"David" verlässt Sockel

Nach Weihnachten wird der David im Kantpark abgebaut, um in Hilden restauriert zu werden.
Nach Weihnachten wird der David im Kantpark abgebaut, um in Hilden restauriert zu werden.
Foto: WAZFotoPool

Duisburg.. Die Duisburger müssen sich für ein halbes Jahr von „David“ verabschieden. Die neun Meter hohe Skulptur des Düsseldorfer Künstlers Hans-Peter Feldmann, der im Juni von nächtlichen Randalierern wahrscheinlich mit einer Holzlatte „entmannt“ worden war, wird am Freitagmorgen, 28. Dezember, abgebaut. Hagen König, Assistent von Feldmann, holt den beschädigten Riesen nach Hilden, um ihn dort zu restaurieren.

Spätestens bis zum 1. März müssen die Arbeiten abgeschlossen sein, denn dann reist das Feldmann-Werk nach Hamburg, wo es bis zum 2. Juni in einer Ausstellung in den Deichtorhallen gezeigt wird.

Macken durch gezielte Steinwürfe

Bei einer Begutachtung nach der Attacke auf den 2006 entstandenen und seit 2010 im Kant-Park platzierten Kunst-Koloss wurde festgestellt, dass David nicht nur seiner Männlichkeit beraubt worden war, sondern auch zahlreiche weitere Macken wohl durch gezielte Steinwürfe hatte einstecken müssen; auch der rosafarbene Anstrich hatte bei Wind und Wetter gelitten. Feldmanns Vorbild – der von Michelangelo von 1501 bis 1504 in Florenz aus Carrara-Marmor – hat die Jahre unversehrter überstanden.

Das Museum geht davon aus, dass die Kosten für die Restaurierung von der Versicherung übernommen werden. Bereits im August hieß es, der Sockel solle nicht leer bleiben, wenn „David“ für längere Zeit auf Reisen gehe.