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DGB kritisiert "Armutslöhne"

02.01.2008 | 23:31 Uhr

ARBEITSMARKT. Immer mehr Berufstätige brauchen ergänzende Sozialleistungen.

In Duisburg steigt - trotz guter Konjunktur - das Verarmungsrisiko von Erwerbstätigen. So das Ergebnis einer Auswertung der amtlichen Statistik durch den DGB-Niederrhein.

Im Frühjahr 2007 (April) mussten 4823 Duisburger gezählt werden, die zwar einer sozialversicherten Beschäftigung nachgingen, aber dennoch nicht genug zum Leben hatten. Sie waren auf ergänzende Hartz IV-Leistungen angewiesen, obwohl ihr Nettolohn unter der offiziellen Armutsgrenze lag, mussten sie Beiträge zur Arbeitslosen-, Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung zahlen. Zwischenzeitlich seien 3,3 Prozent aller 144 729 sozialversichert Beschäftigten in Duisburg auf aufstockende Hartz IV-Leistungen angewiesen, so der Vorsitzende des DGB-Niederrhein, Rainer Bischoff. Im Sommer 2005 lag der Anteil der erwerbstätigen Aufstocker hingegen erst bei 1,6 Prozent der Beschäftigten.

Diese Fakten zeigen nach Einschätzung des DGB, dass der Anstieg der auf Hartz IV angewiesenen Geringverdiener weit stärker ist als der der Beschäftigung insgesamt. "Zwar nimmt die Arbeitslosigkeit erfreulicherweise ab, doch die Zahl der prekären - nicht existenzsichernden Jobs - steigt rasant. Ein deutlich ansteigender Anteil der versicherten Beschäftigten wird auf Armutslöhne verwiesen, die der Staat erst auf das gesellschaftliche Existenzminimum anheben muss", so Rainer Bischoff. "Die Dunkelziffer der verschämten Armen trotz Arbeit ist dabei nicht einmal berücksichtigt. Besonders betroffen sind Beschäftigte in der Gastronomie und dem übrigen Dienstleistungsgewerbe. Allein in der Leiharbeit ist jeder achte Beschäftigte auf staatliche Fürsorge angewiesen."

Besorgt äußerte sich Bischoff zugleich über das steigende Verarmungsrisiko auch unter Selbstständigen. In Duisburg zählten zwischenzeitlich 426 Selbstständige zu den Hartz IV Empfängern.

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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