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Duell der Chancenlosen bei der OB-Wahl in Duisburg

30.05.2012 | 16:43 Uhr
Die parteilosen Bewerber für die OB-Wahl am 17. Juni. Foto: Tanja Pickartz

Duisburg.   Sie sitzen sonst eher selten auf dem Podium der großen Kandidatenrunden: die parteilosen Bewerber für die OB-Wahl am 17. Juni. Beim Bürgertreff in Rheinhausen stellten sich die Einzelkandidaten den Fragen der Bürger.

Am Anfang stand eine Frage. Versammeln sich mehr Bürger oder mehr OB-Kandidaten im Rheinhauser Vereinsheim "Bürger für Bürger"? Das Ergebnis: rund 20 zu, sagen wir mal 7,5. Tauchte der parteilose Kandidat Rudolf Kley doch erst gut 90 Minuten nach Beginn der von Rolf Karling (selbst Kandidat , „Bürger für Bürger“-Chef und Ketchup-Spritzer ) organisierten Präsentation der Oberbürgermeister-Anwärter auf. Insgesamt hatten sieben der 13 Antretenden den Weg an die Brahmsstraße gefunden.

Pro-NRW-Mann kam nicht

Es ist "das Treffen der Chancenlosen", sollte Organisator Karling zur Einführung sagen. Vorher erzählte er noch, dass er den seiner Meinung nach in den Medien bewusst ignorierten Pro-NRW-Mann Jörg Uckermann eingeladen hatte. Der dann nicht kam, ebenso wie Benno Lensdorf (CDU ), Sören Link (SPD ) und Ingrid Fitzek (Grüne ), die bereits im Vorfeld mehr oder weniger kurzfristig abgesagt hatten.

Duisburgs OB-Kandidaten

Die Chancenlosen äußerten sich dann zu den Fragen der Bürger. Barbara Laakmann (Die Linke) , Frank Koglin, Harald Lenders , Michael Rubinstein , Richard Wittsiepe , Ahmet Peter Siegel und Rolf Karling (alle parteilos) diskutierten unter anderem über den Zustrom von Bulgaren und Rumänen in Hochfeld, die Dauerpanne Stahlkubus auf der Küppersmühle und die Verschuldung.

47 Cent pro Bürger und Tag

Die einzusparende Summe von 82 Millionen Euro würde laut Frank Koglin bei 47 Cent pro Duisburger Bürger und Tag liegen. Eine Summe, die sich von Firmen und betuchten Menschen, die Patenschaften übernähmen, doch beibringen ließe. Kommentieren mochte das so recht niemand, obwohl ein Gast konstatierte: „Immerhin ist es einmal ein Vorschlag.“

Wie sie es denn schaffen könne, endlich ihre Musikveranstaltung genehmigt zu bekommen, fragte ein Gast. Sie habe alle Unterlagen zusammen und würde nichts von der Stadt hören. „Sie brauchen Hilfe, ich helfe ihnen“, flötete Ahmet Peter Siegel. Er will jetzt mit der Frau die Ämter abgehen, um die gewünschte Genehmigung zu bekommen.

Neuanfang nach der Loveparade
OB-Wahl in Duisburg

Am 17. Juni wählen die Duisburger ihren neuen Oberbürgermeister. Aktuelle und ausgewählte Artikel finden Sie auf unserer Spezialseite zur Wahl.

  „Klar, dass wir alle etwas von unserem OB-Gehalt abgeben würden“, beantwortete Michael Rubinstein eine weitere Frage. Wie solle man diese auch sonst beantworten? Eine Stiftung könne man gründen, unter anderem Gelder dort einbezahlen, die durch Nebentätigkeiten wie Aufsichtsratsposten verdient werden würden. Zuviel würde Ahmet Peter Siegel aber nicht für die Allgemeinheit abgeben, schließlich fahre er ein großes Auto und müsse täglich vom niederrheinischen Weeze aus anreisen.

"Zu viele unabhängige Kandidaten"

Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Nur eines noch: Aufgeben will keiner der Anwesenden, um, wie es ein Zuschauer formulierte, einen gemeinsamen Kandidaten ins Rennen zu schicken, der gegen die etablierten Kräfte Lensdorf und Link bestehen könne.

!So sind es zu viele unabhängige Kandidaten, die sich gegenseitig die Stimmen wegnehmen." Dieser Zug, einen gemeinsamen Kandidaten zu finden, sei lange abgefahren, sagt Harald Lenders. Er habe die erforderlichen Unterschriften gesammelt und jede Menge Arbeit in die Kandidatur gesteckt. "Jetzt für jemand anderes aufgeben, das sehe ich nicht ein."

