Die alte Meidericher Sinteranlage ist nun Geschichte

Rund 26 Kilo Sprengstoff brauchte der Sprengmeister, um den Stahl-Koloss zu Fall zu bringen.
Rund 26 Kilo Sprengstoff brauchte der Sprengmeister, um den Stahl-Koloss zu Fall zu bringen.
Foto: Stephan Eickershoff / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Freitagnachmittag verschwanden die Überreste der alten Sinteranlage des Ruhrorter Hüttenwerks. Mit einem lauten Knall sackte die Anlage um 14 Uhr in sich zusammen.

Duisburg.. Es gab es einen lauten Rumms, der auch noch weit über die Stadtgrenze hinaus zu hören gewesen ist. Am frühen Freitagnachmittag endete in Meiderich ein weiteres Kapitel Duisburger Industriegeschichte. Um 14 Uhr wurden an der alten Sinteranlage des Ruhrorter Hüttenwerks die Sprengladungen gezündet. Mehrere Jahrzehnte ist es schon her, dass dort produziert worden war, an das Zeitalter der Schwerindustrie erinnert jetzt nur noch der alte Kamin, der weiter stehen bleibt.

Ob und wann die alte Industrieanlage, in der es 2013 einen tödlichen Unfall gegeben hatte, gesprengt wird, war bis zuletzt offen. Alternativ wurde nämlich versucht, das Gebäude nach und nach abzutragen. Letztlich endschied man sich doch für die Sprengung. Eigentlich hätte die Anlage schon im Frühjahr abgebaut sein sollen, die Abbrucharbeiten verzögerten sich aber um mehrere Monate.

Wenn die Anlage komplett zurückgebaut und das 31 Hektar große Gelände zwischen Beeck und Meiderich aufbereitet ist, soll damit der Landschaftspark Nord erweitert werden. (mawo)