Die große Kunst des asiatischen Papierfaltens

Papier setzt der Kreativität keine Grenzen – zumindest wenn die koreanische Künstlerin Wanni Lee es bearbeitet. Ein Ausschnitt ihres Schaffens ist nun im Evangelischen Bildungswerk Duisburg in Duissern, Hinter der Kirche 34, zu bewundern. Wer ihre Auseinandersetzung mit der Papierfaltkunst Origami in vielfältigen Variationen und Kombinationen erleben will, kann die Kunstwerke dort bis zum 26. März 2015 zu den Kurszeiten des Bildungswerkes (montags bis donnerstags 8.30 bis 18 Uhr und freitags von 8.30 bis 12 Uhr) sehen. Der Eintritt ist frei.

Die in Duisburg lebende Künstlerin Wanni Lee wurde 1958 in Seoul in Südkorea geboren. Dort begann sie auch ihre künstlerische Ausbildung, die sie an der Ewha Womans Universität Seoul im Fach Keramik abschloss. Nachdem sie 1986 nach Deutschland gekommen war, setzte sie von 1988 bis 1993 ihre Ausbildung durch ein Aufbaustudium, Fachrichtung freie Kunst, an der FH Niederrhein (Krefeld) mit dem Abschluss als Diplom-Designerin, fort.

Wanni Lees künstlerisches Tätigkeitsbereich hat dabei eine Reihe von Wandlungen durchlaufen. Begann sie nach ihrer keramischen Ausbildung eher im traditionellen Stil zu arbeiten, änderte sich dies während ihrer Ausbildung in Krefeld, wo sie die Verbindung von Keramik mit Malerei erlebte und so neue Raumstrukturen schafft. Eine andere Phase ist bestimmt durch die Arbeit in einem Skulpturenpark, wo sie einerseits die Möglichkeiten der Keramikerin nutzt, figurativ zu arbeiten, andererseits ihre zeichnerischen und grafischen Möglichkeiten nutzt, um auf Papier zu arbeiten.

Seit 1990 ist Wanni Lee als freischaffende Künstlerin tätig. Neben der Teilnahme an zahlreichen Ausstellungen und Symposien im In– und Ausland war sie 1999 maßgeblich an der Organisation des Bildhauerei-Symposiums des Westfälisches Industrie-Museums in Lage beteiligt. Von 2002 bis 2011 war sie Dozentin bei VHS in Paderborn im Bereich Kunst tätig. Zudem war sie von 1996 bis 2001 Auslandskorrespondentin für die südkoreanische Publikation Ceramic Art Monthly.