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Der Weg für die Loveparade ist (fast) geebnet

15.07.2010 | 00:00 Uhr
Der Weg für die Loveparade ist (fast) geebnet
Foto: Stephan Eickershoff/WAZFotoPool

Duisburg.Löcher zugeschüttet, Gebäude abgerissen, Gestrüpp entfernt: Das ehemalige Güterbahnhofsgelände ist bereit für die Loveparade. Oder zumindest so gut wie bereit... Ein Rundgang rund anderthalb Wochen vor dem Mega-Event.

Die metertiefen Löcher und Krater, die hier vor wenigen Wochen überall im Boden klafften, sind zugeschüttet. Die baufälligen Gebäude, die im Laufe der vergangenen Jahre vor sich hin gammelten, sind abgerissen. Das wilde Gestrüpp, das sich in Richtung der angrenzenden Bahngleise breit machte und gen Himmel rankte, ist gerupft. Und der letzte verbliebene Baum ist ebenso mit Gitterzäunen umrahmt wie das gesamte Gelände des alten Güterbahnhofs. Der erste Eindruck beim Rundumblick lautet: Die Loveparade kann kommen.

Genau hier sollen in anderthalb Wochen also bis zu einer Million Menschen schwitzen und tanzen. Genau hier soll also für einen Tag das Mekka der europäischen Raver-Szene entstehen. Genau hier wird eine der Vorzeigeveranstaltungen der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 über die Bühne gehen. Da erscheint es wichtig, sich im Vorfeld ein Bild über den Stand der Umbau- und Aufbau-Arbeiten zu machen.

Vorsicht, Schotter!

Was schon bei den ersten Schritten auffällt, ist der grobe Schotter, der auf dem gesamten Gelände als Untergrund dient. Hierüber gilt es an jenem Samstag, 24. Juli, für alle Besucher zu flanieren. Der Boden ist geebnet, allzu leichtes Schuhwerk könnte aber ein Risiko für Füße und Zehen der Partypeople bedeuten.

Überall auf dem Gelände wird malocht. Hier ziehen einige Arbeiter in Kletter-Utensilien ein Gerüst hoch. Dies soll einmal die Medienbrücke werden, von der aus das Geschehen auf der Hauptbühne im TV übertragen bzw. fotografiert werden soll. Dort hinten auf dem Gebäude wird das alte Glasdach gegen eine neue, strahlend weiße Abdeckung ausgetauscht. Lkw rauschen im Drei-Minuten-Takt auf die Baustelle. Vorbei lassen die Kräfte des Sicherheitsdienstes aber nur jene Fahrzeuge mit dem entsprechenden Durchfahrtsschein.

Die extra errichtete Straße, auf der sich am Tag der Loveparade die Floats den Weg durch die Massen bahnen, verströmt noch den Charme des Provisorischen. Alles nimmt Gestalt an, aber nichts ist schon richtig fertig. Es bleiben ja noch ein paar Tage Zeit. . .

Thomas Richter

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Kommentare
27.07.2010
20:06
Der Weg für die Loveparade ist (fast) geebnet
von Benbey | #49

Makaber, wenn ich manche Kommentare nach der Tragödie jetzt hier lese, die ja alle davor geschrieben wurden.

Und doch zeigen sie eines: das plumpe steuerzahlende Fussvolk hatte einen besseren Verstand als dieser OB Sauerland oder Herr McFit Schaller.

Einen größeren Imageschaden konnte Sauerland seiner hochverschuldeten öden Stadt nicht antun! Zukunft verspielt. Abtreten!!!

22.07.2010
10:20
Der Weg für die Loveparade ist (fast) geebnet
von Alex | #48

...das hat nichts mit kaputtreden zu tun. Das sind vorgegebene Fakten die nur ins Chaos führen KÖNNEN. Oder wie nennt man eine Organisation, bei der mind. 1.000.000 (EINE MILLION) Menschen erwartet werden - man aber gerade mal für 270.000 Platz geschaffen hat.... Das ist IRRSINN!!!

21.07.2010
13:31
Der Weg für die Loveparade ist (fast) geebnet
von Schlenger | #47

schade das man diese veranstaltung so kaputt redet

20.07.2010
14:50
Der Weg für die Loveparade ist (fast) geebnet
von Public Enemy | #46

Ich verstehe nur (Duisburg Haupt-)Bahnhof. Kann mir jemand mal erklären, warum ein Tekkno-Karnevalsumzug auf einem brachliegenden Schotterplatz angeblich mehrere Millionen Euro Kosten verursacht???? Gipsbeine können doch ernsthaft nicht soviel kosten.....

19.07.2010
07:42
Der Weg für die Loveparade ist (fast) geebnet
von Entsetzt | #45

Glaubt wirklich irgend jemand, dass der geebnete Schotter brav liegen bleibt, nachdem die ersten zehntausend Leute darüber gelatscht sind? Hat schonmal jemand versucht auf Schotter zu tanzen? Das muss alles ein Witz sein! Ich sehe schon hunderte blutige Knie vor meinen Augen. Auf welchem TV Sender kann man sich dieses Massensterben denn anschauen?

17.07.2010
14:53
Der Weg für die Loveparade ist (fast) geebnet
von Martin | #44

Es ist einfach nur peinlich, was die Verantwortlichen im Ruhrgebiet aus der Loveparade gemacht haben. Einzig die Veranstaltung in Essen war akzeptabel. Dortmund war schon entwürdigend und Bochum lies es einfach ausfallen - war wohl für alle beteilgten das Beste. Und Duisburg? Ne Leute, da werd´ ich den Verantwortlichen den Gefallen tun und NICHT kommen. Und genau dass scheint ja dann auch das Ziel zu sein. So viele wie möglich schon im Vorfeld abzuschrecken. Hallo Ruhrgebietsverantwortliche! So wird das nix mit dem aufpoliertem Image. So wird es immer der dunkle, schmutzige Pott bleiben. In Berlin bekommen die Raver eine Prachtmeile, im Pott gibts nur ne alte, notdürftig hergerichtet Industriebrache mit hohem Verletzungsrisiko.
Schade!

16.07.2010
22:53
Der Weg für die Loveparade ist (fast) geebnet
von tacofresser | #43

Mal ne Frage an die Redaktion: Habt ihr denn mal beim Veranstalter nachgefragt, wieviele Leute auf das Gelände passen, bzw. Einlass bekommen werden? Und wieviele Leute realistischerweise erwartet werden? Und was soll mit all den Leuten passieren, die von wer-weiss-woher angereist sind und nicht mehr eingelassen werden?
Bin mal gespannt auf die Antworten

16.07.2010
19:43
Der Weg für die Loveparade ist (fast) geebnet
von hj | #42

Wenn es so wie früher wäre würden sich die Besucher online absprechen und einfach eine Stadt weiter treffen und mit eigenen Soundsystems auf der Straße abfeiern.
Leute, trefft euch einfach in Moers und macht wieder eure eigene Party:-)

16.07.2010
14:10
Der Weg für die Loveparade ist (fast) geebnet
von Ekel Alfred | #41

Jaaaa, erzähl mal!!! ;)

16.07.2010
14:06
Der Weg für die Loveparade ist (fast) geebnet
von FLIP-TecH | #40

Man muss sich nur auskennen in der Szene, dann gibt es unzählige Afterparties...also ich weiß wo ich hingehe...

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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