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Diensthandy in Dubai – Dezernent zahlte 2500 Euro nicht

26.05.2012 | 09:15 Uhr
Diensthandy in Dubai – Dezernent zahlte 2500 Euro nicht
Der Duisburger Sozialdezernent Reinhold Spaniel. Foto: Friedhelm Geinowski

Duisburg. In die Handy-Falle tappte auch Duisburgs Sozialdezernent Reinold Spaniel. 2500 Euro standen plötzlich auf seiner Diensthandy-Rechnung, die ihm die Nachrichtentechnik-Stadttochter DU-IT präsentierte. Wo die Stadt doch jeden Cent zusammenhalten muss.

Böse Überraschung nach dem Urlaub

Im Februar hatte Spaniel seine in Dubai lebende Tochter besucht. Das iPhone in der Tasche. Ganz im Urlaub ist so ein Spitzenbeamter freilich nie, zudem waren die Zeiten im Rathaus damals hochgradig unruhig, so dass Spaniel mit seinem Büro telefonierte und zum Datentransfer online war. Die böse Überraschung kam dann daheim. Die satte Rechnung von rund 2500 Euro. Und die wollte Spaniel weder selber von seinem Diensthandy-Konto zahlen noch seinem klammen Sozialdezernat aufbürden. Also zahlte er nicht. „Ich habe seitdem nichts mehr gehört“, sagt er.

Dass das Telefonieren im Ausland teuer ist, das ist hinlänglich bekannt. Doch die Gefahren drohen im Verborgenen, wenn man denn das Roaming am Handy nicht deaktiviert hat. Denn dann können einmal aktivierte Dienste und Datenleitungen im Hintergrund kostenträchtig online weiterlaufen. Hätte der Dezernent das wissen müssen?

DU-IT beharrt auf die Rechnung

Das hätte man ihm bei der Einweisung sagen müssen, meint Spaniel und schickte die Rechnung empört zurück. Ein Privatkunde hätte da bei Telekom & Co. schlechtere Karten. Bei DU-IT ist man leicht pikiert. Man habe den Dezernenten unterwiesen, heißt es und beharrt auf der Begleichung der Rechnung. Irgendwo im städtischen Etat werden also die 2500 Euro herumgeistern.

Oliver Schmeer



Kommentare
29.05.2012
17:34
Diensthandy in Dubai – Dezernent zahlte 2500 Euro nicht
von stoffel747 | #30

Eigentlich wurde hier schon alles gesagt. Einen habe ich noch. Das ist diesen politischen Personen total egal. Ich bin, also zahlt, ihr Bürger. Ich binmir sicher, er hat so eine Art Dienstreise daraus gemacht, oder andere Vergünstigungen angenommen.
Maldie Reise nachprüfen und wenn ich falsch liege dürft ihr mal einen Essener an den Duisburger Pranger stellen, real und nackig. :-)

29.05.2012
14:08
Diensthandy in Dubai – Dezernent zahlte 2500 Euro nicht
von ottow | #29

Schon ein wenig dreist...
Wenn ich privat ins Ausland fahre und mein Dienstgerät mitnehmen, ist es ja wohl meine Aufgabe, mich um Tarife usw. zu kümmern. Im übrigen bekommt man ja, wenn sich das Handy in ein ausländisches Netz einbucht, eine SMS mit dem Hinweis auf die anfallenden Gebühren.
Und nun soll für diese Unbedachtheit der Steuerzahler geradestehen? Ist das sozial? Ist das demokratisch? Ist das SPD?

28.05.2012
07:41
Diensthandy in Dubai – Dezernent zahlte 2500 Euro nicht
von xxyz | #28

Wer im Bereich Soziales arbeitet, sollte wissen, welche Auswirkungen Handy-Rechnungen haben können.

Interessant ist auch, dass Duisburg offensichtlich für ihre Beamten in Sachen Technik nichts zu teuer ist. Die benötigten Features gibt es in ausreichender Qualität deutlich günstiger.

Aber dann muss wohl wieder eine Jugendbetreuung oder Bücherei geschlossen werden. Die Stadt hat ja kein Geld.

