Das Zeichen gleich zu Anfang setzen

Natürlich war es nur eine Frage der Zeit, bis sich Pegida an Duisburg versucht. Schon in den beiden Vorjahren hatten sich hier rechte Gruppierungen einen Nährboden für ihre Hetze erhofft. Diese Hoffnungen prallten stets an einer Überzahl von Bürgern ab, die sich in den Weg stellten. Duisburg ist also geübt im Umgang mit Aufmärschen der Intoleranz. Und so wird auch seit gestern reflexartig in den etablierten Netzwerken daran gestrickt, dass auch am Montag eine Überzahl an Duisburgern beweist, wer hier tatsächlich das Volk ist.

Das große Zeichen gegen Pegida gleich am Anfang zu setzen ist wichtig: Der NRW-Ableger hat angekündigt, Duisburg zur Hochburg der Bewegung in NRW machen zu wollen, jeden Montag will man hier bis Juni aufmarschieren.

Wen man da erwarten darf, zeigt nicht nur die rechte Karriere desjenigen, der die Demo angemeldet hat, sondern auch die Kommentare in einschlägigen Internetforen: Ohne „wirksame Zeckenabwehr durch Hooligans“ sei hier keine Demo möglich, heißt es dort, spekuliert wird auf „Verstärkung“ aus Essen, Dortmund und anderen Revierstädten. Es reisen also die üblichen Krawalltouristen nach Duisburg.

Wer „Pegida“ als wöchentliches Sammelbecken der ewig Gestrigen in seiner Stadt nicht ertragen will, der sollte am Montag vor dem Theater ein Zeichen setzen, um diese „Bewegung“ der Menschenfeindlichkeit und Intoleranz im Keim zu ersticken.