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Wintereinbruch

Die Flockenpracht, die in Duisburg reichlich Ärger macht

14.01.2013 | 18:50 Uhr
Die Flockenpracht, die in Duisburg reichlich Ärger macht
Auch auf der A 42 in Fahrtrichtung Dortmund kam der Verkehr über Stunden nur im Schritttempo voran – wie hier am Landschaftspark Nord in Höhe des Autobahnkreuzes Duisburg-Nord.Foto: Volker Herold

Duisburg. Die Flockenpracht, die reichlich Ärger macht: In der Nacht auf Montag erlebte auch Duisburg einen Wintereinbruch mit bis zu 15 Zentimetern Neuschnee. Das sorgte vor allem rund um die Innenstadt für ein Verkehrs-Chaos . Betroffen waren aber auch alle Autobahnen im Stadtgebiet.

Besonders schlimm traf es die A 40 sowie Teile der A 59 und der A 3. Dort hatten sich auf eisglatten und schneebedeckten Straßen mehrere Lkw festgefahren oder quer gestellt. Die Folge: Staus bis zum Abwinken und Tausende , die zur spät zur Arbeit kamen.

Winterdienst bei Nacht konnte das Chaos am Morgen nicht vorbeugen

„Wir waren seit 23 Uhr mit allen sechs Streu- und Räumfahrzeugen unterwegs“, erzählt Hans-Jürgen Busche von der Autobahnmeisterei am Kaiserberg. Doch auch der nächtliche Dauereinsatz der Bereitschaftskräfte, die für die Räumung der Autobahnen sowie der Zu- und Abfahrten zuständig sind, konnte es nicht verhindern, dass kurz nach dem Einsetzen des Berufsverkehrs die unfreiwillige Stauparty begann.

So hatten sich im Kreuz Kaiserberg auf der Tangente, die von der A 40 auf die A 3 in Richtung Oberhausen führt, einige Schwertransporter an dem ansteigenden Teilstück festgefahren. „Wir sind auch mit unseren Fahrzeugen nicht mehr an den Lastern vorbeigekommen, so dass es einige Stunden gedauert hat, bis wir dann endlich an der richtigen Stelle streuen konnten“, berichtet Busche.

Wirtschaftsbetriebe waren leicht überrascht

Für die Räumung der städtischen Straßen sind die Wirtschaftsbetriebe verantwortlich. Rund 100 ihrer Kräfte waren gestern ab 4 Uhr morgens in 20 Großstreuern, 26 Kleinstreuwagen sowie in 28 Kolonnen zu Fuß unterwegs, um Straßen und Gehwege zu räumen. Das erklärte Sprecher Volker Lange. Der Wintereinbruch sei in diesem Ausmaß nicht vorhersehbar gewesen, da die Wetterdienste in ihren Prognosen nur Schneeregen angekündigt hatten.

Die Wirtschaftsbetriebe wiesen nochmals darauf hin, dass für die Winterwartung der Gehwege die jeweiligen Anlieger verantwortlich sind. Es darf jedoch nur mit Asche, Sand, Sägemehl, Splitt oder Granulat gestreut werden. Streusalz oder andere auftauende Stoffe sind nur in Ausnahmefällen (Eisregen) erlaubt, oder an gefährlichen Stellen wie Treppen, Rampen sowie Brückenauf- oder -abgängen. Der weggeräumte Schnee muss so gelagert werden, dass Verkehr und Wasserabfluss nicht behindert werden.

Riesen-Probleme gab es auch im ÖPNV : Zwar fuhren alle Bus- und Bahnlinien, sie hatten laut DVG-Sprecher Helmut Schoofs jedoch massive Verspätungen. So benötigte die Straßenbahnlinie 903 von Walsum bis in die Innenstadt anderthalb Stunden statt 30 Minuten.

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Kommentare
15.01.2013
17:58
Die Flockenpracht, die in Duisburg reichlich Ärger macht
von hercules150 | #4

Ärger macht nicht die Flockenpracht ist Winter muss man mit Rechnen, Ärger macht wie immer die Unfähigkeit der Verantwortlichen. Große Sprüche klopfen können sie ja alle
und wieder einmal Duisburg die Pleiten, Pech und Pannenstadt, Fortsetzung folgt...........

15.01.2013
10:21
Die Flockenpracht, die in Duisburg reichlich Ärger macht
von HartaberWahr | #3

Jedes Jahr die gleiche Leier:

"Das erklärte Sprecher Volker Lange. Der Wintereinbruch sei in diesem Ausmaß nicht vorhersehbar gewesen, da die Wetterdienste in ihren Prognosen nur Schneeregen angekündigt hatten."

Ich habe gestern nach dem Aufstehen aus dem Fenster gesehen und stand um 05.30 Uhr vor dem Haus, um unseren Gehweg frei zu schaufeln.

Von den (scheinbar perfekt getarnten) Räumfahrzeugen und -kolonnen habe ich allerdings bis heute in Duisburg keine einzige gesehen.

Im Gegenteil, als ich gestern abend nach Hause (Stadtmitte) kam, sah es dort fast genau so aus wie am frühen Morgen, lediglich der Autoverkehr hat den Schnee festgefahren, geräumt hat dort keiner.

Aber das Engagement der Wirtschaftsbetriebe und deren Mitarbeiter ist Duisburg ist ja schon fast legendär.

Fazit:

DUISBURG - wir können alles - außer RICHTIG !!

15.01.2013
04:08
Die Flockenpracht, die in Duisburg reichlich Ärger macht
von vento_011 | #2

Die L60 ist eine Landstraße,daher das L.Soll heißen das Straßen NRW dafür zuständig ist.Genauso wie für den Ruhrdeich und einige andere Straßen.Ist zwar nicht leicht zuverstehen ist aber so

14.01.2013
21:37
Die Flockenpracht, die in Duisburg reichlich Ärger macht
von stefankaehler | #1

Die L60, Zubringer Stadtmitte - Kaßlerfeld war auch am späten Nachmittag/Abend nicht geräumt. Ich kann das wirklich nicht nachvollziehen. Hat denn da niemand Bereitschaft? Wahrscheinlich guckt nur jemand die Tagesthemen und wenn da nichts von Schnee gesagt wird, dann fährt auch niemand rechtzeitig raus und streut. Duisburg hat halt kein Geld und dann muss auch beim Streuen gespart werden.

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