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Pegida will bis Juni wöchentlich in Duisburg demonstrieren

14.01.2015 | 11:59 Uhr
Pegida will am Montag in Duisburg demonstrieren.Foto: dpa

Duisburg.  Nach der Ankündigung der Pegida NRW in Duisburg demonstrieren zu wollen, haben am Mittwoch drei Organisationen Gegendemonstrationen angemeldet.

Erstmals hat der Pegida-Ableger in NRW jetzt eine Demonstration im Ruhrgebiet angemeldet. Die Polizei bestätigte auf Nachfrage, dass für Montag, 19. Januar, eine Demonstration in Duisburg angemeldet wurde. Dieser Aufmarsch soll zudem nur der Auftakt einer ganzen Reihe von Aktionen an. Bis in den Juni hinein hat Pediga bei der Polizei wöchentlich eine Demonstration in Duisburg angekündigt.

Keine zwölf Stunden nach Bekanntwerden der Pläne der Pegida-Ableger in NRW liegen der Polizei drei Anmeldungen für Gegendemos vor. Die größte Kundgebung wird zu gleicher Zeit vor einem symbolisch verdunkelten Stadttheater stattfinden.

Auch am Stadtwerketurm wird das Licht ausgeschaltet als weithin sichtbares Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und dumpfe Vorurteile. Oberbürgermeister Sören Link, das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage sowie der DGB Niederrhein als Organisator laden alle Duisburger ein: „Duisburg ist unsere Stadt - die lassen wir nicht diskreditieren, ohne selbst auf die Barrikaden zu steigen.“

DGB stellt sich gegen Pegida in Duisburg

Die Gegendemonstranten erwarten insgesamt 1300 Teilnehmer. So rechnet das „Duisburger Netzwerk gegen Rechts“ mit 100, die „Initiative gegen Duisburger Zustände“ mit 200 und der DGB mit 1000 Teilnehmern. „In Duisburg ist kein Platz für Hetze und Populismus gegen Religionsgemeinschaften: nicht gegen Juden, nicht gegen Christen, nicht gegen den Islam“, betont OB Sören Link.

„Es ist wichtig, die Pegida Bewegung nicht zu verharmlosen - sie ist gefährlich und schadet nicht nur Duisburg, sondern ganz Deutschland. Eins ist sicher: in unserer Stadt  kann und wird eine solche Kundgebung nicht unerwidert bleiben.“

Nach Aussage von Polizeisprecher Ramon van der Maat rechnen die Organisatoren der Pegida-Demo mit etwa 500 Teilnehmern. Das Kuhtor hat die Polizei als Treffpunkt jedoch abgelehnt. Es bleibe ein Ort in der Innenstadt, aber einer, an dem man besser die Versammlungs-Freiheit schützen könne, so Polizeisprecherin Daniela Krasch. Details werden heute bekannt gegeben.

SPD-Geschäftsführer Jörg Lorenz betonte, dass man Pegida in Duisburg „nicht einfach gewähren lassen“ wolle, auch wenn man sich augenscheinlich vom PRO NRW-Flügel abgegrenzt habe. CDU-Fraktionsvorsitzender Rainer Enzweiler betont, dass man das Demonstrationsrecht von Pegida zwar akzeptiere, man sich aber „klar gegen den Populismus der vermeintlichen Patrioten“ stelle.

Duisburg muss ein deutliches und friedliches Zeichen setzen

Bürgermeister Erkan Kocalar erklärt für die Linken: „Wir müssen  ein klares Zeichen setzen, dass diese intolerante und menschenverachtende Bewegung in keinster Weise zu unserer weltoffenen und bunten Duisburger Gesellschaft gehört.“ So sieht es auch Kenan Ilhan, stellv. Vorsitzender des Duisburger Integrationsrats. „Es darf unter gar keinen Umständen zugelassen werden, dass diese rassistische Bewegung weiter bei uns Fuß fasst.“

So sieht es auch Kenan Ilhan, stellvertretender Vorsitzender des Duisburger Integrationsrats. „Die Entwicklung bereitet mir sehr starke Sorgen", sagt er. „Es darf unter gar keinen Umständen zugelassen werden, dass diese rassistische Bewegung weiter bei uns Fuß fasst.“

Peter Ibe von der CDU sagt, dass sich seine Partei natürlich beteiligen werde, Pegida in Duisburg habe aber eh nicht so großes Potenzial, bei den letzten Demonstrationen "haben da jedes Mal höchstens 100 Leute gestanden". Laut Angelika Wagner sind weitere Parteien, Initiativen und Organisationen mit im Boot. Für den frühen Nachmittag ist ein Aufruf mit weiteren Details angekündigt.

Tausende bei Anti-Pegida-Demos

Pfarrer Armin Schneider erklärt als Superintendent der evangelischen Kirche, ihm sei es wichtig, "dass die Duisburger Stadtgesellschaft am kommenden Montag ein deutliches und friedliches Zeichen setzt gegen diesen Versuch, mit dumpfen Parolen und Fremdenfeindlichkeit Ängste zu schüren und Hass zu verbreiten.

Gerade auch angesichts der furchtbaren Anschläge von Paris müssen wir gerade jetzt zusammenstehen und uns gemeinsam einsetzen für ein friedliches, dem Gedanken der Toleranz und des gegenseitigen Respekts verpflichteten Zusammenleben der unterschiedlichen Religionen und Kulturen in unserer Stadtgesellschaft."

Kommentare
19.01.2015
17:22
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von Moderation | #41

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2015-01-14 11:59
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