Das aktuelle Wetter Duisburg 11°C
Schule & Umwelt

Die Energiespar-Füchse von morgen

01.10.2012 | 19:01 Uhr
Die Energiespar-Füchse von morgen
Das Plakat mit den besten Energiespartipps zeigen Stina und Deniz aus der Klasse 4a der Marienschule in Homberg.Foto: Udo Milbret

Duisburg. In vielen Klassenzimmern der Marienschule in Homberg hängt am Lichtschalter ein kleiner Zettel, auf dem in großen Buchstaben eine wichtige Botschaft steht: „Drück mich, wenn du gehst“. Denn warum sollte das Licht weiterbrennen, wenn sich niemand mehr zum Lernen im Raum befindet?!? Es sind bedeutsame Kleinigkeiten wie diese, die helfen sollen, Energie in Duisburgs Schulen zu sparen. Gleichzeitig schaffen sie aber auch bei den Kindern ein Bewusstsein, um künftig achtsam und schonend mit Ressourcen umzugehen. In der Schule. Und zu Hause.

Seit 2002 gibt es das „Energiesparprojekt an Duisburger Schulen“ nun bereits. Das hat sich nicht nur durch seine knackige Kurzform „Espadu“ einen festen Platz im Gedächtnis vieler Schüler gesichert. Die Unterrichts-Einheiten sind derart praxisnah, spannend und lehrreich gestaltet, dass beinahe automatisch großes Interesse entsteht.

Insgesamt 94 Schulen beteiligten sich in den vergangenen zehn Jahren bereits an „Espadu“. 40 weitere sollen addiert in diesem und im nächsten Schuljahr hinzukommen. Die ersten drei für 2012/13 sind bereits an Bord. Es sind: die Gemeinschaftsgrundschulen Heinrich-Bongers-Straße (Meiderich), Kirchstraße und Marienschule (beide Homberg ). In letztere luden die Macher gestern zum Ortstermin.

Einsparung: 1,6 Mio Euro

„Durch unser Projekt hat die Stadt in den vergangenen zehn Jahren etwa 1,6 Millionen Euro Energiekosten eingespart“, sagt Peter Heise. Er arbeitet für das städtische Amt für Umwelt und Grün und ist zuständiger Projektleiter. Doch nicht nur die arg geschundene Stadtkasse habe profitiert, so Heise, sondern auch die Umwelt: Etwa 750 Tonnen CO2 können durch das Energiesparen der Schüler vermieden werden. Pro Jahrwohlgemerkt. Seit Projektstart waren es somit rund 7500 Tonnen.

Die Macher freuen sich, dass ihr Projekt in den nächsten drei Jahren mit 125.000 Euro vom Bundesumweltministerium gefördert wird, dieselbe Summe steuert die Stadt Duisburg bei. Doch beim Blick auf die eingesparte Summe lässt sich hier tatsächlich von einer „lohnenden Investition“ sprechen.

Das Umwelt-ABC

Vor Ort umgesetzt werden die Aktionen stets von Projektberater Ecoteam . „Duisburg ist mit so vielen Schulen beteiligt wie keine andere Stadt in Deutschland“, lobt Klaus Pelzer das hiesige Engagement. Er und seine beiden Kompagnons leiten die Fortbildungen für das jeweilige Lehrerkollegium, sie stellen alle Unterrichtsmaterialien und sie haben auch die Hausmeister als wichtige Ansprechpartner entdeckt. Mit ihnen wird nach einer Gebäudebegehung ein Maßnahmenplan entwickelt, was sich in punkto Energiesparen noch alles verbesser lässt.

Für die Klasse 4a der Marienschule steht dieser Extra-Stoff zwar erst seit einer Woche auf dem Lehrplan, aber Klassenlehrerin Claudia Jakob und Lehramtsanwärterin Jana Derler sind selbst erstaunt, wie viele Tipps und Fakten schon haften geblieben sind. Und wie kann man nun ganz einfach Energie sparen? Fast alle zeigen auf und wollen es erzählen.

