Die-Linke-Politiker will mehr Geld für Arbeitslose

Lukas Hirtz tritt für die Partei Die Linke zur Bundestagswahl an.
Lukas Hirtz tritt für die Partei Die Linke zur Bundestagswahl an.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Lukas Hirtz (23) aus Duisburg für Die Linke Kandidat bei der Bundestagswahl. Er will das Arbeitslosengeld erhöhen und fordert höhere Zuwendungen für klamme Kommunen wie Duisburg.

Duisburg.. Die Parteien befinden sich mitten in den Vorbereitungen zum Wahlkampf für die diesjährige Bundestagswahl. Dabei rücken auch neue Politiker in den Fokus. Die Linken etwa schicken den Studenten Lukas Hirtz ins Rennen. Der junge Politiker stellt sich diesmal den Fragen zur Bundestagswahl.

Wie bereiten Sie sich auf die Bundestagswahl vor?

Lukas Hirtz: Die Linke bietet Trainings- und Themenlehrgänge an. Die habe ich schon und werde ich noch wahrnehmen.

Mit welchen politischen Zielen wollen Sie Wähler überzeugen?

Hirtz: Es hat sich gezeigt, dass Die Linke die einzige Partei im Bundestag ist, die gegen die Bankenrettungspakete gestimmt und Kürzungspakete abgelehnt hat. SPD und Grüne haben im Zweifel immer mit CDU und FDP gestimmt. Einen Politikwechsel kann es also nur mit der Linken geben. Wir sind auch die einzige Partei, die konsequent für Frieden steht.

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Wie viele Mitglieder haben Sie?

Hirtz: Ende des Jahres 2012 waren es 63 741 Mitglieder.

Wie ist der Altersdurchschnitt? Warum kommen keine neuen Mitglieder nach?

Hirtz: Der Altersdurchschnitt liegt wegen der Parteigeschichte relativ hoch. Viele junge Leute haben keine Zeit, sich politisch zu engagieren. Will die Politik für Nachwuchs sorgen, muss sie das Turbo-Abitur und die Bologna-Reform umgestalten.

Wie erreichen Sie junge Menschen? Interessiert sich die Jugend für politische Themen?

Hirtz: Umfragen zu Folge sind junge Menschen politisch interessiert. Am besten erreicht man junge Menschen daher bei persönlichen Gesprächen oder übers Internet.

Lukas Hirzt (Die Linke) tauscht sich über Facebook mit Wählern aus

Nutzen Sie dafür soziale Medien? Wie sehen die Reaktionen darauf aus?

Hirtz: Wie die Parteigliederungen, bin auch ich beim sozialen Netzwerk Facebook vertreten. Hier kann ich wichtige Ereignisse bekanntgeben und kurz kommentieren, so hat der Leser wenig Aufwand für Politik. Zu manchen Themen haben sich schon konstruktive Diskussionen entwickelt.

Welche Aktionen sind in Duisburg geplant? Gibt es prominente Besucher?

Hirtz: Für gewöhnlich finden in Duisburg Abschlusskundgebungen und Großveranstaltungen statt, zu denen auch die Promis kommen. Wir entwickeln derzeit auch kreative Wahlkampfaktionen.

Wenn Ihre Partei ans Ruder kommt, hätte das folgende Auswirkungen für Duisburg...

Hirtz: Duisburgs größtes Problem ist die Armut. Wir sind die einzige Partei, die Armut statt Arme bekämpft. Mit einer Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf 500 Euro, der Einführung des Mindestlohns und Ausweitung des öffentlichen Sektors, werden viele Duisburger schnell aus der Armut kommen. Unser Steuerkonzept sieht eine massive Stärkung der öffentlichen Hand vor, so dass auch Duisburgs Haushaltsprobleme, im Gegensatz zu den derzeitigen Sparpaketen, nachhaltig behoben werden. Dazu muss der Bund auch die Aufgaben bezahlen, die er Duisburg überträgt.

Vervollständigen Sie bitte folgenden Satz: Ich engagiere mich politisch, weil…

Hirtz: ...ich Menschen helfen möchte, außerdem den Klimawandel bekämpfen und für eine gerechte Gesellschaft eintreten will.