„Delta“: Es geht weiter - aber wie?

Der letzte Neustart ist noch nicht mal ein Jahr her und schon wieder heißt es „Aus, Ende und vorbei“. Der Delta Musik Park öffnete am vergangenen Samstag zum letzten Mal. „Abriss-Party“ hatten die neuen Inhaber das letzte Event genannt. Trotzdem soll dies nicht das Ende der Disco gewesen sein.

Bereits im September soll es weitergehen, sagt Michael Viebahn, 35 Jahre alt und als Club-Manager Beauftragter des neuen Eigentümers Rejhan Muric. Das „Delta“ aber soll dann nach fast zwei Jahrzehnten endgültig Geschichte sein.Viebahn: „Der Name ist verbrannt, deshalb muss es einen ganz klaren Schnitt geben.“ Neuer Name, komplett neues Team, neues Konzept. Wie das alles genau aussieht, darüber hüllt sich Club-Manager Viebahn aber zum jetzigen Zeitpunkt noch in Schweigen.

Wer ist der neue Mann in der Duisburger Zelt-Disco? Muric ist bereits Eigentümer mehrerer Diskotheken im norddeutschen Raum, im Herbst vergangenen Jahres übernahm er die „Fun Factory“ in Wildeshausen. Ein Lokal, das über Jahre Branchen-Auszeichnungen erhalten hatte, zuletzt aber auch nicht mehr gut lief. Parallelen zum Duisburger Delta-Park sind erkennbar, hier war die Entwicklung ähnlich. Als erfolgreicher Großdisco-Betreiber erhielt auch Pikkemaat 2001 den „Disco-Oscar“. Das war aber eine Zeit, in der Discos wie das Delta noch ihre Hochphase hatten.

Dass Großdiscotheken heute nicht mehr ganz dem „State of the art“ entsprechen, ist in der Branche schon lange bekannt. Wer heute eine neue Disco eröffnet, setzt auf kleinere Einheiten. Soll heißen: mehrere kleine Tanzflächen, Lounges und Chill-Out-Bereiche statt einer großen Tanzfläche.