Der kleine Teil der guten Duisburger Stube ist fertig

Im Publikum saß anlässlich der Eröffnung des „kleinen“ Saals der Mercatorhalle am Freitagabend ein bunter Querschnitt der Duisburger Bevölkerung
Im Publikum saß anlässlich der Eröffnung des „kleinen“ Saals der Mercatorhalle am Freitagabend ein bunter Querschnitt der Duisburger Bevölkerung
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Bei der Eröffnung des „Kleinen Saals“ in der Mercatorhalle traf sich ein bunter Querschnitt der Duisburger Bevölkerung. Mozart als Klanggenuss.

Duisburg.. „Sieht doch eigentlich genauso aus, wie vorher“ – das sagten die ersten Eröffnungsgäste, die den frisch renovierten „Kleinen Saal“ der Mercatorhalle am Freitagabend neugierig betraten.

In der Tat: Die viele Arbeit, die in den vergangenen 28 Monaten dort hineingesteckt wurde, sahen die Besucher dem sanierten Konzertsaal oberflächlich nicht sofort an. Denn: Der Pfusch-Teufel steckte im Detail. Nämlich hinter den Wandverkleidungen und in den Rohrsystemen, in der Bühnentechnik und in der Statik.

OB Link bei der Eröffnungszeremonie

Zur „kleinen“ Eröffnung begrüßte OB Sören Link „einen bunten Querschnitt durch die Duisburger Stadtbevölkerung“ und zeigte sich erleichtert und froh, den Duisburgern „zumindest einen Teil ihrer guten Stube“ wieder zugänglich machen zu können.

„Ich war gerade zwei Monate im Amt, als ich die wichtigste Veranstaltungshalle unserer Stadt von heute auf morgen schließen musste“, blickte der OB zurück. Und lobte die „solide, konsequente und zügige“ Umsetzung der nötigen Baumaßnahmen durch Projektleiter Thomas Krützberg und das Immobilien-Management Duisburg (IMD). „Wir haben aus den Fehlern gelernt, die beim Bau der Halle gemacht wurden“, meinte Link im Hinblick auf den bestehenden Zeitdruck. „Mit uns wird es keine Abstriche bei der Sicherheit geben.“

„Endlich!“ fasste Kulturdezernent Krützberg in einem Wort seine Gefühle zur Fertigstellung der kleinen Halle zusammen. „In meinem Leben als Projektleiter, nebenamtlicher Geschäftsführer der Duisburg Marketing und auch als Kulturdezernent ist das heute ein fröhlicher Tag“, sagte Krützberg und entschuldigte sich bei allen IMD-Mitarbeitern für seine gelegentlichen Anfälle von Ungeduld in den vergangenen Monaten.

Krützberg lobt Zusammenarbeit

Er bedankte sich zudem bei Baudezernent Carsten Tum für die gute, enge Zusammenarbeit bei diesem Projekt. Die werde weiterbestehen, bis im nächsten Jahr auch die große Halle fertiggestellt sei. „Die Mercatorhalle hat einen hohen Wert für die Duisburger Seele“, sagte Krützberg. Gut für die Seele war aber auch die Musik des Abends: Ein Bläseroktett der Duisburger Philharmoniker spielte die vier Sätze der Serenade in C-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart.

Nicht nur die Halle war gefüllt. Auch im Gastronomiebereich des City-Palais waren die Tische, etwa vor dem Weinlokal, gut besetzt. „Ich bin froh, dass die Gastronomiebetriebe im Haus bis jetzt durchgehalten haben“, sagte CDU-Ratsfrau Sylvia Linn beim anschließenden Sektempfang. „Für die war die lange Schließung auch eine Durststrecke und der heutige Abend ist ein positives Signal, dass es jetzt allmählich wieder aufwärts gehen kann.“