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Themen, die 2012 in Duisburg für Schlagzeilen sorgten

28.12.2012 | 12:59 Uhr
Nach der Verkündung des Ergebnisses jubeln die Mitglieder der Initiative „Neuanfang für Duisburg“ (in der Mitte Theo Stegmann) über den Sieg.Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.  Von der Abwahl des Oberbürgermeisters Adolf Sauerland über den 500. Geburtstag von Gerhard Mercator bis zur vorläufigen Rettung des Lehmbruck-Museums: Diese Ereignisse haben 2012 in Duisburg für Schlagzeilen gesorgt. Ein Rückblick.

Abwahl von OB Sauerland

Knapp 130.000 (von 364.000 stimmberechtigten) Bürger haben im Februar ihr Stadtoberhaupt aus dem Amt gejagt: Am 12. Februar 2012 fand der mit Spannung erwartete Bürgerentscheid über die Abwahl des OB der Stadt Duisburg statt. Das klare Ergebnis: Er wurde mit 35,52 % der Stimmen aller Wahlberechtigten abgewählt, nötig waren nur 25%. Der seit dem Todesdesaster der Loveparade massiv in der Kritik stehende OB Sauerland musste seinen Stuhl räumen. Der Weg war frei für einen politischen Neuanfang.

Initiative Neuanfang

Der Initiative Neuanfang für Duisburg war es im Herbst 2011 gelungen, 79.149 Unterschriften für einen Abwahl-Bürgerentscheid zusammen zu bekommen. Am 12. Februar, dann die Entscheidung. Einen Monat später, am 13. März, wurde von der SPD die Kandidatur von Sören Link für das Amt des Oberbürgermeisters bekannt gegeben. Die Suche nach einem Konsens-Kandidaten aller an der Abwahl beteiligten Gruppen war damit gescheitert. 13 Männer und Frauen bewarben sich so dann um das Amt des 1. Bürgers der Stadt. Bei der Wahl am 17. Juni erhielt Link 48,3 % der Stimmen, er verfehlte damit knapp die absolute Mehrheit. Bei der Stichwahl am 1. Juli wurde er dann mit 71,96% der Stimmen zum neuen OB von Duisburg gewählt.

NRW-Wahl in Mai

Ein vierter Urnengang für die Bürger fand mit der NRW-Wahl am 13. Mai statt. Rot-Grün gewann die Mehrheit, die CDU fuhr das schlechteste Ergebnis seit dem Krieg ein.

Sparen, sparen, sparen

Dass die Stadt hätte längst zum Insolvenzgericht gehen müssen, wenn sie ein Unternehmen wäre, ist lange bekannt: Jedes Jahr ein Millionen-Loch im Haushalt und ein Schuldenberg von zwei Milliarden Euro. In diesem Jahr gibt es jedoch erstmals Licht am Tunnelende: Das Land schießt 53 Mio Euro hinzu, dafür musste die Stadt wieder sparen, kürzen und Steuern erhöhen, nicht nur die Oper stand zur Debatte. Der Etatausgleich ist dafür nach Jahrzehnten erstmals in Sichtweite: Allerdings auch erst 2021. Und auch nur, wenn sich alles so entwickelt, wie es der über zehn Jahre angelegte „Haushaltssanierungsplan“ vorsieht. Also: Die nächste Tränenliste kommt bestimmt.

Immer wieder Bombenfunde

An Bombenfunde haben sich die Duisburger gewöhnt: Allein in diesem Jahr mussten sechs Kriegsrelikte entschärft werden. Für das größte Chaos sorgte dabei der letzte Bombenfund am 27. November: Wegen des Säurezünders musste die Bombe sofort gesprengt werden, was sich aber um vier Stunden bis in die Nacht verzögerte. 10.000 Anwohner wurden evakuiert, die A40 im Berufsverkehr gesperrt, der halbe Weihnachtsmarkt geräumt . Zeitgleich stand in der Innenstadt eine alte Turnhalle in Flammen, was den Verkehr völlig lahmlegte. Auch im April mussten Teile der City evakuiert werden, als direkt neben dem Hauptbahnhof eine Bombe gefunden wurde.

Der allgegenwärtige Mercator

Zwei große Jubiläen - 500 Jahre Mercator und 100 Jahre Theater

Den 500. Geburtstag von Gerhard Mercator feierte Duisburg im ablaufenden Jahr. Der große Gelehrte wurde in Rupelmonde in Flandern am 5. März 1512 als Gerhard Krämer geboren , studierte in Leeuwen u.a. Philosophie und Mathematik. Er fertigte mathematische Instrumente und nahm Landvermessungen vor. 1551 lud ihn Wilhelm der Reiche ein, Professor für Kosmografie an der neu zu gründenden Universität Duisburg zu werden. Mercator nahm das Angebot an und übersiedelte 1552 nach Duisburg. Von 1559 bis 1562 war er am neugegründeten Duisburger Akademischen Gymnasium, dem heutigen Landfermann-Gymnasium, als Lehrer für Mathematik und Kosmografie tätig. Mercator starb 1594 als angesehener und reicher Mann in Duisburg.

Ebenfalls Geburtstag hat in diesem Jahr das Stadttheater , das 1912 eröffnet wurde. Die Bürgerschaft war es damals, die das Geld sammelte, um den Duisburgern einen Musentempel zu schenken, der auch 100 Jahre später noch Kultur verbreitet. Von 1117 Plätzen aus genießen die Zuschauer die Vorstellungen der DOR oder Theater-Gastspiele.

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Kommentare
29.12.2012
01:45
Hallo Herr Siegel - Ich würde ganz sicher viel lieber LOBEN WOLLEN...(!) - DAS kann ich aber nicht...
von JoachimMutz | #3

...weil die Leistungen der freiwilligen Mandatsträger als auch der bezahlten Top-Kräfte eben NICHT stimmen!
Und solange es kein eindeutiges...
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Themen, die 2012 in Duisburg für Schlagzeilen sorgten
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http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/die-grossen-themen-des-jahres-2012-in-duisburg-id7429419.html
2012-12-28 12:59
Duisburg, Jahresrücklblick, Oberbürgermeister, Sören Link, Abwahl, Sauerland, Loveparade, Bombenfunde, Gerhard Mercator, Mercatorhalle, Stadttheater, Bahnhofsplatte, Lehmbruck-Museum
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