Diensthandy in Dubai – Dezernent zahlte 2500 Euro nicht

Der Duisburger Sozialdezernent Reinhold Spaniel.  Foto: Friedhelm Geinowski
Der Duisburger Sozialdezernent Reinhold Spaniel. Foto: Friedhelm Geinowski
Foto: WAZ FotoPool

Duisburg.. In die Handy-Falle tappte auch Duisburgs Sozialdezernent Reinold Spaniel. 2500 Euro standen plötzlich auf seiner Diensthandy-Rechnung, die ihm die Nachrichtentechnik-Stadttochter DU-IT präsentierte. Wo die Stadt doch jeden Cent zusammenhalten muss.

Böse Überraschung nach dem Urlaub

Im Februar hatte Spaniel seine in Dubai lebende Tochter besucht. Das iPhone in der Tasche. Ganz im Urlaub ist so ein Spitzenbeamter freilich nie, zudem waren die Zeiten im Rathaus damals hochgradig unruhig, so dass Spaniel mit seinem Büro telefonierte und zum Datentransfer online war. Die böse Überraschung kam dann daheim. Die satte Rechnung von rund 2500 Euro. Und die wollte Spaniel weder selber von seinem Diensthandy-Konto zahlen noch seinem klammen Sozialdezernat aufbürden. Also zahlte er nicht. „Ich habe seitdem nichts mehr gehört“, sagt er.

Dass das Telefonieren im Ausland teuer ist, das ist hinlänglich bekannt. Doch die Gefahren drohen im Verborgenen, wenn man denn das Roaming am Handy nicht deaktiviert hat. Denn dann können einmal aktivierte Dienste und Datenleitungen im Hintergrund kostenträchtig online weiterlaufen. Hätte der Dezernent das wissen müssen?

DU-IT beharrt auf die Rechnung

Das hätte man ihm bei der Einweisung sagen müssen, meint Spaniel und schickte die Rechnung empört zurück. Ein Privatkunde hätte da bei Telekom & Co. schlechtere Karten. Bei DU-IT ist man leicht pikiert. Man habe den Dezernenten unterwiesen, heißt es und beharrt auf der Begleichung der Rechnung. Irgendwo im städtischen Etat werden also die 2500 Euro herumgeistern.