DGB fordert Qualifizierung für Arbeitslose

„Die Tendenz bei der Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Duisburg ist leicht positiv,“ so die DGB-Vorsitzende Angelika Wagner. „Und das trotz der vielen Unkenrufe, der gesetzliche Mindestlohn werde unzählige Arbeitsplätze kosten.“

Man wolle die „zarten Erfolge“ nicht schlechtreden, aber weitere Anstrengungen seien erforderlich. Eine Verbesserung der Arbeitslosenquote um 0,2 % auf 13,2 % sei nämlich kein Grund zum Jubeln. Wagner: „Diese Quote ist weiterhin die höchste in Nordrhein-Westfalen. Auch wenn wir die Verbesserung in der Statistik positiv wahrnehmen, fällt doch die schwächere Entwicklung auf.“ Die übliche Frühjahrsbelebung habe im Ruhrgebiet für einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr gesorgt, in Duisburg seien es 3,6 Prozent im Vorjahresvergleich.

Ein großer Teil der Arbeitslosen seien Un- und Angelernte. Da die positive Arbeitsmarktentwicklung größtenteils auf einer stärkeren Nachfrage nach Arbeitskräften beruht, sei es nun nötiger denn je, passende Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen anzubieten: „Arbeitslose Menschen sind das Fachkräftepotenzial der Zukunft.“