Duisburg als Sportstadt

Duisburg ist seit langem eine Sportstadt. Ihr widmet sich Dr. Ragna Boden vom Landesarchiv NRW in einem Vortrag aus der Reihe „DU an Rhein und Ruhr“. Duisburg hat Teil an der allgemeinen Sportbegeisterung der Ruhrregion im Profi- wie im Breitensport. Nicht nur der Landessportbund hat hier seinen Sitz, auch weitere überregionale Sportinstitutionen und -verbände.

Für Dr. Ragna Boden liegt es also nahe, nach der Bedeutung des Sports für Duisburgs Geschichte zu fragen. Dabei soll nicht eine Vereinsgeschichte im Vordergrund stehen, sondern die Frage nach der politischen und gesellschaftlichen Bedeutung. Wann wurde Sport als „Projekt der Moderne“ integrierend verstanden? Und wann wurde Sport aus- oder abgrenzend – etwa gegenüber Wettkampfkonkurrenz aus der Region?

In Duisburgs Sportgeschichte kam natürlich auch der kommunale und regionale Politik eine besondere Bedeutung zu: Welche Sportprojekte wurden diskutiert, mit welchen Argumenten wurden Sportstätten, Jugendprojekte oder Auszeichnungen gefördert oder abgelehnt? Spielten Überlegungen zum Profil Duisburgs als Arbeiterstadt eine Rolle? Welche Positionen hatten Schulsport, Gesundheitsaspekte, Fragen der Stadtentwicklung oder der auswärtigen Beziehungen? Für ein facettenreiches Bild werden Quellen sowohl aus dem Landesarchiv als auch aus dem Stadtarchiv und dem Archiv des Landtags herangezogen.

Wie immer gibt es um 19 Uhr eine öffentliche Führung durch das neue Landesarchiv. Alle Angebote sind kostenlos; eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE