"David" verlässt Sockel
21.12.2012 | 18:40 Uhr 2012-12-21T18:40:00+0100
Duisburg. Die Duisburger müssen sich für ein halbes Jahr von „David “ verabschieden. Die neun Meter hohe Skulptur des Düsseldorfer Künstlers Hans-Peter Feldmann, der im Juni von nächtlichen Randalierern wahrscheinlich mit einer Holzlatte „entmannt“ worden war, wird am Freitagmorgen, 28. Dezember, abgebaut. Hagen König, Assistent von Feldmann, holt den beschädigten Riesen nach Hilden, um ihn dort zu restaurieren.
Spätestens bis zum 1. März müssen die Arbeiten abgeschlossen sein, denn dann reist das Feldmann-Werk nach Hamburg, wo es bis zum 2. Juni in einer Ausstellung in den Deichtorhallen gezeigt wird.
Macken durch gezielte Steinwürfe
Bei einer Begutachtung nach der Attacke auf den 2006 entstandenen und seit 2010 im Kant-Park platzierten Kunst-Koloss wurde festgestellt, dass David nicht nur seiner Männlichkeit beraubt worden war, sondern auch zahlreiche weitere Macken wohl durch gezielte Steinwürfe hatte einstecken müssen; auch der rosafarbene Anstrich hatte bei Wind und Wetter gelitten. Feldmanns Vorbild – der von Michelangelo von 1501 bis 1504 in Florenz aus Carrara-Marmor – hat die Jahre unversehrter überstanden.
Das Museum geht davon aus, dass die Kosten für die Restaurierung von der Versicherung übernommen werden. Bereits im August hieß es, der Sockel solle nicht leer bleiben, wenn „David“ für längere Zeit auf Reisen gehe.

23:39
der uns das teure, schweinchenrosa Plagiat für ein paar Euro abkauft. Vielleicht findet sich auf St-Pauli eine adäquate Verwendung dafür. Das "Ding" ist eine Beleidigung für das Original in Florenz. Herr Stecker hat sich spätestens mit diesem Ankauf disqualifiziert.
15:48
Das Museum geht davon aus, dass die Kosten für die Restaurierung von der Versicherung übernommen werden. ... auch der rosafarbene Anstrich hatte bei Wind und Wetter gelitten
das ist dann ein echter Vollkasko-David ?
kommt halt ein neuer Stecker dran, und fertig
18:47
Ich glaube nicht das auch nur einer diesen David (Schönheit ist ja Geschmacksache)
in Duisburg vermissen wird.
08:30
... wenn das Teil nie zurück käme. Ich habe selten eine hässlichere Statue gesehen.
Ja stimme ich Ihnen uneingeschränkt zu.
Das Problem ist nur, im Lehmbruck-Museum stehen jede Menge hässlicher Skulpturen.
Alles nach dem Motto:"Ist das noch Kunst, oder sollte das schleunigst weg"...
01:49
Hinter ihm steht nämlich noch eine dicke Keule (das Tatwerkzeug ?). Wahrscheinlich konnte David den Anblick von Duisburg nicht mehr ertragen.
22:17
man sollte Christo und Frau einladen um es zu verhüllen und ein "richtiges" und wertiges Kunstwerk daraus zu gestalten. Eine andere Idee wäre, es in eine Holzkiste zu setzen, in einiger Entfernung einen Automaten aufzustellen und wenn da ein 5 Euro Stück rein geworfen wird, klappt die Kiste vorne auf wie in einer Peepshow. Der Gewinn geht dann in die Stadtkasse um irgendwann einmal ein Werk zu kaufen, das internationalen Ansprüchen genügt.
...nur leider starb Jean-Claude bereits 2009.
Und ob Christo sein Fluss-Projekt in den USA wegen einer so bedeutenden Stadt wie Duisburg unterbricht, scheint mir nicht ganz wahrscheinlich.
Aber die Verhüllung von Rathaus und Verwaltung für die nächsten 25 Jahre könnten der Stadt sicher nicht schaden...