Diskussion über Stadtwerketurm in Duisburg
24.10.2012 | 00:00 Uhr 2012-10-24T00:00:00+0200
Hochfeld. Der Stadtwerketurm in Hochfeld wurde 1966 errichtet. Ende 2012 wird er stillgelegt. Nächstes Jahr soll er abgerissen werden. Jetzt wird darüber diskutiert, ob er als Wahrzeichen erhalten bleiben soll. Mit dabei das WAZ-Lesercafe.
Am Stadtwerketurm scheiden sich die Geister. Ende 2012 wird der rund 200 Meter messende „lange Lulatsch“ still gelegt und verliert seine Funktion. Acht Millionen Euro würde es kosten, den Turm zu erhalten. Zu viel, befanden die Stadtwerke und wollen ihn in den nächsten Jahren abreißen lassen. Andere wollen ihn als Wahrzeichen erhalten. Auch im WAZ-Lesercafé, das nun in Hochfeld im Bio-Laden „Pro Vita“ stattfand, gab’s eine rege Diskussion über die Zukunft des Turms.
Geld lieber sparen
Die Geschwister Rita und Manfred Ihlo sind am Fuße des Schornsteins, in direkter Nachbarschaft zu den Stadtwerken an der Bungertstraße aufgewachsen. 1966 errichteten die Stadtwerke den Turm, drei Rohre lassen das Rauchgas des Heizkraftwerks entweichen, durch das vierte Rohr führt ein Aufzug, der Besucher auf eine Aussichtsplattform befördert. In Erinnerung schwelgen sie dennoch nicht, wenn sie an den grünen Riesen denken. „Die Stadt hat genug Baustellen, für das sie Geld benötigt. Das Ding sollte man abreißen“, befindet Manfred Ihlo. Auch Rita Ihlo stimmt zu: „Das Geld könnte man lieber sparen.“
Diskussion kritisch
Tamara Kulak arbeitet bei den Stadtwerken und sieht die Diskussion ebenfalls kritisch: „Momentan reden wir gerade über ein großes Finanzloch bei den Stadtwerken und dass vielleicht Leute entlassen werden müssen. Da passt so ein Turm nicht mehr in die Zeit.“ Alt-Oberbürgermeister Josef Krings , der den Einkauf nutzte, um mit seiner Frau ins Lesercafé reinzuschauen, widerspricht den Kritikern: „Die Stadtwerke sparen sich aufwändige Werbung und der Turm ist jeden Tag im Fernsehen zu sehen und jeder weiß, dass es Duisburg ist.“
Sicher ist, dass der Turm noch bis 2014 leuchtet. Kulak schlägt vor, dass die Mitarbeiter oder die Bürger sich Gedanken machen sollen, wie man ein ähnliches Markenzeichen schaffen kann.
Eine Hundewiese für den Rheinpark
„Hochfeld hat sich in den vergangenen Jahren sehr verändert“, sagt Rita Ihlo. Ihre Nachbarn kommen neuerdings aus Bulgarien. „Eigentlich ist es nur eine Familie, die sich nicht benimmt“, sagt sie. Aber wenn das so weiter geht, überlegt sie, Hochfeld den Rücken zu kehren. Immerhin, den Rheinpark findet sie ganz schön, auch wenn er ein bisschen kahl ist. „Immerhin sieht man ein paar Drachen.“ Regelmäßig dreht sie mit ihrem Hund ihre Runden. „Aber warum hat man nicht auch an die Hundebesitzer gedacht und eine Wiese eingerichtet, auf der die Hunde mal frei laufen dürfen?“ Überall müssten die Vierbeiner an die Leine.

16:36
Der Turm m u s s bleiben, allerdings nur, wenn er in den Vorgarten des Alt-OB versetzt wird denn er liebt ihn einfach zu sehr.
16:12
Bei mir steht eine herrlich verrostete, schiefe Straßenlaterne vor der Tür. Hey, die ist total typisch für Duisburg! Die gehört unter Denkmalschutz gestellt! Und das Schöne Bahnpost-Gebäude am Hbf auch, und das hübsche Gebäude der Stadtbibliothek, und der nette U-Bahnhof Münchener Straße, und die prima Bahnhofsplatte - ach da fällt mir so viel ein, dass die Kapazität dieses Eingabefensters gar nicht reicht.
