Die Xella-Zentrale in Huckingen – ein Schaufenster in eigener Sache

Die Xella-Zentrale in Duisburg-Huckingen. Foto: Lars Fröhlich / WAZ FotoPool
Die Xella-Zentrale in Duisburg-Huckingen. Foto: Lars Fröhlich / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool

Duisburg.. Das ist schon mehr als praktisch, wenn man sein eigener Haus- und Hof-Lieferant für alle Baustoffe ist: Wo „Xella“ vor steht, in der im Mai 2011 fertig gestellten Zentrale in Huckingen an der Düsseldorfer Landstraße, ist auch Xella drin.

Weiß strahlt die symmetrische Fassade des markanten drei geteilten Gebäuderiegels entlang der Straße, der durch flachere Zwischentrakte miteinander verbunden ist. Schlanke Fenster bis auf den Boden geben dem fünf-geschossigen Komplex eine klare Linie, betont durch die dunkelgraue Farbgebung der Fenstereinfassungen. Die abgerundeten Gebäudeecken nehmen der Kantigkeit zugleich etwas von ihrer Strenge.

Gerade mal sechs Monate dauerte der Rohbau. Für die Komplett-Fertigstellung benötigte Xella gerade mal rekordverdächtige 15 Monate. Das liegt, wen wundert’s, an den eingesetzten Baustoffen aus der eigenen Herstellung. Großformatige „Silka XL“-Elemente ließen die Wände wachsen, Ytong-Mineraldämmplatten verkleideten flugs energiesparend die Fassade und für den Innenausbau der Firmenzentrale griff das Unternehmen auf die hauseigenen Fermacell-Gipsfaserplatten zurück. Kurz, das ganze Gebäude ist geradezu ein Ausstellungs- und Präsentationsstück für den Baustoff-Hersteller.

Dazu passt, dass im Foyer des mittleren, gläsern offen gehaltenen Verbindungstraktes die Phalanx der Xella-Produkte in Nischen ausgestellt ist. Mehr noch: Die komplette Innenraumgestaltung ist Xella pur, von der Innenarchitektin Claudia de Bruyn ebenso konsequent wie beeindruckend umgesetzt. Geradezu spielerisch wird im gesamten Gebäude immer wieder Bezug auf die Marken genommen.

So bildet ein riesiges X den Empfangs­tresen, über dem ein weiteres weißes X als Pendelleuchte schwebt. In der so genannten Innovationsarena, der modernen Denkstube mit geschwungenen Sesseln und Tischchen, die praktischerweise auch gleich Schreibblocks sind, dient ein gelbes überdimensionales Y als Sitzplatz.

Serien Ohnehin, die Farben: Das Gelb für Ytong, das Blau für Xella bzw. Silka und das Orange für Fermacell, es findet sich überall im Haus, gibt den Decken eine warme, harmonische Tönung. „Hier ist nichts dem Zufall überlassen. Das ganze Gebäude steckt voller Symbolik. Man sieht und wir können zeigen, wie schön man mit unseren Steinen und Baustoffen bauen kann“, gerät die Geschäftsführer-Assistentin und Immobilienmanagerin Petra Leijser ins Schwärmen. Wer sich dann noch die elegante Kantine anschaut, glaubt ihr: „Hier fühlen sich alle einfach wohl.“

Alle Folgen der Serie über die Architektur bekannter Firmensitze in Duisburg und Bildergalerien dazu finden Sie auf unserer Serienseite „Das ist Duisburg