„Das Licht und die Computer ausschalten, wenn wir gehen!“ oder „Das Fenster zum Lüften nicht auf Kipp stellen sondern einmal kurz und dann ganz öffnen“ lauten die richtigen Antworten. Die Kinder erzählen von ihrem gemeinsam entwickelten Umwelt-ABC und ihren selbst gemalten Bildern zum Thema. Und einen schriftlichen Umwelt-Test hätten auch fast alle mit richtig guten Ergebnissen bestanden. Keine Frage: Hier sitzen die Energiespar-Füchse von morgen.

Thomas Richter


Kommentare
02.10.2012
05:46
Die Energiespar-Füchse von morgen
von silverstone | #1

Wieso schreibt der Verfasser ,dass Hochheide zu Alt-Homberg gehört?
Die Alt-Homberger sind nicht verslumt und auch nicht Teil von Hochheide (Kriminalität).
DANKEIm übrigen habe ich auch eine Meinung zum Artikel!
Er ist zum Teil sehr albern!
Wieso,kann ich auch sagen.Wie kann es sein das Schulen runtergekommene Schulausstattungen haben.Sich Schränke von Ihrem Geld kaufen müssen weil die Stadt/Schulamt nichts rausrückt!Wie kann es sein ,das die Klassenzimmer so dreckig sind,Stäube von draussen,dass die "Putze" trotzdem nur alle jubel Tage kommt.
Ich wünsche den Kindern der Marienschule,dass möglichst wenige Lehrer/innen aus meiner Schulzeit dort verblieben sind.Weil dann hätte keiner was zu lachen von euch gehabt!Herrscht denn immer noch der Filz an der Schule?
Wenn man früher nicht in der Elternpflegschaft war und sein Kind probleme hatte in der Schule,dann wurde dort ganz schnell entschieden für welches fremde Kind das richtige ist.Früher gabs auch keine Migrantenkinder! Früher.....

Aus dem Ressort
Grüne Plakette bald Pflicht in Duisburg
Umweltzone
Im Kampf gegen zuviel Feinstaub in der Luft werden die Verkehrsbeschränkungen in der Duisburger Innenstadt in Kürze verschärft. Ab Juli dürfen nur noch Fahrzeuge mit grüner Umweltplakette in der Innenstadt unterwegs sein. Doch es gibt auch Ausnahmen.
32. Duisburger Radwanderung führt zum Rhein-Herne-Kanal
Freizeit
Hoffen auf die Mithilfe von Wettergott Petrus: Am Sonntag steigt die 32. Auflage der Duisburger Radwanderung. Zwei Touren – über 20 und 50 Kilometer – führen die über 5000 erwarteten Teilnehmer in den Norden der Stadt. Die Veranstalter hoffen, dass es trocken bleibt.
Linke kritisiert Polizei wegen rechter Aufmärsche am 1. Mai
Rechtsextremismus
Eine Woche vor den rechtsextremen Kundgebungen am 1. Mai in der Duisburger Innenstadt kritisiert die Linke, dass die Polizei nicht juristisch gegen den Aufmarsch von NPD und ProNRW vorgehen will. Damit sende sie "den Rechten das Signal, freie Bahn in Duisburg zu haben".
Weinmesse lockt in den Duisburger Landschaftspark
Genuss
„Wein trifft Currywurst“ lautet das eher ungewöhnliche Motto der „7. Baden-Württemberg Classics“: Zu dieser beliebten Weinmesse, die am Samstag und Sonntag im Duisburger Landschaftspark Nord stattfindet, werden wieder 4000 Besucher erwartet.
Duisburger Zoo trauert um Europas ältesten Zoo-Koala
Zoo Duisburg
Der Duisburger Zoo trauert um das Koala-Weibchen Kangulandai. Sie war der erste Koala, der 1995 in einem europäischen Zoo das Licht der Welt erblickte. Mit fast 20 Jahren war Kangulandai der mit Abstand älteste Koala in Europa. Der Zoo hat das altersschwache Tier nun einschläfern lassen.
Fotos und Videos
Nachwuchs bei Familie Wildschwein
Bildgalerie
Wildschweine
MSV holt drei Punkte
Bildgalerie
3. Bundesliga