Die Interims-Zugleiterin

Ihre karnevalistische Heimat ist die Narrenzunft Homberg, mit dem närrischen Bazillus wurde sie von ihrer Familie schon in frühester Kindheit infiziert und nun hat sie erstmals ein offizielles Amt inne – und gleich ein enorm wichtiges: Janine Eylander fungiert in dieser Session als Leiterin des Duisburger Rosenmontagszuges. Damit steht die 28-Jährige, die in Neuenkamp lebt und im Berufsalltag als Steuerfachangestellte in Großenbaum arbeitet, an der Spitze des 13-köpfigen Zugleitungsgremiums.

Diese Aufgabe übernimmt Eylander jedoch interimsmäßig. Denn ihr Vorgänger Thomas Erlacher, der die letzten zehn Rosenmontagszüge in verantwortlicher Position organisiert hatte, steht nur in diesem Jahr für diese bedeutende Aufgabe nicht zur Verfügung. Als Karnevalsprinz Thomas I. hat er am nächsten Dienstag seinen letzten öffentlichen Auftritt als Duisburgs oberste Tollität. Es ist sicher, dass Erlacher nach dem Ende seine Prinzen-Amtszeit wieder seinen alten Posten als Zugleiter übernehmen wird.

Eylander wird am Rosenmontag an der Spitze des Zuges unterwegs sein – und zwar zu Fuß. Sie war und ist die wichtigste Ansprechpartnerin bei der Planung des Zuges. Dazu gehörten etwa zahlreiche Gespräche mit der Polizei, dem Ordnungsamt oder dem THW. „Ich muss aber auch den Kontakt zu allen Verein halten“, sagt sie. Allein im HDK sind derzeit 31 Karnevalsgesellschaften vertreten.

Und wie ist die Stimmungslage so kurz vor dem Sessions-Höhepunkt? Da lacht Eylander. „Ich bin schon etwas aufgeregt.“ Nach kurzem Innehalten fügt sie hinzu: „Und ich bin froh, wenn der Rosenmontagszug geschafft ist und alles reibungslos über die Bühne gegangen ist.“