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Der Müllwagen-Test und ein Kunstwerk

23.01.2015 | 00:11 Uhr

Die Friedrich-Ebert-Brücke wurde am 18. Dezember runde 60 (wir berichteten). Aus Anlass des runden Geburtstages hatten wir Sie, liebe Leser, darum gebeten, uns von ihrer Verbindung zu diesem Bauwerk zu berichten. Hier einige Zuschriften.

Über den WAZ-Bericht über den Bau der Friedrich-Ebert-Brücke habe ich mich sehr gefreut. Als elfjähriger Schüler war ich damals mit der gesamten Schülerschaft inklusive Lehrkörper der katholischen Volksschule an der Homberger Straße in eisiger Kälte auf der Brücke anwesend, um an den Eröffnungsfeierlichkeiten teilzunehmen. Ich glaube mich daran zu erinnern, dass es während der Bauzeit einen tödlichen Unfall gab. Ein Arbeiter ist damals von der Brücke abgestürzt und im Rhein ertrunken. Seit diesem Vorfall patrouillierte täglich ein Motorboot unterhalb der Baustelle auf dem Rhein.

Aus Krankheitsgründen konnte ich an der Eröffnungsfeier leider nicht teilhaben. Ich war damals 18 Jahre alt. Tage nach der Eröffnung erhielt ich Post von meiner ehemaligen Kunstlehrerin von der Ruhrorter Käthe-Kollwitz-Schule (heute: Aletta-Haniel-Gesamtschule). Sie schickte mir eine Postkarte, die vorne meine im Jahr 1952 im Kunstunterricht erstellte Tonfigur „Heiliger Christopherus“ zeigte. Auf der Rückseite der Karte stand: „Aus dem Kunstunterricht der Käthe-Kollwitz-Schule zur Eröffnung der Ruhrort-Homberger Rheinbrücke“. Mein entsetztes Erstaunen war groß. Ich war weder gefragt worden, noch hatte ich eine Genehmigung erteilt. Die Figur stand 1952/53 in der Schulvitrine zur Schau. Auf mein Bitten, sie mir nach der Verlassen der Schule zurückzugeben, erhielt ich nur einen Klumpen Ton. Ich solle mir eine neue Figur formen, hieß es. Ich war nicht einverstanden, schrieb die Lehrerin mehrmals an, erhielt jedoch keine Antwort. Bis heute bin ich traurig, denn mein berühmt gewordener Christopherus blieb verschwunden. Waltraut Stienissen

Mein Vater war Schiffsführer auf dem Rhein und fuhr während der Bauzeit täglich von Wanheim nach Schwelgern, Walsum oder Homberg. Er hat dabei eine Vielzahl von Fotos zu den unterschiedlichen Baufortschritten gemacht. An ein Foto, es muss kurz vor der Freigabe entstanden sein, erinnere ich mich besonders: Als Belastungsprobe standen, wie an einer Perlenschnur aufgereiht, über die gesamte Länge der Brücke Müllwagen. Norbert Oho

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Der Müllwagen-Test und ein Kunstwerk
Der Müllwagen-Test und ein Kunstwerk
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2015-01-23 00:11
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