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Dioxin-Eier

Dioxin-Fund auf Duisburger Bioland-Hof ist für Landwirt Enninghorst ein Desaster

05.04.2012 | 18:04 Uhr
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Dioxin-Fund auf Duisburger Bioland-Hof ist für Landwirt Enninghorst ein Desaster
Andy Enninghorst (Foto) auf seinem Kartoffel-Feld in Duisburg-Röttgersbach. Auf dem Bioland-Hof hat hält er auch 120 Hühner.Foto: Hayrettin Özcan / WAZ FotoPool

Duisburg.   Für den Bioland-Bauern Andy Enninghorst ist die Dioxin-Meldung ein Desaster. Bei früheren Dioxin-Fällen mit Eiern rannten ihm die Kunden den Hofladen ein, jetzt ist er selbst betroffen und kann sich das nicht erklären. Der Verkauf ist nun vorläufig gestoppt.

Für den Bioland-Bauern Andy Enninghorst ist die Dioxin-Meldung natürlich ein Desaster. Bei früheren Dioxin-Fällen mit Eiern rannten ihm die Kunden den Hofladen ein, jetzt ist er selbst betroffen und kann sich das nicht erklären. 120 Hühner hat er, die draußen picken und rund 100 Eier am Tag legen. Der Verkauf ist vorläufig gestoppt. Jetzt stehen die Medien vor der Tür. „Man muss das Thema ernst nehmen“, betont der 34-jährige Bio-Landwirt, der doch mit seinem Hofladen und dem eigenen Anbau im Nebenerwerb und mit Überzeugung die Öko-Fahne hochhalten will und im Hauptberuf als Diplom-Ingenieur die Lebensmittelbranche berät.

Warten auf die Ergebnisse der zweiten Probe

Gleichzeitig glaubt er, dass der Fall jetzt wegen des aktuellen Dioxin-Falls in Minden hochgekocht wird. „Ich bin davon überzeugt, dass die zweite Probe keine Belastung ermitteln wird“, wartet er mit unverhohlener Ungeduld auf die Ergebnisse und verweist darauf, dass die ersten Werte nur knapp über den Grenzwerten lagen. Ihm ist klar,wenn er am Samstag seinen Hofladen öffnet und zurzeit vor der eigenen Ernte zugekaufte Bioprodukte anbietet, wird es nur ein Thema geben, zumal auch Fernsehteams auf dem Hof waren.

Auf dem Lehrbauernhof der Awo im Schatten des Landschaftsparks Nord, als Bauernschaft 1603 erstmals erwähnt und einst „Hoflieferant“ für Thyssens Hochofen-Arbeiter, ist die Stimmung ebenfalls im Keller. Dort wo Stadtkinder und Schulklassen seit 1993 anschaulich lernen sollen, wie Schweine, Ziege, Pferd und eben Huhn bäuerlich leben, passt das böse Wort Dioxin gar nicht hin.

Hühnern drohe keine Gefahr

Eier gibt’s vorerst nicht mehr, gab es auch vorher nur vielleicht 70 in der Woche von den 100 scharrenden Hühnern. „Verständnis“ hat Hof-Chef Karl-August Schwarthans dafür, dass das NRW-Ministerium den Namen Ingenhammshof veröffentlichte. Überrascht wurde die Awo aber schon davon. Jetzt will sie mit Stadt und Behörden schnell die Ursache finden. Lag’s vielleicht am gebrauchten Spielplatz-Sand, den die städtischen Wirtschaftsbetriebe lieferten? War er belastet? Deren Sprecherin Silke Kersken glaubt das nicht. Zudem: der Bio-Bauer im Röttgersbach hatte keinen Sandkasten-Sand verstreut.

„Auch wenn keine akute Gefahr besteht, nehmen wir die Situation sehr ernst“, versichert Schwarthans. Den Hühnern übrigens droht keine Gefahr: „Die behalten wir, die gehören zum Hof.“ Aber Eier gibt’s erst wieder, wenn es Entwarnung gibt.

