Der Tanz um das Theater am Marientor in Duisburg geht weiter
29.06.2012 | 11:09 Uhr 2012-06-29T11:09:00+0200
Duisburg. Der Musical-Unternehmer DeMarco macht einen neuen Anlauf, um das Theater am Marientor (TaM) doch noch zu kaufen. DeMarco will das Musical „Braveheart“ nach de gleichnamigen Film mit Mel Gibson in Duisburg auf die Bühne bringen. 2010 war dieses gescheitert, weil die Finanzierung weggebrochen ist.
Bei den Bemühungen um den Verkauf des Theaters am Marientor steht plötzlich wieder ein Interessent auf der Matte, der die schmucke Spielstätte schon einmal übernehmen wollte: Wolfgang DeMarco , der Musicalbetreiber aus Wien, der Mann, der seit 2007 das Musical „Braveheart“ nach dem gleichnamigen Film mit Mel Gibson auf die Bühne bringen möchte, bisher allerdings scheiterte.
Nach einem Anlauf in Bremen, hatte De Marco bereits 2010 das Theater am Marientor im Visier. Als Finanzierungspartner trat damals Wosiga auf, die das Theater für vier Millionen Euro kaufen wollte. Der Kauf scheiterte allerdings, weil der Dresdener Immobilienfirma die Finanzierung wegbrach.
TaM könnte Musicalhaus bleiben
Jetzt nimmt der Wiener einen erneuten Anlauf. „Wir sind in ganz guten Gesprächen“, bestätigte Gebag-Chef Utz Brömmekamp auf Nachfrage der NRZ. Der Ausgang sei noch zwar noch vage, die Option aber „keinesfalls eine Luftnummer“. Und: „Es ist die präferierte Lösung, denn wir würden das Theater wie geplant verkaufen können und in diesem Fall würde es sogar ein Musicalhaus bleiben“.
DeMarcos Pläne haben offenbar nicht nur in der Gebag-Zentrale an Tiergartenstraße Eindruck hinterlassen. „Das Konzept ist gut“, sagt Brömmekamp. Vor allem sollen aber auch die Banken von den Plänen de Marcos überzeugt sein. Und die Finanzierung war eben auch der Knackpunkt, als DeMarco vor rund zwei Jahren mit der Wosiga auf der Matte stand.
Für die Gebag und ihr Tochterunternehmen DBV als TaM-Eigentümerin ist die Auswahl ohnehin nicht groß. Von den Möglichkeiten, die für die Zukunft des Theaters auf dem Tisch liegen, sei eben jene Kaufoption derzeit die „belastbarste“, sagt Brömmekamp. Alldieweil noch eine Kreditrate für den Kauf des Theaters bezahlt werden muss, die die Bank bis Jahresende gestundet hat.
An der derzeitigen Vermarktung des Theaters für Veranstaltungen ändern die Gespräche freilich nichts. Im Herbst, spätestens im Oktober, soll sich der Vorhang wieder öffnen. Immer neue Veranstaltungen kommen hinzu, berichtet Brömmekamp, inzwischen gebe es einen groben Plan, der bis in den Mai des kommenden Jahres reicht. Ausschlaggebend für die anstehende Wiedereröffnung des TaM sind zuerst wirtschaftliche Gründe und keine künstlerischen Ansprüche. „Wir haben dafür keine besondere Vermarktungsstrategie. Wir nehmen alle Veranstaltungen, die dort möglich sind, um einfach die Fixkosten zu senken“.

11:12
… ich hätte nicht gedacht, dass sowas von Ihnen kommt. Da muss der Übermut ob der erfolgreich verteidigten Ansiedlung des Möbel-Wahns bei Ihnen schlussendlich in Arroganz und Überheblichkeit umgeschlagen sein. Na da schau mal guck, wie man sich doch täuschen kann...
07:54
Mit der Schließung des TaM ist das Kulturleben in Duisburg ärmer geworden.
Warum ist man in Duisburg nicht in der Lage das zu tun, was in Dortmund und Bochum selbstverständlich wäre?
23:24
Der Witz ist gut: Nervende Dauernörgler wie vongraphos reden von aktiver und kreativer Mitgestaltung!
19:30
Wo hat denn diese Wogisa Ltd. schnickschnackschnuck und Co und KG und und und plötzlich einen Geldgeber her?
Herr Brömmekamp, Aufklärung tut Not, oder fahren Sie jetzt die gleiche Nummer wie Frau Wolf-Kröger, die das damals auch nicht geprüft hat.
12:07
"Ausschlaggebend für die anstehende Wiedereröffnung des TaM sind zuerst wirtschaftliche Gründe und keine künstlerischen Ansprüche."
Klasse Satz, Herr Brömmekamp. Damit weisen Sie derzeit (und wahrscheinlich unbeabsichtigt) als einziger in dieser Stadt darauf hin, wie es um unsere Zukunft bestellt ist: Duisburg wird sich mit dem zufrieden gegen müssen, was es serviert bekommt. "Friss oder Stirb!", kann man da auch sagen. Die Zeit der aktiven und kreativen Mitgestaltung ist endgültig vorbei, die Stadt formen ist Utopie, die wirtschaftliche und soziale Konkurrenzfähigkeit ist längst verloren. Was bleibt? Alles rennet, rettet, flüchtet. Wenn er/sie denn kann…