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100 Jahre Theater

Die „Festwiese“ muss wieder sein

01.11.2012 | 11:00 Uhr
Dreimal Operettenstar Käthe Guss: Foto aus dem Film zum 100-Jährigen.Foto: privat

Duisburg. Der Festakt zur Eröffnung des prächtigen neuen Stadttheaters am 7. November 1912, zu dem vornehme Damen und Herren, Geheime Räte und Kommerzienräte bereits ab 16 Uhr in Droschken vorfuhren, begann mit dem Vorspiel der „Meistersinger von Nürnberg“.

Weiter beschreibt Hermann Kewitz in der Festschrift: „Eine als Muse verkleidete Schauspielerin trug vor einer Tempeldekoration und lodernden Feuerbecken den Festspruch vor.“ Es folgten der 1. Aufzug aus Schillers „Wallensteins Lager“ mit Erich Ponto, der später mit der „Feuerzangenbowle“ bekannt wurde.

Familie Flöz mit „Infinita“

Nur einen Programmpunkt erlebt das Publikum auch am Mittwoch, 7. November, wenn um 19.30 Uhr der Festakt zum 100. Geburtstag des Hauses beginnt: Die „Festwiese“, der 3. Aufzug aus Richard Wagners „Meistersingern“. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober spielen die Duisburger Philharmoniker ; es singen der Opernchor und 15 Solisten, die alle dem Ensemble der Rheinoper angehören, worauf Intendant Christoph Meyer besonders stolz ist.

100 Jahre Theater Duisburg

Wagner setzt nicht nur den Schlusspunkt, mit der Ouvertüre zu seiner selten gespielten Oper „Rienzi“ beginnt der Abend auch. Freuen darf sich das Publikum dann auf Familie Flöz, die Ausschnitte aus ihrem gefeierten Stück „Infinita“ zeigt. Das Maskentheater steht für die Sparte Schauspiel, die Michael Steindl leitet. Er hat nicht nur Familie Flöz ans Haus gebunden, sondern auch die Dramatikerin und Regisseurin Ingrid Lausund, die für ihr Stück „Die Zeit...“ gerade in Hamburg mit dem Rolf-Mares-Preis ausgezeichnet wurde. Das Stück, das als Koproduktion mit Duisburg entstanden ist, hat am Freitag, 9. November, Premiere in Duisburg.

Dokumentarfilm

Gespannt sein darf das Publikum auch auf die Premiere des Films „100 Jahre Theater Duisburg“ von Kai Gottlob. Die knapp halbstündige Dokumentation ist aus historischen und neuen Aufnahmen entstanden, bei denen sich Zeitzeugen an wichtige Stationen in der Geschichte des Theaters erinnern. Der Film ist als DVD für 10 Euro im Servicebüro des Theaters erhältlich.

Kein Festakt ohne Reden: Oberbürgermeister Sören Link und Kultur-Staatssekretär Bernd Neuendorf begrüßen das Publikum außerdem tragen sich die Vorsitzenden der Freundeskreise von Oper, Ballett, Philharmonikern und Pro Duisburg ins Goldene Buch ein.

Durch den Abend führt der Kulturjournalist Holger Noltze.

Der Festakt 2012 findet – anders als die Eröffnung vor 100 Jahren – nicht als geschlossene Gesellschaft statt. Der Eintrittspreis hat mit 19,12 Euro symbolischen Charakter. Es gibt noch Karten in allen Platzkategorien im Theater-Servicebüro, Neckarstraße, und im Opernshop, Düsseldorfer Straße.

100 Jahre Theater Duisburg

 

Anne Horstmeier


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