DGB fordert überparteilichen Nachfolger für Duisburgs OB Sauerland
09.02.2012 | 10:19 Uhr 2012-02-09T10:19:00+0100
Duisburg. Der regionale Gewerkschaftsbund ruft für kommenden Sonntag zur Abwahl von Duisburgs OB Sauerland auf - und spricht sich bereits jetzt für einen überparteilichen Kandidaten im Amt des Duisburger Oberbürgermeisters aus. Denn ein Neuanfang dürfe "keine weiteren Polarisierungen hervorrufen".
Dass der Gewerkschaftsbund mit seinen 70.000 Mitgliedern in Duisburg für den kommenden Sonntag zur Abwahl von OB Sauerland aufruft, ist wenig verwunderlich: Der DGB gehört schließlich zum Bündnis, das den Abwahlkampf in den vergangenen Wochen mit bestritten hat. Überraschend ist eher, dass sich im Fall einer erfolgreichen Abwahl von Sauerland der DGB-Vorsitzende Rainer Bischoff bereits jetzt für einen überparteilichen Kandidaten ausspricht.
Gräben in Stadt schließen
„Stellen Sie bei allen Personal-Überlegungen für das zukünftige Stadtoberhaupt persönliche und parteipolitische Interessen zurück. Duisburg benötigt eine Persönlichkeit an der Spitze, die die Stadt wieder geeint repräsentieren kann“, appelliert DGB-Boss Bischoff an die politischen Parteien, den „dann notwendigen Neuanfang auch tatsächlich umzusetzen“.
Die Appell von Rainer Bischoff für Überparteilichkeit ist bemerkenswert. Denn Bischoff ist nicht nur DGB-Boss, sondern sitzt auch seit mehr als zehn Jahren für die SPD im Landtag. Und eigentlich gilt es als unstrittig, dass die SPD als größte Ratsfraktion im Fall einer erfolgreichen Abwahl auch eine gewisse Meinungshoheit bei der Kandidatenfrage für sich beanspruchen wird. Weiß Bischoff also mehr, wer da bereits hinter verschlossen Türen steht, erweist er seiner Partei mit der Forderung einen Bärendienst, oder trennt er einfach fein säuberlich seine beiden Funktionen?
Oder ist der frühe Ruf nach dem Nachfolger, der die Stadt vereint, sogar einfach nur Wahltaktik, um noch möglichst viele für den Entscheid am Sonntag zu mobilisieren?
So oder so: Auch für Bischoff gilt, sich an den Tagen nach einer Abwahl an seinen Worten von heute messen zu lassen. Ingo Blazejewski
Ein Neuanfang müsse das vorrangige Ziel haben, die verschiedenen Gruppen und Menschen in der Stadt wieder zu vereinen. „Die entstandenen Gräben in unserer Stadtgesellschaft müssen möglichst schnell wieder geschlossen werden. Ein Neuanfang darf keine weiteren Polarisierungen hervorrufen“, sagt Bischoff. Die politischen Akteure hätten deshalb „eine ganz besonders hohe Verantwortung“, dass die „geeinte Zukunft absolut im Vordergrund“ steht.

19:01
Wo bleibt die Neutralität des DGBs,In der Gewerschaft sind viele Nicht-SPD-Wähler
WIe kann dieser Bischoff im Namen der Gewerkschaft gegen Sauerland sein.
Er hat nicht den Auftrag der einzelen Mitglieder,also kann er nur sagen,daß er
gegen Sauerland ist,Alles andere steht im nicht zu.
17:52
Das ist genau der richtige Weg. Es muss ganz eindeutig ein überparteilicher Oberbürgermeister nach Duisborg kommen um auch den Verwaltungsangestellten wieder ein Miteinander dasein zu vermitteln. Ich glaube ,dass es in den anderthalb Jahren mehrere Brüche zwischen den einzelnen Abteilungen gegeben hat, und aus dem Grunde schon alleine, ist ein überparteilicher Oberbürgermeister die beste Lösung und wenn die SPD sich daran orientieren will ziehen ich mein Hut.
16:53
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16:26
und den freien kandidaten gibts ja auch
oberbuergermeisterduisburg.wordpress.com
16:10
Die ganze Republik schaut auf Duisburg. Alle anständigen Deutsche drücken der demokratischen Bewegung der Duisburger die Daumen und schicken aufmunternde Grüße. Diese Mitbürger werden wir nicht enttäuschen, weil wir am 12.2. zu Adolf S. sagen: Jetzt ist Schicht im Schacht, verpiss dich.
Aber noch nicht mal das können wir rufen, weil der ehrenwerte Herr mal wieder erkrankt ist. Genau zur richtigen Zeit. Zu feige sich dem Votum zu stellen, zu feige seine Niederlage persönlich abzuholen.
