Doppelschicht für Kantinen

Foto: ThyssenKrupp Steel Europe Fotografie

Auf dem 9,5 Quadratkilometer großen Thyssen-Krupp-Werksgelände im Duisburger Norden arbeiten so viele Menschen wie in einer Kleinstadt leben. Von den ehemals 25 Buden werden heute nach wie vor fünf betrieben. Daneben dienen moderne Versorge-Automaten mit Stehtischen auf dem Werksgelände als kleine Pauseninseln. Martin Brinkschulte, seit 16 Jahren im Geschäft, weiß: Ob Automat oder Kiosk, ihren Besuchern bedeuten sie weitaus mehr als reine Nahrungsaufnahme: „Sie sind Versorge- und Kommunikationstreffpunkt zugleich.“ Der Trend zu der 24-Stunden-Versorgung am Automaten konnte die klassische Pommesbude auf dem Werksgelände aber nicht ersetzen.

Der Name „17/18“ für die eine Bude am Tor 1 sei historisch bedingt, erläutert Brinkschulte. „Da wurden die Kantinen in Doppelschicht betrieben. Das heißt, es gab direkt nebeneinander die gleiche Kantine, eine rechts, eine links, eine 17, die andere 18. Wenn die eine Seite zu machte und gereinigt wurde, startete in der anderen Seite der Verkauf. Insgesamt gab es 25 Kantinen an verschiedenen Stellen, die wurden einfach durchnummeriert zur leichteren Auffindbarkeit.“

Heute wird nicht mehr in Schichten gearbeitet. Auf der einen Seite ist Lager-, auf der anderen der Verkaufsraum. Dafür gibt es den 24-Stunden-Service der Getränke- und Snackautomaten direkt neben der Bude, aber auch in unmittelbarer Nähe zu den Arbeitsplätzen der Mitarbeiter. „So gewährleisten wir heute eine Rundum-Versorgung und bieten zusätzlich kurze Wege“, sagt Brinkschulte, dessen fast 200 Mitarbeiter eine Reihe von Industriebetrieben im Revier beliefern.