Das aktuelle Wetter Duisburg 6°C
Musik

Die Popolskis gehen fremd als Funky Freaks

30.12.2012 | 18:11 Uhr
Die Popolskis gehen fremd als Funky Freaks
Der schöne Andreas Schleicher macht sich auch gut als Schiedsrichter.Foto: Michael Dahlke

Duisburg. Die Popolskis, oder besser gesagt, ein großer Teil der Familie, geht (musikalisch) fremd: Als „Funky Freaks“ widmeten sich die Musiker am Wochenende dem Thema Fußball. Im „Stadion Grammatikoff“ wagten sie einen ersten Anstoß mit Liedern, die sie rund um den Fußball komponiert und geschrieben haben. Dass sie alle unterschiedliche Clubs bevorzugen, spielte an diesem Abend keine Rolle und Vergleiche mit einem örtlichen weiß-blauen Verein verbieten sich ohnehin – nur so viel sei schon mal verraten: Die „Funky Freaks“ werden garantiert ganz oben mitspielen. Gesungen wurde, wie sich das gehört, zwei Mal 45 Minuten.

Fußballsong
Den besten EM-Song singen einige Musiker der Popolskis

Der vielleicht beste EM-Song kommt aus Duisburg. Wobei „Ole Ole Ole Ole“ ein Fußballsong über die Abseitsfalle aller ist, die sich zwischen König Fußball und ihrer Frau entscheiden müssen. Geschrieben haben ihn die „Funky Freaks“. Bei ihnen spielen sieben Popolskis mit.

Dafür bürgen schon die Musiker. Die Aufstellung: In der Sturmspitze spielt Mirko van Stiphaut (Gitarre), das zentrale Mittelfeld besetzt Rüdiger Testrut (Trompete), rechts spielt Ludwig Götz (Posaune), links steht ihnen Marc Leymann (Saxofon) bei. Daniel Basso (Keyboard) gibt den Libero, Markus Grieß den rechten Verteidiger und Fußballgott, Neuzugang Martin Furmann spielt die zweite Gitarren und der schöne Andreas Schleicher singt und gibt den Schiri. Mit selbst arrangierten Soul- und Funk-Nummern, die das Publikum zum Tanzen animieren, haben sie die Besucher schnell auf ihrer Seite.

Nachspielzeit gefordert

Anders als bei den Popolskis ist das keine Comedy-Veranstaltung, aber für die nötige Portion Freak-Show bürgt schon der Name. Die Musiker tänzeln in Trikot über die Bühne, zum Warmmachen wird gegen einen imaginären Ball getreten –„achten Sie bitte auf ihre Nachbarn“ – und schnell verwandelt sich das Publikum in einer Fraktion voll Kopfnicker, natürlich nur als Kopfball-Aufwärmübung.

Textlich orientieren sie sich an Fußball-Hymnen. „Schiri, du bist unser Schatz – gib’ uns die Antwort auffem Platz“ singen sie. Mit „Nicht alles brown ist so geil wie James“ werden sie politisch und bei „wir brauchen Eier“ verarbeiten sie ein bekanntes Zitat von Oliver Kahn. Der einzige etwas bekanntere Song, weil sie ihn schon zur EM beigesteuert haben, ist „Ole, Ole, Ole“ – da können auch die Fans mitgrölen.

Musikalisch ist gegen das Auftaktspiel nichts einzuwenden. Die Musiker wissen, was sie tun und haben sichtlich Spaß an dem Abenteuer, mal aus ihrer bekannten Popolski-Nummer auszubrechen. Allerdings sind die Texte manchmal etwas albern. Aber vielleicht sehen Männer die Sache auch ganz anders, schließlich ist Fußball eine ziemlich ernste Angelegenheit. Übrigens: Ein musikalisches Tor fällt in der zweiten Halbzeit auch – und das Publikum fordert von den „Funky Freaks“ lautstark eine Nachspielzeit.

Fabienne Piepiora



Kommentare
Aus dem Ressort
Stadtwerke Duisburg erhöhen Gaspreis
Energiepreise
Tiefer in die Tasche greifen müssen künftig die Gaskunden der Duisburger Stadtwerke. Der Versorger erhöht die Preise. Zugleich gebe es keinen „Spielraum“ für niedrigere Stromtarife, heißt es bei dem kommunalen Unternehmen.
Johanniter-Krankenhaus in Rheinhausen auf Sparkurs
Hospital
Das Rheinhausener Johanniter-Hospital schreibt rote Zahlen und startet ein hartes Sanierungs- und Sparprogramm. Die Mitarbeiter sollen auf vier Prozent Lohn verzichten. Sonderzahlungen sollen halbiert werden. Der neue Geschäftsführer kommt aus der Berliner Zentrale.
Duisburger zdi-Zentrum zeigt Schülern neuste Erfindungen
Wissenschaft
Am Nikolaustag lädt das Duisburger zdi-Zentrum Schüler zu Workshops im Weihnachtswunderland ein. Es gibt einen gut 50 Zentimeter großen, humanoiden Roboter zu bestaunen. Außerdem steht Basteln mit neuesten Erfindungen für die Schüler auf dem Stundenplan.
Duisburger hat sich mit Oldtimer Kindheitstraum erfüllt
Serie
Als Junge bewundert Antonino Ambrosio in Kalabrien den Alfa Romeo Guilia Spider des reichen Nachbarsohns. Als er später der Arbeit wegen nach Deutschland kommt, träumt der Neu-Duisburger weiter von dem Auto. Seit Ende der 90er Jahre fährt er selber sein Traumauto.
Duisburger macht es wie Justin Bieber
Facebook
Durch Facebook ist Eren Can Bektas, ein 16-jähriger Duisburger, zu einer kleinen Berühmtheit geworden. Der Schüler des Landfermann-Gymnasiums singt bekannte Lieder nach, stellt Videos davon ins Internet und begeistert so immer mehr Fans.
Die Grundsteuer in Duisburg soll erhöht werden
Duisburg ist ganz schön pleite. Um die Schließung von Hallenbädern, Stadtteilbüchereien und Jugendzentren zu verhindern, dreht die Stadt an der Steuerschraube. Ist das ein legitimer Weg?

Duisburg ist ganz schön pleite. Um die Schließung von Hallenbädern, Stadtteilbüchereien und Jugendzentren zu verhindern, dreht die Stadt an der Steuerschraube. Ist das ein legitimer Weg?

 
Fotos und Videos
Spaziergang durch Schmidthorst
Bildgalerie
Statteile im Norden
Bellydancer-WM in Duisburg
Bildgalerie
Bauchtanz
Die hohe Kunst des Bauchtanzes
Video
Bauchtanz-Festival