Oliver Schmeer

Kommentare
06.04.2012
18:09
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #10

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

06.04.2012
17:45
7 Millionen können schon heute ernährt werden.
von meigustu | #9

Holt die Menschen aus Wüsten in die fruchtbaren Zonen, verbietet das Essen von Fleisch und schon ist alles Paletti.

06.04.2012
17:18
Dioxin-Fund auf Duisburger Bioland-Hof ist für Landwirt Enninghorst ein Desaster
von teamtronic | #8

Das Bildungswesen der Grünen steht nicht unter der Maxime wie ernähre ich 7 Milliarden Menschen sondern wie vermiese ich den Menschen das Essen und schaffe eine Heimat für Juchtenkäfer.

1 Antwort
Dioxin-Fund auf Duisburger Bioland-Hof ist für Landwirt Enninghorst ein Desaster
von Catman55 | #8-1

Entzieht ich nur mir die Kenntnis, was genau das Thema mit den Grünen zu tun hat? Könnte ja eventuell auch auch CDUSPDGRÜNEFDPPIRATEN passen, oder auch nicht, oder wie auch immer?

06.04.2012
16:34
Dioxin-Fund auf Duisburger Bioland-Hof ist für Landwirt Enninghorst ein Desaster
von alistyrum | #7

Ich glaube dass die Erde ringsum den Industriepark Nord nun mal nach so vielen Jahren Schwerindustrie nicht unbedingt zur Humusreichsten Erde gehört, aber dass man dem Bauern hier die Schuld gibt geht gar nicht.

06.04.2012
16:09
Dioxin-Fund auf Duisburger Bioland-Hof ist für Landwirt Enninghorst ein Desaster
von ichsachdochnix | #6

Als ehemaliger Chemielaborant kann ich nur sagen, dass über 40 % aller Lebensmittel in irgend einer Weise belastet sind. Die Urstoffe der Schwermetalle sind schon seit tausenden von Jahren im Boden und Umwelt. Keiner in diesem Staat kümmert sich im Normalfall darum. Meist immer nur dann, wenn Bedarf entsteht, um Panik im Volk zu machen. Wenn das Volk wüsste wie systematisch sie ver....t werden, hätte unsere Gesellschaft kein Gesprächsthema und die Presse keinen Aufhänger.
Danke für Ihr Interesse. !!

06.04.2012
15:58
Dioxin-Fund auf Duisburger Bioland-Hof ist für Landwirt Enninghorst ein Desaster
von fields | #5

Ichglaubannichts

SIND SIE EIERHÄNDLER ?????

06.04.2012
13:32
Dioxin-Fund auf Duisburger Bioland-Hof ist für Landwirt Enninghorst ein Desaster
von ichglaubannichts | #4

fields | #3

Panikmache ohne Ende6 x nix ist mmer noch nix!!

Glück auf!!

06.04.2012
13:17
Dioxin-Fund auf Duisburger Bioland-Hof ist für Landwirt Enninghorst ein Desaster
von fields | #3

Mittlerweile ist die ganze Nahrungskette ein Desaster und eine Zumutung für den Verbraucher. 6X soviel Dioxin wie erlaubt, aber keine Gefahr für den Verbraucher!!!!!!!!!!

06.04.2012
08:44
Dioxin-Fund auf Duisburger Bioland-Hof ist für Landwirt Enninghorst ein Desaster
von mine1975 | #2

Die Ursache werden wir wohl bei Thyssen finden für den Ingenhammshof und die Ruhrchemie im Roettgersbach.

05.04.2012
22:44
Dioxin-Fund auf Duisburger Bioland-Hof ist für Landwirt Enninghorst ein Desaster
von Gauck | #1

Es empfieht sich folgendes Interview auf

http://hstreaming.zdf.de/3sat/veryhigh/110104_gesprae_nano.mov

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