Das aktuelle Wetter Duisburg 12°C
Gericht

Dreiste Betrugsmasche

29.02.2012 | 12:00 Uhr
Dreiste Betrugsmasche

Duisburg.   Wegen einer dreisten Betrugsmasche stand am Dienstag ein 31-Jähriger vor dem Amtsgericht Duisburg. Innerhalb von zehn Tagen schloss er im September 2011 in Elektronik-Läden in Duisburg, Dinslaken, Mülheim und Oberhausen nicht weniger als 58 Verträge mit einem Bezahlfernseh-Unternehmen ab. Die so erworbenen und für den Betrieb nötigen Plastikkärtchen machte er zu schnellem Geld. Das Unternehmen blieb dafür auf 10 000 Euro Schaden sitzen.

Wegen einer dreisten Betrugsmasche stand am Dienstag ein 31-Jähriger vor dem Amtsgericht Duisburg. Innerhalb von zehn Tagen schloss er im September 2011 in Elektronik-Läden in Duisburg, Dinslaken, Mülheim und Oberhausen nicht weniger als 58 Verträge mit einem Bezahlfernseh-Unternehmen ab. Die so erworbenen und für den Betrieb nötigen Plastikkärtchen machte er zu schnellem Geld. Das Unternehmen blieb dafür auf 10 000 Euro Schaden sitzen.

„Ich bin schuldig.“ So räumte der 31-Jährige die Vorwürfe rückhaltlos ein. Ohne regulären Schulabschluss war der zahlreich vorbestrafte Mann in seinem Leben nur selten einer versicherten Tätigkeit nachgegangen. „Ich habe viel schwarz gearbeitet“, gab er zu.

Was nicht unentdeckt blieb. Folge: Mehrfach sperrte die Arge dem Vater von fünf Kindern die Hilfe. So auch zur Tatzeit. „Ich habe keine andere Möglichkeit mehr gesehen, um meine Familie zu ernähren“, entschuldigte er sich.

Das Verständnis der Justiz hielt sich angesichts eines gut gefüllten Vorstrafenregisters in Grenzen. Immer wieder war der 31-Jährige in der Vergangenheit vor allem wegen Gewalttaten verurteilt worden. Derzeit sitzt der Mann 16 Monate Strafhaft ab. Zur Tatzeit hatte er unter zweifacher Bewährung gestanden. Das Schöffengericht hielt dem Angeklagten das Geständnis zugute. Der Staatsanwalt hatte auch zu bedenken gegeben, dass es dem Betrüger leicht gemacht wurde, ohne vernünftige Kontrolle neue Verträge abzuschließen. Angesichts der Vorbelastungen und des hohen Schadens sah sich das Gericht außerstande, die Strafe zur Bewährung auszusetzen. Nun muss der 31-Jährige noch neun Monate mehr absitzen.

Bodo Malsch

Kommentare
01.03.2012
15:24
Dreiste Betrugsmasche
von stegmanno1 | #2

Tja, würde er mit Nachnamen "Wulff" (oder "Kohl" oder "Gutenberg") heissen, würde man ihm jetzt ein bisschen Ehrensold von schlappen 199.000 Euro bis...
Weiterlesen

1 Antwort
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #2-1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Funktionen
Aus dem Ressort
Die ersten ISAR-Helfer kehren aus Nepal zurück
Erdbeben
Ein erstes ISAR-Team kommt heim – die Suche nach Verschütteten in Nepal ist beendet. Die Hilfsorganisation bleibt aber, um Hilfsgüter zu verteilen.
Bikini-Mädels erobern NRW-Meisterschaft im Bodybuilding
Kraftsport
Szene der Kraftsportler öffnet sich. Auch Familien kommen zur Bodybuilding-Meisterschaft in Duisburg. Neue Wettkampfklassen locken.
Duisburg ist startklar für die Freiluft-Saison
Freibäder
Jetzt fehlt nur noch die Wärme: Ab dem 9. Mai öffnen Duisburgs Freibäder – sollte es in den nächsten Tagen sommerlich werden, auch schon früher.
Blitzer vor A40-Rheinbrücke ist ab Montag scharf geschaltet
Blitzer
Der Blitzer vor der Duisburger A40-Brücke in Richtung Essen ist ab Montag in Betrieb. Ob auch in Gegenrichtung geblitzt wird, steht noch nicht fest.
Fitnesstrend Freeletics erobert den Duisburger Süden
Fitness
Per Facebook verabreden sich Fremde zum sportlichen Schwitzen. Klimmzüge und Co. werden per App verglichen, das spornt an.
Fotos und Videos
2:1 Sieg gegen Münster
Bildgalerie
MSV
NRW-Meisterschaft in Duisburg
Bildgalerie
Bodybuilding
Steinhof
Bildgalerie
Kaffee und Kuchen
article
6411502
Dreiste Betrugsmasche
Dreiste Betrugsmasche
$description$
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/dreiste-betrugsmasche-id6411502.html
2012-02-29 12:00
Oberhausen, Betrug, Amtsgericht Duisburg, Bezahl-Fernsehen, Schwarzarbeit
Duisburg