Wahl in Duisburg

 

Daniel Cnotka



Kommentare
03.06.2012
21:12
Duell der Chancenlosen bei der OB-Wahl in Duisburg
von Mike1977 | #27

Herr Rubinstein ist wie die Fahne im Wind. Er hat nichts was der neue OB braucht.Denn der neue OB muss im Haifischbecken sich Abstand bewahren können. Am Sammstag in der Innenstadt habe ich das erste mal Herrn Ahnet Peter Siegel gesehen und gehört. Und ich bin sicher das er sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen wird. Außerdem läst Herr Rubinstein sich von der FDP unterstützen, dass geht garnicht.

1 Antwort
Duell der Chancenlosen bei der OB-Wahl in Duisburg
von Mondschatten | #27-1

Warum geht das garnicht? Es sei denn, man hätte persönlich-politisch etwas gegen die FDP (deren Freund ich auch nicht bin). Alles andere in Ihrer Äußerung sind sachliche Einschätzung, letzteres jedoch nicht. Zum einen, weil es nicht die FDP alleine ist, sondern auch die Piraten, was man auch immer von dieser seltsamen Kombination halten soll. Zum anderen, und vor allem, weil Herr Rubinstein sich diese Unterstützung nicht gesucht oder gar darum gebeten hat. Was soll ein Kandidtat denn sagen, wenn Partei D oder E ihren Änhängern rät, ihn zu wählen? Nein, wählt mich nicht?

02.06.2012
16:46
Duell der Chancenlosen bei der OB-Wahl in Duisburg
von Mondschatten | #26

Chancelos? Das wären dann wohl:

- Herr Lensdorf, denn die CDU hat für das Bürgermeisteramt in dieser Stadt versch...
- Herr Link, denn dann würde sich bewahrheiten, dass die SPD die bürgerliche Abwahl für ihren parteilichen Vorteil nutzen konnte, und da werden die Bürger nicht mitziehen. Kompensiert wird das vielleicht durch die SPD-Stammwählerschaft, aber zum direkten Sieg wird es nicht reichen.
- Sonstige Parteikandidaten. Die Grünen waren hier solange ich politisch zurückdenken kann noch nie sehr beliebt, von der Linken reden wir besser garnicht erst.
- Diejenigen Kandidaten, die bisher durch Populismus und Realitätsferne in ihren Aussagen aufgefallen sind. Das mag dann jeder für sich selbst bewerten.

Fazit: Stichwahl zwischen Link und einem Parteilosen, ich würde auf Herrn Rubinstein stippen.

31.05.2012
16:35
Duell der Chancenlosen bei der OB-Wahl in Duisburg
von bergkeule | #25

nur mal nebenbei: allein die Überschrift bei 7 oder 8 Leuten, die sich jeweils einzeln jeder für sich um das Bürgermeisteramt bewerben von einem Duell zu sprechen ist ja schon eine journalistische Glanzleistung

31.05.2012
15:59
Duell der Chancenlosen bei der OB-Wahl in Duisburg
von bakunin | #24

Herr Cnotka ist ja auch nicht viel mehr als der neue "Praktikant". Er ist schon mal in einer öffentlichen politischen Diskussion aufgefallen, als er mahnte, man solle auf dem Punkt kommen, da er noch andere Termine hätte. Vielleicht sollte er wieder bei "Radio Neandertal" anheuern. Für Duisburg allemal besser

31.05.2012
15:09
Duell der Chancenlosen bei der OB-Wahl in Duisburg
von cliffdoctor | #23

Sehr geehrter Herr Cnotka, wie sie über OB-Kandidaten unserer Stadt schreiben, das
ist eines seriösen Reporters nicht würdig. Wie ich über die Homepage des OB-Kandidaten Siegel www.ahmet-peter-siegel.de erfahren habe, ist dieser Kandidat am 30.05.2012 bei den Behörden vorstellig gewesen und hat es geschafft, dass Duisburg
ein Rockevent ( Rock im Haus) genehmigt hat. Es findet am Freitag und Samstag in
Duisburg Laar statt.Von wegen er flötete ! Hier scheint ein Prakmatiker Worte in Taten umzusetzen. Das finde ich gut. Weiter so !!!

