr ein Wunsch erfüllen, den er bereits seit 30 Jahren hegt: die Gründung eines Kindergartens unter der Trägerschaft der jüdischen Gemeinde. Der erste seiner Art in der Stadt. Und: In NRW verfügen nur Köln, Dortmund und Düsseldorf über ähnliche Einrichtungen.

Dieses Projekt, so freut sich Geschäftsführer Michael Rubinstein, nimmt immer mehr Formen an, so dass wohl ab dem 1. August 30 Kinder, egal welcher Konfession, in dem ehemaligen Kindergarten der katholischen Liebfrauen-Gemeinde an der Kardinal-Galen-Straße toben, lachen, singen, spielen, basteln.

Bekanntlich hat die Liebfrauen-Gemeinde einen Kindergarten im „Forum” eröffnet. Seither steht das Gebäude leer. Aufgrund des guten Kontaktes zur jüdischen Gemeinde fragte die katholische Kirche an, ob Interesse bestehe. Es bestand.

Umgestaltung und Ausbau

Inzwischen hat die jüdische Gemeinde die Anerkennung als Träger erhalten. Ein Architekt erstellte Pläne zur Umgestaltung und zum Ausbau. Der Bauantrag ist gestellt. Vorbehaltlich der Genehmigung ist beabsichtigt, neben dem Haus einen 150 Quadratmeter großen Anbau zu errichten. Das Innenleben des jetzt leer stehenden Gebäude wird komplett erneuert. Die Sanitäranlagen werden kindgerecht gestaltet. Für die zwei Gruppen mit insgesamt 30 Kindern entstehen sechs Gruppenräume, die aus zwei Haupt-, zwei Neben- und zwei Schlafräumen bestehen, da auch Kinder unter drei Jahren betreut werden.

Zudem gibt es eine Cafeteria und Büroräume. Der gesamte Kindergarten wird eine Größe von 420 Quadratmetern haben. Fünf Erzieherinnen werden die kleinen Jungen und Mädchen betreuen.

„Die Gesamtsinvestition von rund 330.000 € muss die Gemeinde vorfinanzieren”, sagt Rubinstein. Da der Kindergarten jedoch für U-3-Gruppen konzipiert ist, darf die Gemeinde mit einer LVR-Förderung über 226.000 Euro rechnen. Einige Eltern habe ihre Kinder bereits angemeldet. Zudem gibt es mehrere Anfragen.

Informationen gibt Michael Rubinstein unter 0203/298-3076.

Petra Schmidt

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Kommentare
18.08.2009
01:10
Blockierter Kommentar.
von Thomas.Lau | #92

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

17.08.2009
18:36
Duisburg bekommt jüdischen Kindergarten
von strubbel | #91

erst wird herum genölt(diese artikulation sei erlaubt),keine kindergärten und nun wird einer eröffnet und dann kommen oft beiträge,welche mich am gesunden menschenverstand der schreiber zweifeln lassen.es ist einfac h nur noch widerlich und langsam muss ich sagen;ich schäme mich deutscher zu sein.es können sich alle konfessionen anmelden,wo ist denn nun das problem?schämt euch einfach nur noch!!!!

03.06.2009
18:41
Duisburg bekommt jüdischen Kindergarten
von Horst Warnke | #90

Ein interessanter Artikel zum diesem NRZ-Artikel mit dem Kindergarten findet sich hier:

http://psychozirkus.blogspot.com/2009/06/von-antisemiten-und-sabbernden-hunden.html

Selten so gelacht! Bitterböse zwar, aber zutreffend! :-)

02.06.2009
12:14
Duisburg bekommt jüdischen Kindergarten
von papa | #89

Tach allerseits,
ich sehe das ganze eher aus der Perspektive meines Söhnchens:
Wie prägt sich die Konfessionalität des Kindergartens bei der konkreten pädagogischen Arbeit aus? Ein gesungenes Morgengebet in der Begrüßungsrunde? Gebete vor dem (koscheren) Essen? Jeden Freitag Thora-Stunde? Keine Ahnung.
In so manchen katholischen Kindergarten würde ich mein Söhnchen wegen Indoktrinationsbedenken nicht schicken und kann nicht so recht absehen, wie es mit jüdischen Kindergärten konkret aussieht.

01.05.2009
22:40
Duisburg bekommt jüdischen Kindergarten
von Regteuchabihrdeppen | #88

Leute, Leute, ich glaub das hier alles nicht. Wenn eine religiöse Institution angeblich Steuergelder verbrät, reisst ihr die Fresse meilenweit auf. Ist ja easy gegen Minderheiten einzudreschen- egal ob Jude oder Moslem. Wenn aber ganz offiziell für jeden Mist Steuergelder verbraten werden, halten die ganz Mutigen hier die Fresse. Wenn die Katholen und Evangelen, sponsored by Steuerzahler von jeher ihre Kindergärten haben ist das O.k. Wenn aber jede andere religiöse Gemeinschaft diesbzgl. etwas unternimmt schreien die Prols. Wenn ich das hier teilweise nach über sechzig Jahren lese- so von wegen Geschäftemacherei bin ich einfach nur fassungslos. Der Peterswagen steht da zu Recht, leider.

01.05.2009
19:56
Blockierter Kommentar.
von daniel.otto | #87

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

01.05.2009
15:57
Duisburg bekommt jüdischen Kindergarten
von Rheinhauser | #86

@Hebamme

Da Sie aus Berlin zu sein scheinen, muss ich Ihnen sagen, dass wir hier in NRW etwas weiter sind. In NRW wird der Zuschuss für den Kindergarten auch direkt diesem zugeordnet. Also wird es hier keine Kindergärten geben die eine Religionszugehörigkeit fordern.

Ich persönlich fordere konfessionslose Kindergärten und Schulen.
Das was hier in der BRD in Kindergärten, Kindertagesstätten und Schulen geschieht ist nichts anderes als Indoktrination wehrloser Kleinstkinder, Kinder und Jugendlicher.

Das ist eine schöne Forderung, aber wer soll das finanzieren? Wie oben schon beschrieben werden ca. 1/3 der Kosten also auf die Kommunen umgeschichtet. In Berlin ist das bestimmt möglich, da ja dort die Schulden der Stadt keine Rolle spielen, aber hier in Duisburg würde das bedeuten, dass 1/3 der Kindergärten geschlossen werden müssten! Da würde ich mal auf 80-90 Kindergärten tippen, die in Duisburg geschlossen werden müssten!

Wir sollten also den Religionsgruppen dankbar sein, dass diese die Kosten übernehmen! Einfach mal sein Kind dort anmelden, die Muslime leben es uns doch vor, die melden doch auch Ihre Kinder in den christlichen Kindergärten an!

01.05.2009
13:58
Duisburg bekommt jüdischen Kindergarten
von SchwarzeVeisheit | #85

@ Gruenkohl7 #65

Hoffentlich hängt die Jüdische gemeinde nicht die Israel-Flagge aus dem Fenster .... *grins

Die wird in Duisburg nämlich von der Polizei zu Recht entfernt.

01.05.2009
12:54
Duisburg bekommt jüdischen Kindergarten
von scorpionx | #84

@ Hebamme #64;

logisch, dass auch ich für gelebten laizismus bin und glücklicherweise sind die aufnahmeregeln in manchen katholischen kindergärten gelockert worden, auch
wenn diese nach wie vor (ebenfalls) lieber bekennende (getaufte) christen hätten ..

mich stört dabei, dass das mitspracherecht der kirchenfürsten, trotz des geringeren pekuniären anteils, immer noch so stark ist ...

in diesem sinne, für eine aufgeklärtere und friedlichere welt ...

http://www.schmidt-salomon.de/homepage.htm

ihnen noch einen schönen 1. mai ...

01.05.2009
12:30
Duisburg bekommt jüdischen Kindergarten
von Gruenkohl7 | #83

Es ist erschreckend, wie weit es mit dem Antisemitismus wieder gekommen ist. 63 Kommentare, viele davon latent oder auch recht eindeutig antisemitisch, sprechen wohl für sich, wenn man bedenkt, dass es nur um einen Kindergarten geht. Hätte die Überschrift gelautet: Duisburg bekommt katholischen Kindergarten, hätte es kaum jemanden wirklich interessiert. So aber ist es für die (Salon-)Antisemiten mit dem Wort Jude in der Überschrift so, wie für den Alkoholiker, wenn der Wirt Freibier ruft: Ob er will oder nicht, er kann nicht anders! Und genau so muss auch der Antisemit sofort reagieren, wenn es um das Thema Juden geht, wobei viele aber nicht zu erwähnen vergessen, dass sie selbstverständlich keine Antisemiten sind, nur um sich in den nachfolgenden Sätzen selbst zu widerlegen. Aber so ist es bei den Alkoholikern ja auch: Die geben ja auch nie zu welche zu sein, obwohl sie dauernd voll sind.

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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