Die Nacht der offenen Gotteshäuser in Duisburg

Auch die Merkez-Moschee in Marxloh beteiligt sich wieder an der Nacht der offenen Gotteshäuser.
Auch die Merkez-Moschee in Marxloh beteiligt sich wieder an der Nacht der offenen Gotteshäuser.
Foto: WAZFotoPool
Was wir bereits wissen
Rund 50 evangelische und katholische Kirchen, die Synagoge und verschiedene Moscheen bieten am 14. März ein abwechslungsreiches Programm.

Duisburg.. Die Nacht zum Tage wollen am 14. März rund 50 evangelische und katholische Kirchen, die Duisburger Synagoge und verschiedene Moscheen bei der dritten „Nacht der offenen Gotteshäuser Duisburg/Moers“ machen. Dabei reicht das Programm von Lesungen und Filmen über Mitmachaktionen, Lichtinstallationen, Andachten und Musikvorführungen. Das Motto der Nacht steht in Anlehnung an die diesjährigen „Akzente“ unter dem Thema „Heimat“. Schluss ist erst um Mitternacht.

Ein besonderes Highlight für die Nachtschwärmer dürfte dabei wieder der gemeinsame Gang in Marxloh sein: Unter dem Motto „Menschenwege – Gotteswege“ pilgern die Menschen von der evangelischen Kreuzeskirche zur katholischen Kirche St. Peter, dann zur Moschee und anschließend den Weg zurück. „Dabei bekommen sie an jedem Anlaufpunkt einen kurzen Impuls zu religiösen Ausdrucksformen“, meint Rolf Schotsch, Sprecher des evangelischen Kirchenkreises Duisburg. Bereits bei den vorherigen Nächten der offenen Gotteshäuser sei dies sehr gut angenommen worden. „Da sind einige hundert Menschen in Marxloh zusammengekommen“, so Schotsch.

Ein Ausdruck von interkulturellem und interreligiösem Austausch

Für Schotsch ist das gesamte Programm ein wichtiger Ausdruck von interkulturellem und interreligiösem Austausch, was das Verständnis füreinander fördere. Auch die Veranstaltungen und Vorführungen in den Gotteshäusern seien sehr vielschichtig. „So können Besucher Kirche und Gotteshäuser mal von einer ganz anderen Seite und mit einer anderen Atmosphäre kennenlernen – und nicht nur als besinnlichen Ort.“

Als einen von vielen Höhepunkten betrachtet Schotsch das Programm „Der Musik einen (Heimat-)Ort geben“ in der Duisserner Lutherkirche, bei dem von 18 bis 23 Uhr jedem Interessiertem eine Bühne zum Musizieren mit einem Instrument geboten werde. „Es haben sich bislang 19 Gruppen angemeldet. Die Bandbreite reicht dabei von lauten Tönen mit E-Gitarre bis hin zu leisen Flötentönen. Das hat es in dieser Form noch nicht bei der Nacht der Offenen Gotteshäuser gegeben“, sagt Schotsch.

"Der Körper als eine Heimat"

Der Heimatbegriff spielt auch bei einer Veranstaltung in der Gnadenkirche in Neumühl: Dort liest unter anderem der bekannte Autor und bekennende „Herzens-Hamborner“ Dieter Ebel ab 22.45 Uhr aus seinem Duisburg-Krimi „Ruhrmord“ und legt besonderes Augenmerk auf die Passagen, die in Neumühl stattfinden. Auch in der Salvatorkirche gibt es eine von vielen weiteren Programmpunkten zum Thema Heimat. Dort führt die Künstlerin Gabriele Kaiser-Schanz durch ihre Ausstellung „Der Körper als eine Heimat“.