31.05.2012
15:01
Duell der Chancenlosen bei der OB-Wahl in Duisburg
von nicolmania | #22

Ich gebe zu, ich gehöre nicht unbedingt zu den Standard-Leserinnen der WAZ aber wenn ich den obigen Artikel lese, dann weiss ich auch wieso.
Das es hier in NRW so ist, das die rheinische Post tendenziell zur CDU geht und die WAZ eben zur SPD ist allgemein bekannt, aber der Journalist, der diesen Artikel geschrieben hat soll sich sein Lehrgeld zurückgeben lassen und soll besser bei dem SPD Tageblättchen xyz anfangen, denn dort gehört er hin.

Eine derartige Stimmungsmache gegen freie demokratische Kandidaten ist in jeder Forum undemokratisch und für offenen Journalismus unwürdig.
Die WAZ hat vor kurzem offiziell vom Presserat einen drüber bekommen weil sie die Band "Die Bandbreite" als rechte Band beschrieb, ich hoffe das ein solcher Artikel ebenfalls vom Presserat gerügt wird.

31.05.2012
12:37
Duell der Chancenlosen bei der OB-Wahl in Duisburg
von taosnm | #21

Selten so einen schwachen Bericht gelesen, der qualitativ nur dann akzeptabel wäre, wenn ein 16jähriger Praktikant ihn verzapft hätte. Es beginnt mit der Überschrift: "Duell". Einfach man informieren, was das "Du" in diesem Wort bedeutet. Und dass dieser "Autor" sich dazu versteigt, das von Karling sicherlich flapsig gemeinte Wort "Chancenlose" in die Überschrift zu bringen, lässt auf vieles schliessen, nur auf eines nicht, nämlich auf seriösen Journalismus. Viel interessanter wäre gewesen, einmal darauf einzugehen, dass 3 Parteienkandidaten sich zu fein waren für diese Diskussion. Vielleicht waren sie nur feige.

Auch die WAZ wird wahrscheinlich lernen müssen, dass nicht mehr automatisch ein SPD-Kandidat gewinnt, wenn dieser Kandidat nämlich so inkompetent ist wie der derzeitige. Dass Steegmann durch sein Taktieren mit der BI und seine Poussiererei mit der SPD die derzeitige unsägliche Konstellation verursacht hat, ist schlimm genug. Die Frage ist, ob aus Dummheit oder Berechnung.

31.05.2012
12:27
Es gilt nur, zwei Möglichkeiten eines SuperGAUs zu vermeiden
von wattearvolt | #20

Der erste SuperGAU wäre eine Direktwahl von Sören Link im ersten Wahlgang.

Der zweite SuperGAU wäre ein Stechen zwischen Link und Lensdorf im zweiten Wahlgang.

Wenn beide Möglichkeiten vermieden werden, sehe ich eine gute Chance für einen parteilosen OB-Kandidaten im zweiten Wahlgang.

31.05.2012
11:07
Habe schon einiges erreicht
von wittsiepe | #19

Wie man sieht tauchen die Ideen aus meinem Wahlprogramm jetzt hier und da bei den anderen Kandidaten auf. Das zeigt mal wieder dass gute Ideen sich ihren Weg suchen. Das sehe ich schon als Erfolg an. Den Rest wird man sehen, ich bin dicke Bretter bohren gewöhnt und sehe der letzten Woche vor dem 17.6. sehr entspannt entgegen.

31.05.2012
10:21
Duell der Chancenlosen bei der OB-Wahl in Duisburg
von KritikierMH | #18

Man fasst es nicht. Die Kandidaten der etablierten Parteien sagen mal so eben kurzfristig ab. Wahrscheinlich schon ziemlich siegesicher wieder diese Herrschaften oder? Und die WAZ hat mla wieder nicht besseres zu tun als die anderen Kandidaten schlecht zu schreiben: "die Chancenlosen".
Ich gehe davon aus, das am Ende ein unabhängiger Kandidat das Rennen machen wird und Michael Rubinstin die Stichwahl gegen Sören Link haushoch gewinnen wird. Herr Rubinstein ist von allen Kandidaten der einzige Lichblick, ein OB der einen ganz anderen Stil fahren und Duisburg neu aufstellen wird.

http://michael-rubinstein.de/konkret/

Sören Link hat wohl sowieso nicht wirklich Lust OB zu werden, wenn ich diese schrecklichen Plakate von Ihm mit diesem verkniffenen und miesepetrigen Gesichtsausdruck in der Stadt sehe. Jung, motiviert und dynamisch sieht ander aus!

Also:
Am 17.06. Michael Rubinstein Rückenwind geben und deutich in die Stichwahl bringen!!

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