27.05.2012
21:41
Diensthandy in Dubai – Dezernent zahlte 2500 Euro nicht
von meritus | #27

Hallo liebe Lesergemeinde,
hier soll keiner "weggemobbt" werden. Fakt ist, die Herren Dezernenten hatte alle mal einen BlackBerry, wie alle MA im "Konzern" der Stadt Duisburg, die ein dienstliches mobiles Endgerät haben. Diese Herren wollten dann aber unbedingt ein IPhone, warum auch immer das notwendig war. Jeder dieser "Dezernenten hat eine Face to Face Einweisung von einem DUIT MA an diesem Gerät erhalten, ihnen wurde auch die Tücke mit dem Roaming und den dazu gehörenden Gebühren erklärt. Ich weiß das, ich habe auch eine Einweisung eines DUIT MA bekommen und wurde darauf hingewiesen, dass das Roaming bei Reisen ins Ausland abgeschaltet werden soll, wegen der Gebühren halt. Wenn ein Dezernent jetzt nicht in der Lage ist, diese Empfehlung technisch umzusetzen, dann muss er halt zahlen und das, dieser Meinung bin ich, persönlich. Denn Unwissenheit, schützt vor Gebühren nicht.
Das DUIT auf die Begleichung der Rechnung besteht ist doch klar.

2 Antworten
Diensthandy in Dubai – Dezernent zahlte 2500 Euro nicht
von katschi72 | #27-1

"Fakt ist, die Herren Dezernenten hatte alle mal einen BlackBerry, wie alle MA im "Konzern" der Stadt Duisburg, die ein dienstliches mobiles Endgerät haben. Diese Herren wollten dann aber unbedingt ein IPhone, warum auch immer das notwendig war."

passt doch ins bild dieser menschen. alles andere hätte mich gewundert.

Diensthandy in Dubai – Dezernent zahlte 2500 Euro nicht
von kikimurks | #27-2

Sollte dies den Tatsachen entsprechen, dann ist die Forderung an Spaniel gerechtfertigt und es sollte keine Diskussion darüber geben, dass die Beträge beigetrieben werden.

27.05.2012
20:27
Diensthandy in Dubai – Dezernent zahlte 2500 Euro nicht
von wattearvolt | #26

Passend dazu dieser halbwegs aktuelle Artikel:

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/duisburger-schulden-ihrer-stadt-fast-34-millionen-euro-id6691328.html

27.05.2012
14:40
Diensthandy in Dubai – Dezernent zahlte 2500 Euro nicht
von arbeiterundbauer | #25

Aha. Da soll wohl der nächste unliebsame Genosse Dezernent weggemobbt werden. OB Zieling hatte es ja auch schon mal versucht. Zur Zeit der World Games. Ein OB Link und die SPD Mafia werfen ihre Schatten voraus. Leute, wählt einen parteilosen Kandidaten - sonst wird es nur noch schlimmer als vorher.

1 Antwort
Diensthandy in Dubai – Dezernent zahlte 2500 Euro nicht
von katschi72 | #25-1

ziemlich warm geworden über pfingsten, bitte nicht vergessen gnügend flüssigkeit zu sich zu nehmen..

27.05.2012
13:24
Diensthandy in Dubai – Dezernent zahlte 2500 Euro nicht
von canadawolle1602 | #24

Wenn der Normalbürger die Technik beherrschst warum die geistige Elite der Stadt Duisburg nicht? Wenn man sich für eine kompetente Einweisung zu arrogant ist, dann muss man für die private Nutzung halt zahlen. Da gibt es keine Ausnahmen.

27.05.2012
10:48
Diensthandy in Dubai – Dezernent zahlte 2500 Euro nicht
von Klubchef | #23

Wenn man so etwas wie ein Iphone nicht bedienen kann, sollte man vllt zu etwas anderem greifen...

27.05.2012
10:36
Dezernent zahlt 2500 Euro nicht
von maria40 | #22

schon klar dass solche leute eigene gesetze brauchen und nicht wie jeder andere
bei dummheit für den schaden aufkommen muss.
Kein Cent mehr für so eine Pappnase, die da steht wie Gutsherr von Boullion

27.05.2012
10:25
Peanuts in Sachen Geldverbrennung
von Jawattdenn | #21

Was soll das Geschrei, wenn der Genosse Spaniel ein wenig „seine“ Handyrechnung überzieht. Frau Kraft, deren Misswirtschaft sogar per Gerichtsbescheid attestiert wurde, wurde doch trotzdem mit überragender Mehrheit gewählt. Also Herr Spaniel nicht so arrogant ablichten lassen, das treud… e „Cocker Spaniel Gesicht“ aufsetzen, Adobe Photoshop einsetzen lassen und alles wird wieder gut. Vielleicht noch beim Teflon IM Jäger beraten lassen und jeder Skandal von dubiosen Geldflüssen in der SPD bis zur Verantwortung Love-Parade oder gescheiterten Karikatur Verboten (ebenfalls per zweimaligem Gerichtsbeschluss attestiert) verursacht Gedächtnisschwund beim Wähler.

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