Pfui Teufel!
15:03
Mimi Müller...das wäre doch was.
Aber schöne Nebelbombe vom DGB... Es wird doch eh zwischen Sööööören und dat Bääääääberl entschieden wer denn antreten darf....
Zum Glück werden die es am Sonntag nicht schaffen und alles bleibt beim alten....
14:58
Naja, wers glaubt!?
Die SPD geht doch vorsoglich schon mal davon aus, dass sich sowieso kein erstklassiger, neutraler und überparteilicher Kandidat finden lässt, der sich freiwillig auf den Schleudersitz Oberbürgermeister in Duisburg hieven lässt. Und mangels Alternativen würden dann im Fall der Fälle alle diejenigen die von der SPD im möglichen Kandidaten-Spekulation-Rennen, das As aus dem Ärmel ziehen und sagen, dann mach ich es eben.
Aber da Adolf Sauerland am Sonntag nicht abgewählt wird, muß man sich über dieses was wäre wenn, keine Gedanken machen!
Am Sonntag NEIN ankreuzen, um OB Sauerland zu unterstützen und zu stärken, damit er mit voller Tat- und Schaffenskraft, die Hetzkampagne hinter sich lassen kann und wieder zum Wohle Duisburgs ackern wird, wie in den letzten Jahren.
AM SONNTAG NEIN NEIN NEIN und nochmals NEIN sagen zu Haß, Lügen, Verleumdungen und Spaltung dieser Stadt durch diese unsägliche Abwahlinitiative aus SPD, Neidern, Berufsnörglern und verbitterten Leutchen.
Wem Duisburg am Herzen liegt, mit einem erfolgreichen und starken OB Adolf Sauerland an der Spitze der stimmt ganz klar mit NEIN!
Also, zunächst einmal wird der OB natürlich abgewählt. Seit wann hat die SPD ein Ass? Da sind vielleicht Leute, die es gern würden, aber mit Ass wenig zu tun haben. Ausserdem kann nicht jemand dahergelaufen kommen und sagen "Ich mache es", sondern der OB muss ordnungsgemäss gewählt werden von den Bürgern!
Wem Duisburg am Herzen liegt, der schickt den OB am Sonntag in die Wüste, damit die Stadt wieder durchatmen kann und die tiefen Gräben verfüllt werden können. Dem OB wird das auch zugutekommen, weil er dann ohne falsche Freunde in aller Ruhe über das nachdenken kann, was passiert und was sein Anteil daran ist.
Muhaha, manchmal hat er angeblich Schulter, jetzt hat er angeblich Grippe.
Ein kränkelnder OB tut der Stadt nicht gut :-))
Sehen Sie doch mal das Positive: wenn der OB weg ist, kann sich die CDU auf den Innenminister einschießen (nach den letzten Enthüllungen).
Schöne Grüße von einem verbitterten CDU-Wähler
13:32
Überparteilich, also einer für alle Bürger, also einer der keine eigene Meinung hat, schließlich muss er für alle Meinungen stehen. Was soll das?
Sie müssen da etwas falsch verstanden haben. Es soll gerade jemand mit einer eigenen Meinung sein und nicht mit einer Parteimeinung. Ja, und er soll für alle Bürger da sein, nicht nur für die CDU-Freunde.
Sie verstehen nicht so recht. Es gibt nicht die eine Meinung aller Bürger auf der einen und verschiedene Meinungen von Parteien auf der anderen Seite. Es gibt verschiedene Meinungen von Bürgern, die von Parteien im Rahmen derer Ausrichtungen aufgenommen werden.
Niemand kann für alle Bürger gleichzeitig stehen, allenfalls mit Populismus hinter den rasch wechselnden am lautesten geäußerten Meinungen hinter her rennen.
"Wer es allen will rechtmachen, ist ein Narr in allen Sachen" sagt schon ein altes Sprichwort. Natürlich kann auch der talentierteste OB es nicht allen gleichzeitig rechtmachen. Darum geht es doch nicht. Er soll lediglich nicht parteiideologisch geprägt sein, weil das erfahrungsgemäss den Blick für vieles verstellt. Die Parteienvielfalt ist ohnehin im Rat gegeben. Wenn jemand dem Ratsspektrum neutral gegenübersteht, ist es viel einfacher.
12:38
Da wird es der stramme Partei-Soldat Bischoff so halten wie weiland Müntefering:
"Es ist unfair, nach der Wahl die Parteien an ihre Versprechen zu messen".
12:36
Und der Herr Bischoff meint sich wohl selbst damit, denn nomen est omen.