13:49
Abreissen das blöde Ding.
Kostet doch nur unnötig Geld.
13:46
Lese ich da Richtig?????
Tamara Kulak arbeitet bei den Stadtwerken und sieht die Diskussion ebenfalls kritisch: „Momentan reden wir gerade über ein großes Finanzloch bei den Stadtwerken und dass vielleicht Leute entlassen werden müssen.
meines Wissen isr Frau Kulak im Betriebsrat der Stadtwerke und dieser hat dementiert das es zu Entlassungen kommen würde.
Jetzt kommt in ein Banalen interview die Wahrheit ans Licht.
Ist die Belegschaft schon informiert worden?
12:52
Der Turm vom Landesarchiv wurde doch schon als neue Landmarke gefeiert.
Der hat doch keine Fenster.
Als ich das bemerkte musste ich sofort an die Bürger von Schilda denken, aber das wird wohl einen Sinn haben.
Mit einer tollen Beleuchtung könnte man vielleicht diesen häßlichen Klotz etwas aufwerten.
10:42
Seltsam, vor kurzem hiess es, der Erhalt des Turms würde 7M€/a kosten, jetzt sollen es sogar schon 8M€/a kosten. Wer soll das denn bitte glauben? Für soviel Geld könnte man das Ding jedes Jahr abreissen und komplett neu bauen. Reine Phantasiezahlen sind das. Wenn man den Turm als Aussichtsplattform und etwas Eintritt dafür nimmt, könnte man damit auch noch Geld verdienen und damit alle 10 Jahre den Rostschutzanstrich bezahlen. Aber wahrscheinlich wird dann wieder eine Stadtwerketurm-AG gegründet, die dann wiederum 2 Vorstände mit 200k€/a braucht und Herr Janning für 300k€/a als Liftführer eingesetzt ;-), dann kann das mit dem Preis schon hinkommen. Im Gegenzug wird dann der Strompreis auf 35Ct/kWh hochgeschraubt.
warum kaufen sie nicht den turm??????
dann können sie ihn ja für ihre zwecke nutzen und uns zeigen das der unterhalt weniger kostet als von den stadtwerken angegeben.
also los
10:13
Herr Link setzt sich doch permanent für das neue Wahrzeichen von Duisburg ein, das Elendsquartier in Bergheim! So oft, wie ich das in letzter Zeit im Fernsehen gesehen habe, da muss das doch zum neuen Wahrzeichen von Duisburg ernannt werden!
Und das hat Herr Link nur einfach durch Nichtstun geschafft!
Man denke mal der fängt mal irgendwann an zu arbeiten ;-)
Danke Herr Link!
Vielleicht kann man da ja dann auch die Beleuchtung des Stadtwerketurms anbringen. Dann sieht das Hochhaus noch markanter aus.
09:47
Um Duisburg zu erkenn braucht man kein neues Wahrzeichen.
Von weitem sieht man schon die von den Werken erzeugte Dunst- und Dreckwolke.
Dann weiß man das man bald in die Umweltzone kommt.
So schlimm ist das auch nicht mehr. In den 60er konnte man tatsächlich schon von weitem erkennen wenn man sich dem Ruhrgebiet genähert hat.
Sonntag war ich in Wittlar. Der Blick Richtung Duisburg..... Mannesmann sah aus als wenn ein neuer Düngemittelbrand entstanden wäre. A 59 Richtung Walsum Thyssen das gleiche Bild. Dicke Dunst und Dreckwolke über Hamborn. Leider bringen diese Betriebe nicht genügend Einsatz um dem kleinen Mann den Plakettenwahnsinn am Auto zu ersparen.
09:21
Ich weiß nicht welchen Fernsehsender Krings sieht, ich habe jedenfalls den Turm noch nie im Fernsehen gesehen.
Der Turm ist jeden Abend im WDR zu sehn. Genauer: In der Lokalzeit, da ist der Turm im Hintergrund des Studios zu sehn. ;)
Sehe ich jeden Abend. Ist mir noch nie aufgefallen.