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Die Spezialisten fehlen

27.01.2012 | 18:29 Uhr
Die Spezialisten fehlen

Duisburg.In Zeiten des Fachkräftemangels ist Wolfgang Schmitz gefragter als je zuvor. „Fast jeden Tag sprechen Unternehmer mich an, weil sie ihre Lehrstellen nicht besetzen können“, erklärte der Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbandsgruppe am Freitag. Ein Ausweg sei die Schaffung eines attraktiven Standortes. Maßstäbe für eine solche Attraktivität erarbeiteten die Unternehmer in Workshops.

„Wir wollen ein kompetenter Lotse im Fachkräfte-Dschungel sein“, so der Hauptgeschäftsführer Wolfgang Schmitz. Der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften sei kein Problem in ferner Zukunft. Deshalb steht das Veranstaltungsjahr 2012 im Haus der Unternehmer im Zeichen des Themas Fachkräftemangel. Bei der Auftaktveranstaltung am Freitag stellte die Unternehmerverbandsgruppe praktische Ansätze und Wege vor, um zu einem attraktiven Standort zu reifen. Die große Resonanz zeugte von der Dringlichkeit des Problems Fachkräftemangel: 72 Unternehmensvertreter kamen, mehr als doppelt so viele, wie erwartet.

Soziale Faktoren spielen eine entscheidende Rolle

Feste Arbeitszeiten, gute Entlohnung, gute Verkehrsanbindung – in diesen Bereichen sahen sich viele der versammelten Unternehmer gut aufgestellt. Aber das allein werde in Zukunft nicht mehr reichen, um qualifizierten Nachwuchs anzuziehen, warnten die Veranstalter vom Haus der Unternehmer. Sogenannte harte Standortfaktoren seien nicht länger entscheidend für die Wahl eines Arbeitsplatzes: „Weiche Faktoren gewinnen immer mehr an Bedeutung“, erklärte Michael Walter, Vorsitzender der Unternehmerverbandsgruppe. Dazu zählen etwa soziale Faktoren wie Gesundheitsvorsorge, vor allem aber Bildung und Betreuung.

„Wir arbeiten eng mit Schulen und Hochschulen zusammen, um dem Nachwuchs sein Potenzial aufzuzeigen“, sagte Walter. Die Verbandsgruppe helfe Unternehmen bei diesen Vorhaben. „Und im Bereich der Betreuung haben wir ein absolutes Standortdesaster. Da ist auch die Politik in der Pflicht.“ Doch das allein reiche nicht: Die Unternehmen müssten sich selbst darum kümmern, dass Arbeitnehmer mit Kindern adäquate Betreuungsverhältnisse vorfänden.

„Es ist illusorisch für kleine Firmen, einen eigenen Betriebskindergarten zu bauen. Aber man kann dem Arbeitnehmer Betreuungsplätze vermitteln und ihm beim Entgelt entgegenkommen“, nannte Walter einen praktischen Ansatz. Zudem müssten Unternehmen verstärkt Rücksicht auf ihre Mitarbeiter nehmen, in Einzelfällen etwa flexible Arbeitszeiten anbieten oder ein „Home-Office“ einrichten.

Der Vorsitzende der Unternehmerverbandsgruppe warnte davor, einen Gezeitenwechsel zu verpassen: „Fachpersonal kann sich seinen Arbeitgeber heute selbst aussuchen“, sagte Walter. Er gab den Unternehmern einen Rat mit auf den Weg: „Es sind immer zwei, die sich bewerben: Der Arbeitnehmer und auch das Unternehmen. Wenn wir diesen Geist verinnerlichen, sind wir schon mal auf einem besseren Weg.“

Henrik Veldhoen

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Kommentare
28.01.2012
22:16
Die Spezialisten fehlen
von eiwoisserden | #7


ach auf einmal
die gibt es nur die sind aelter
sind erfahren
sind motiviert
haben auch das eine oder andere zipperlein

NUR DIE SIND NICHT GANZ SO BILLIG

wie ein gerade ausgelernter

geht mal zur agentur fuer arbeit
da sitzen ein paar vermittler
die machen sich gerne mal ein paar kreuzchen im vermittlungskalender
wenn sie nur ihren ar.... nicht bewegen muessen
.

28.01.2012
15:18
Die Spezialisten fehlen
von MrBurns | #6

Kein Wunder dass speziell in Duisburg die Fachkräfte fehlen. Jahrelang hat man sich nicht um die Langzeitarbeitslosen Fachkräfte oder Spezialisten gekümmert, sie vertröstet und ihnen gesagt, sie seien unnützer Ballast der Gesellschaft. Gluben die Leser wirklich, diese Leute würden sich nicht um Arbeit zu bemühen? Wer als Arbeitgeber den Mut hatte oder hat einen älteren Mitarbeiter zu beschäftigen, hat nun gut lachen, er kann sich der Erfahrung und den bereits vorhandenen Kenntnisse bedienen und es kostet ihn nur einen Bruchteil einer Ausbildung. Einen kleinen Nachteil hat die Sache für die meisten, die Arbeitsplätze sind nicht in Duisburg, aber das ist im Vergleich doch nur ein kleiner Nachteil. Lieber pendeln als weiter auf ein Jobcenter hoffen, das nur noch resignierend verwaltet als aktiv Prozesse zu beeinflussen. Auch dort merkt man den Fachkräftemangel, nämlich im eigenen Laden. Mit sxplizieten Kenntnissen von Vorschriften und Gesetzen, würden viele Fehlentscheidung, Widersprüche, Prozesse und vor allem Kosten vermieden werden. Übrigens sind ältere Mitarbeiter meist nicht mehr auf Krippenplätze angewiesen, aber es gibt sicher die eine oder andere Möglichkeit es ihnen leichter zu machen.

28.01.2012
12:33
Die Spezialisten fehlen,
von taosnm | #5

und das ist gut so, denn nun müssen die Unternehmer endlich einmal darüber nachdenken, dass wir wieder zu einer Win-Win-Situation kommen müssen. Bisher wurden Arbeitnehmer ausgenommen wie die Weihnachtsgänse - alles durch Zahlen belegt. Einen Vorschlag hätte ich übrigens noch: Jobcenter ansprechen und ältere Fachkräfte mit jahrelanger Erfahrung einstellen. Wer 50 ist, hat noch 17 Jahre zu arbeiten, also durchaus lohnende Investition.

28.01.2012
10:34
Die Spezialisten fehlen
von Hausmeister1 | #4

Ahhhh Herr Schmitz ist beim unternehmerverband Duisburg beschäftigt......ich ruf ihn mal an am Montag.....ich such arbeit.....als Facharbeiter....ich werde berichten!!! VERSPROCHEN

28.01.2012
10:30
Blockierter Kommentar.
von Hausmeister1 | #3

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

27.01.2012
21:11
Die Spezialisten fehlen
von pejadu11 | #2

Noch mehr Logistik nach Duisburg! Das überzeugt jeden, der das erste mal hierher kommt auf Anhieb.

27.01.2012
20:42
Die Spezialisten fehlen
von lospolloshermanos | #1

Also ein Spezialist dürfte bald verfügbar sein. Der kennt sich aus mit: Mitarbeiterführung, interkulturellem Austausch, PR und Finanzen. Und der kann so schön traurig dreinschauen. Er hat sich stets bemüht!

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