Die Kino- und Veranstaltungstipps für Duisburg

Alex Amsterdam stellt am 9. April im Djäzz an der Börsenstraße sein neues Album vor.
Alex Amsterdam stellt am 9. April im Djäzz an der Börsenstraße sein neues Album vor.
Foto: renekersting.de
Was wir bereits wissen
Viel Musik diese Woche: Das UCI zeigt einen Film über Nirvana-Frontmann Kurt Cobain. In der Innenstadt stehen einige Konzerte an.

Frühe Vögel

Duisburg.. Der US-Gitarrist und Sänger Joel Handley ist Frühaufsteher, und das sollten seine Fans auch sein. Am Sonntag tritt Handley um 10 Uhr im Hamborner Ratskeller (Duisburger Straße 213) auf und präsentiert neue sowie alte Lieder. Mit dabei ist auch der Duisburger Keyboarder und Produzent Tobias Rotsch. Das Konzert ist eingebettet in einen Sonntagsbrunch, die Karten kosten 18 Euro. Platzreservierung unter 0203 / 552 11 11.

Album von Amsterdam

Alex Amsterdam, Singer/Songwriter aus Düsseldorf – aber in Duisburg längst kein Unbekannter mehr – stellt am Donnerstagabend sein neues Album im Djäzz an der Börsenstraße vor.
Mal schlägt er die leisen Töne an, mal wird er laut, und manchmal kann er auch dringlich und schweißtreibend spielen wie eine komplette Band. Auf „Come What May“ bewegt er sich zwischen Indie-Pop und Country-Folk, College-Rock und Bossa-Nova-Rhythmen. Es scheint also alles dabei zu sein, was man für einen unterhaltsamen Konzertabend benötigt. Los geht’s um 20 Uhr, der Eintritt kostet fünf Euro.

Die wilden 20er

Die Reihe „Musik For The Kitchen“ wird am Freitag um 20 Uhr im Grammatikoff am Dellplatz fortgesetzt. Mit Witz und manchmal auch Ironie interpretieren vier Herren in Anzügen Altbekanntes und Aktuelles ohne Genregrenzen. Akustikgitarre, Kontrabass, Akkordeon und Besenschlagzeug reichen dafür aus, die Lieder klingen wie durch ein altes Röhrenradio im warmen der 20er abgespielt. Eintritt frei.

Indie und anderes

Das Power-Duo Leisure Tank, bestehend aus K.C. McKanzie (Gitarre, Gesang) und Budi (Schlagzeug) ist am Samstag ab 21 Uhr im Djäzz zu Gast. Die Wurzeln ihrer Musik sehen die beiden im Alternative Blues, Folkrock und Punk. Um ihren Sound zu beschreiben, wird manchmal sogar PJ Harveys bemüht.

Die Kinotipps der nächsten Tage

Der Todestag von Kurt Cobain jährt sich in diesen Tagen zum 21. Mal. Der Sänger der Grunge-Band Nirvana schoss sich am 5. April 1994 im Drogenrausch im heimischen Gartenhäuschen mit einer Schrotflinte in den Mund. Dieser Suizid traumatisierte die Musikwelt und ihre Anhängerschaft nachhaltig, verstummte mit Cobain doch ein bedeutendes Sprachrohr vieler Jugendlicher, die in dieser Zeit aufwuchsen. Eine neue Dokumentation, die nur an zwei Tagen im UCI am Hauptbahnhof zu sehen ist, setzt dem im Alter von 27 Jahren Verstorbenen nun ein Denkmal.

Zu Ehren Kurt Cobains

Dies ist nicht der erste Film, der versucht, sich dem ehemaligen Nirvana-Frontmann anzunähern. Das Besondere an „Kurt Cobain: Montage of Heck“ ist, dass es Regisseur Brett Morgen gelungen ist, die Familienangehörigen mit ins Boot zu holen. Allen voran Cobains Tochter Frances Bean, die sogar als Produzentin des Films fungiert. „Montage of Heck“ ist der Titel eines Mix-Tapes, das Cobain zu Lebzeiten zusammengemischt hatte. Dem Filmemacher, der acht Jahre Arbeit in die Erschaffung dieses Porträts investierte, erschien dies als würdiger Filmtitel. Zu sehen im UCI: Do um 20 Uhr, So. 17 Uhr.

Gefangen im eigenen Körper

Mateus hat einen wachen, klugen Geist. Dieser steckt jedoch in einem Körper, den er aufgrund einer schweren Erkrankung nicht kontrollieren kann. Die schlimmste Folge: Es ist ihm unmöglich, mit der Außenwelt in Kontakt zu treten. Diese begegnet dem Jungen mit einer Mischung aus Liebe (die Mutter), Hingabe (die Pflegerin), Verachtung und Mitleid (das Umfeld). Doch Mateus kämpft darum, es allen zu zeigen. Die polnische Produktion „In meinem Kopf ein Universum“ rührt zu Tränen, bringt sein Publikum aber auch zum Lachen und gewann verdient zahlreiche Preise bei den großen Festivals. Im Filmforum am Dellplatz: Do.-So. 18, Mo.-Mi. 20.30 Uhr.

Attentat auf Hitler

Nur eine Fügung des Schicksals verhinderte, dass der Sprengstoffanschlag am 8. November 1939 in München auf Adolf Hitler scheiterte. Der Initiator dieses Attentats steht im Mittelpunkt von „Elser“, dem neuen Film des Regisseurs Oliver Hirschbiegel. Christian Friedel spielt die Hauptrolle in diesem Porträt über einen mutigen Mann, der es wagte, im Alleingang eine Diktatur zu bekämpfen. Im Filmforum zu sehen: Do.-So. 21, Mo.-Mi. 18.30, Sa, so., Mi auch 15.30 Uhr.