Das aktuelle Wetter Duisburg 9°C
Automobil

Diese Oldtimer elektrisieren

23.01.2013 | 10:00 Uhr
Diese Oldtimer elektrisieren
Jens Broedersdorff in einem Messerschmitt-Kabinenroller. Der Flitzer aus dem Jahr 1956 ist Sieger der „Future Car Challenge“ geworden.Foto: Ulla Emig

Duisburg. Jens Broedersdorff und sein alter Studienkollege Uwe Koenzen sind Pioniere. In den 90er Jahren, als noch niemand an Elektromobilität dachte, entdeckte Uwe Koenzen während einer Reise durch die USA, dass dort Oldtimer mit einem Elektromotor ausgestattet wurden.

Broedersdorff, studierter Maschinenbauer, verdiente sich ohnehin sein Studium, indem er Autos reparierte. Beide eint das Faible für alte Vehikel. Koenzen fährt einen Lancia, Broedersdorff einen VW-Transporter aus den 70er Jahren. Sie gründeten die Firma „Classic eCars“. Seitdem entstehen die Innovationen im Meidericher Hinterhof.

Von London nach Brighton

In der Werkstatt lagern dutzende Ersatzteile, alte Karossen. Das Geschäft der Firma umfasst herkömmliche Reparaturen, aber eben auch Elektro-Umrüstungen. In der Halle parkt ein „Messerschmitt“, Baujahr 1956, den sie vor kurzem für die „Future Car Challenge“ fit gemacht haben. Nicht weniger als ein Gewinnerfahrzeug hat der Besitzer bei ihnen bestellt.

Bei der „Future Car Challenge“, die einen Tag vor der legendären Rallye des Royal Automobile Club von Brighton nach London stattfindet, sollte der Kabinenroller möglichst effizient fahren. „Wir waren uns gar nicht sicher, ob er ankommt. Wir haben bis zum Schluss gearbeitet und bevor es los ging, hatten wir nur Zeit, in einem Kölner Parkhaus zu proben.“ Eine Nacht ging’s hin und her. Hin und her – bis der Parkhaus-Wächter kam und etwas kariert schaute.

Möglichst nie anhalten

Ein Perfect Roadster Spider S ist das nächste Projekt.Foto: Ulla Emig

Dem Eigentümer, dem sie bei der Challenge in einem Begleitfahrzeug gefolgt sind, haben sie zuvor Tipps gegeben, worauf es ankommt. „Besonders effizient ist es natürlich, wenn man langsam fährt, allerdings hatten wir nur zweieinhalb Stunden Zeit für die Strecke“, erklärt Broedersdorff. Die Kunst bestand also darin, möglichst nie anzuhalten und alle Ampeln, auch die im Londoner Stadtverkehr, bei „grün“ zu erwischen. Fast zehn Kilometer quälten sie sich im Stop-and-Go durch London, immerhin, sie kamen an sämtlichen Sehenswürdigkeiten vorbei und die Briten jubelten ihnen zu.

  1. Seite 1: Diese Oldtimer elektrisieren
    Seite 2: Der Erste war ein Porsche

1 | 2



Kommentare
24.01.2013
07:31
Diese Oldtimer elektrisieren
von Karlot | #1

DerStrom kommt ja aus der Steckdose.

Aus dem Ressort
Duisburgs Call-Center bei Revierstädten gefragt
Bürgerservice
Fast eine Million Anrufe gehen im Jahr bei dem Duisburger Call-Center ein. Dort gibt’s Rat bei Passfragen, auch der Sperrmüll kann geordert werden. Aber auch für andere Revierstädte ist das Call-Center eine gute Adresse, schon im Einsatz ist es für Dinslaken, auch Bottrop und Bochum haben Interesse.
Unbedachte Unterschrift bringt Ärger im Fitnessstudio
Freizeit
Eigentlich wollte sich Rita Wendel das neue Studio am Innenhafen nur anschauen. Doch nach einer Stunde hat sie doch einen Vertrag unterschrieben. Nur ein paar Stunden später, möchte sie am liebsten wieder vom Vertrag zurücktreten. Rechtlich ist das schwierig. Das Studio zeigt sich wenig kulant.
Polizei findet Toten an Umspannwerk in Oberhausen
Leichenfund
In einem Umspannwerk in Oberhausen hat die Polizei am Mittwoch die Leiche eines Duisburgers (38) gefunden. Der Mann hatte sich offenbar schon vor mehreren Tagen Zutritt auf das gesicherte, umzäunte Gelände verschafft. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Vermüllte Dächer in Duisburg-Marxloh sind teilweise geräumt
Wilde Müllkippe
Der Protest hatte Erfolg: Am Mittwochmittag wurde der Sperrmüll von einem Teil der Hausdächer in Duisburg-Marxloh geräumt. Die Kosten dafür übernimmt der Hauseigentümer. Auf anderen Dächern indes liegen noch Berge von Abfällen – und auf einem Wirtschaftsweg türmt sich der Müll weiterhin.
Mehr als zehn Kilometer Stau nach Unfall auf A40 in Duisburg
A40-Unfall
Der Unfall eines Klein-Lkw auf der A40 in Höhe der Ausfahrt Duisburg-Häfen brachte Mittwochnachmittag den Verkehr in und um Duisburg zum Erliegen. Bis zum Abschluss der Bergungsarbeiten gegen 17.30 Uhr stand nur ein Fahrstreifen in Richtung Niederlande zur Verfügung. Mehr als zehn Kilometer Stau.
Fotos und Videos
Ehrengäste in lockerer Runde
Bildgalerie
NRZ Sportfete
Rockerkrieg in NRW
Bildgalerie
Bilderchronik
Rundgang durch Vierlinden
Bildgalerie
Stadtteile