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Der große Frust

25.11.2009 | 20:31 Uhr

Bei den Studenten kochten die Emotionen hoch, als Innovationsminister Andreas Pinkwart heute im Audimax der Duisburger Uni zur Diskussin zur Verfügung stand. Schon zuvor war es zu Handgreiflichkeiten zwischen privaten Sicherheitskräften und Studierenden gekommen.

Aus Wuppertal, Paderborn, Bochum, Köln, Essen und Duisburg waren die Studenten angereist. Mit großen Hoffnungen im Gepäck: „Ich gehe schon davon aus, dass sich etwas verändert und dass das Gespräch mit Herrn Pinkwart etwas bringt. Es ist Zeit für Handlungen”, erklärte ein Student der Uni Wuppertal.

Die Not der Studierenden ist groß, dennoch kamen kaum mehr als 500 Studenten aus ganz Nordrhein-Westfalen. Ging es zuvor stets friedlich auf dem Duisburger Campus zu, war die Stimmung am Mittwoch explosiv. Schon an der von Minister Pinkwart initiierten Gesprächsreihe „Innovation live”, an der Meinungsforscher Manfred Güllner teilnehmen sollte, zeigten die Studenten Präsenz. Wütend, weil nicht genug Plätze vorhanden waren, versuchten etwa 50 Studierende, sich Zugang zum Hörsaal des Nebengäudes zu verschaffen. Dort kam es dann zwischen mehreren Studenten und den privaten Sicherheitskräften zu Tumulten und Handgreiflichkeiten. Beide Parteien drohten anschließend mit einer Strafanzeige. Doch auch die anschließende Diskussionsrunde im Audimax mit Rektor Ulrich Radtke und Innovationsminister Andreas Pinkwart wurde den Erwartungen der Studenten nicht gerecht.

Denn die Bologna-Reform, die die vielen - negativen - Veränderungen einbrachte, wird nicht zurückgedreht. Unterbrochen durch Zwischenrufe, skandierte Parolen und Trillerpfeifen war die Debatte eher zäh denn erhellend. Wieso kommt Hessen ohne Studiengebühren aus? fragte ein Studierender. „Landesweit scheiße” sei das Studium, das vorwiegend auf die Bedürfnisse der Wirtschaft ausgerichtet sei. Ein anderer betonte, dass eine bessere Studienqualität nicht bedeute, dass man schneller aus der Uni kommt.

Zur Demo quer durch die Innenstadt bis zum Dellplatz ging es dann jedoch zügig, begleitet von einer Hundertschaft der Polizei und weiteren Einsatzkräften – störungsfrei. Gegen 19.30 löste sich der Zug am Dellplatz auf.

Annette Karlscheuer, Jörn Esser

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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