Die Elterngruppe

Nicht nur die Kinder treffen sich jeden Dienstag im Präsidium, es hat sich parallel auch eine Eltern-Gruppe gebildet. Viele Chormitglieder sind noch so jung, dass sie von ihren Müttern am Proberaum abgeliefert werden. Während die Kleinen drinnen den nächsten Auftritt vorbereiten (es hat schon mehrere gegeben), warten die Erwachsenen draußen bis zur Abreise und überbrücken die Wartezeit in der Sitzgruppe – mit angeregten Plaudereien.

Danial (9) und Vanessa (7) sind von Beginn an mit dabei. „Als ich ihnen den Zeitungsartikel vorgelesen hatte, dass Kinder für einen Chor gesucht werden, wollten sie direkt dorthin“, erzählt Mutter Brigitte Rashid. Alexandra Trocha nickt zustimmend den Kopf: „Bei meiner Navina war es genauso.“ Die Kinder würden seitdem zuhause ständig singen. Und das ist ansteckend. Die beiden befreundeten Mütter haben sich nun selbst einem Frauenchor angeschlossen. Trocha sprach auch Heidi Nasri und Dagmar Fettweiß an, die sie aus der Tagesstätte kannte, die ihre Tochter besuchte. Und auch dieses Duo konnte den eigenen Nachwuchs, Salim (8) und Carla (5), schnell fürs Chorprojekt begeistern. „Meine Tochter erzählt ihren Freunden nun immer: Ich bin jetzt auch bei der Polizei“, erzählt Fettweiß und lacht.

Auch Annalena (8) und Lena (11) sind zur Freude ihrer Mütter Andrea Geis und Karin Giersig so begeistert, dass sie traurig sind, wenn mal eine Probe ausfällt. Neben ihnen sitzt Christiane Klaas. Sie ist die Klassenlehrerin einer Integrationsklasse der Hauptschule Friedrich-Ebert-Straße in Rheinhausen. Und sie hat vier ihrer Schüler zur Chorprobe gefahren. In ihrer Freizeit. „Ich glaube, dass das hier für sie eine große Hilfe ist“, so die Lehrerin.