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Radschnellweg Ruhr

Das sagt die Politik

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Beim „Still-Leben A 40“ im Kulturhauptstadtjahr eine eintägige Ausnahme, 2020 vielleicht schon Alltag: Ein Schnellweg nur für Radfahrer.Foto: Katrin Figge

Grundsätzlich erfährt die Idee aus allen politischen Lagern Unterstützung. Allerdings, und das gilt besonders für die Politiker im östlichen Ruhrgebiet, wo der Bau der Radtrasse aufwändig und kostenintensiv zu werden droht, hält man sich mit ganz großen Euphorie-Bekundungen zurück und verweist auf das Ergebnis der Machbarkeitsstudie.

Beispielhaft dafür: Dortmunds OB Ullrich Sierau (SPD). Im Frühjahr schoss er gegen das Projekt wegen unverhältnismäßiger Kosten, ruderte dann zurück mit Blick auf die Machbarkeitsstudie. Noch im Juli gab es aber neue Kritik aus Dortmund zu hören. CDU-Verkehrsexperte Thomas Pisula sagte gegenüber dieser Zeitung: „Wenn man Geld in den Radverkehr stecken will, kann man mehr erreichen, wenn man den Radverkehr zwischen den Stadtteilen verbessert.“ Vom RVR wurde entgegnet. dass es zu diesem Zeitpunkt viel zu früh sei, das Projekt zu bewerten.

Panorama-Radweg

In Duisburg herrsche „breiter Konsens“ zur Unterstützung des Projekts. Auch aus Düsseldorf gibt es ein klares Bekenntnis zum Radschnellweg Ruhr: Im rot-grünen Koalitionsvertrag steht die Förderung von „nichtmotorisierter Nahmobilität“ relativ weit oben auf der Prioritätenliste.

Das kostet es:

Die Konzeptstudie beziffert die Kosten grob mit 110 Millionen Euro. Diese verteilen sich wie folgt auf die Teilstrecken: Duisburg – Essen-Universität: 20 Mio.; Essen-Universität – Essen-Kray: 13 Mio.; Essen-Kray – Bochum-Mitte (Springorumweg): 10 Mio.; Bochum-Mitte – Dortmund Mitte (Stadthaus): 33 Mio.; Dortmund Mitte – Bf. Unna-Königsborn: 21 Mio.; Bf. Unna-Königsborn – Hamm: 13 Mio..

Die derzeit ausgeschriebene Machbarkeitsstudie soll klären, wer das bezahlt. Fördertöpfe von Land und Bund könnten den Bau unterstützen. Die Kommunen müssten, Stand jetzt, den Unterhalt zahlen.

Rheinische Bahn als Radweg

Es gebe derzeit jedoch eine Diskussion auf Landesebene darüber, ob die Radschnellwege nicht in die Obhut von StraßenNRW übergeben werden könnten, so Martin Tönnes vom RVR. In diesem Fall würden die Kommunen entlastet.

Der Zeitplan:

Der komplette Radschnellweg Ruhr, sagt Martin Tönnes vom RVR, soll in etwa im Jahr 2020 fertiggestellt sein. Einzelne Teilstücke sind schon früher befahrbar. In Essen ist bereits ein fünf Kilometer langer Abschnitt fertiggestellt. Er verläuft entlang der alten Bahntrasse der „Rheinischen Bahn“, die auch Grundlage für die Anbindung Duisburgs sein wird.

Wie wäre Duisburg an den Radschnellweg angebunden?

Von Mülheim kommend, führt die geplante Trasse entlang der Rheinischen Bahn westwärts durch den Bezirk Süd bis zum Rheinpark. Der Ausbau verläuft von Ost nach West.

Wer bezahlt es?

Der erste Ausbau der Rheinischen Bahn zum Radweg wird gefördert durch das Ökologieprogramm Emscher-Lippe des Landes NRW (80%) und vom RVR (20%).

Wann wird gebaut?

Vom RVR hört man, dass die Strecke Essen-Duisburg 2015, und damit wesentlich früher als der gesamte Radschnellweg befahrbar sein soll. „Das liegt daran, dass der Ausbau der Rheinischen Bahn ein wesentlich älteres Projekt ist, als der Radschnellweg“, erläutert Georg Puhe vom Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement.

Ein Teilstück der Bahntrasse zwischen Mülheim und Duisburg wird noch vom Güterverkehr genutzt – eine der letzten Hürden vor dem Ausbau. Erst geht es nur um den Bau eines „normalen“ Radwegs, die Machbarkeitsstudie soll dann klären, wann und wie er zum Radschnellweg ausgebaut werden kann.

Kommentare
25.07.2013
11:56
2015 soll die Radautobahn zwischen Essen und Duisburg stehen
von Nobby.Brinks | #5

Wer möchte zwischen Xanten und Hamm über der Radautobahn fahren? Keiner!

RVR-Politiker möchten aber gerne 110 Millionen Euro ausgeben und eine...
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7061448
2015 soll die Radautobahn zwischen Essen und Duisburg stehen
2015 soll die Radautobahn zwischen Essen und Duisburg stehen
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http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/2015-soll-die-radautobahn-zwischen-essen-und-duisburg-stehen-id7061448.html
2012-09-05 10:00
Duisburg, Essen, Hamm, Verkehr, Infrastruktur, Radschnellweg, Radfahren, Fahrrad, Auto, Straße,
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