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Radschnellweg Ruhr

Das sagt der ADFC-Vorstand - Innerstädtische Projekte nicht vergessen

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Beim „Still-Leben A 40“ im Kulturhauptstadtjahr eine eintägige Ausnahme, 2020 vielleicht schon Alltag: Ein Schnellweg nur für Radfahrer.Foto: Katrin Figge

Was erhoffen Sie sich vom Radschnellweg Ruhr?

Herbert Fürmann, ADFC-Vorstand in Duisburg: Er ist eine Chance, wenn er tatsächlich ein Schnellweg und richtig angebunden wird. Er muss gefahrenlos sein, also genug Platz bieten ohne die Gefahr, mit Fußgängern zu kollidieren. Er sollte asphaltiert sein und, wenn möglich, abends beleuchtet. Einfache Radwege reichen nicht aus. Ich denke, die Machbarkeitsstudie wird positiv ausfallen. Es ist dann immer noch keine Revolution, aber es ist ein schöner Leuchtturm, der zeigen könnte, dass es funktioniert.

Elektrofahrräder sind im Kommen. Macht das Radschnellwege in Zukunft zum Renner?

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Die Zahlen

1980 wurde der erste „Fietssnelweg“ im niederländischen Den Haag zur Entlastung des Autoverkehrs erprobt. Derzeit wird in den Niederlanden an 20 Radautobahnen gebaut. Für die Radautobahn im Ruhrgebiet finden sich international jede Menge Vorreiter. Tradition haben Radschnellwege auch in Dänemark und Belgien. London baut derzeit an 12 so genannten „Cycle-Superhigh-ways“.

 

300.000 E-Bikes wurden im Jahr 2011 in Deutschland verkauft – 55 Prozent mehr als 2010. Knapp eine Million Elektrofahrräder gibt es bereits in Deutschland. Besonders E-Bike-Besitzer erhofft man sich mit Radschnellwegen anzusprechen – auch für Pendlerstrecken jenseits der 20 Kilometer.

Fürmann:Ich denke, ein guter Radschnellweg funktioniert auch nur für „normale“ Radfahrer. Aber mit E-Bikes lassen sich natürlich auch andere Distanzen zurücklegen. Es wird niemand von Duisburg nach Dortmund fahren, aber bis Mülheim oder Essen kann das attraktiv werden. Zumal die E-Bikes und Pedelecs ihr Image als Seniorenfahrräder langsam zu Recht abgelegen und qualitativ immer besser werden.

Wo sehen Sie noch Probleme, auch in Duisburg?

Fürmann:Es müssen noch einige Fragen in der Wegeführung geklärt werden. Zum Beispiel zwischen Koloniestraße und Rhein gibt es keine alte Bahntrasse, die man nutzen kann. Außerdem müssten auch die Uni und die Innenstadt adäquat angebunden werden. Für mich gibt es aber auch innerstädtisch viele Projekte, die mir für Duisburg fast noch wichtiger erscheinen. Zum Beispiel könnte durch Lückenschlüsse und eine Radwegweisungen im städtischen Radverkehrsnetz die Leute auf die schönen Strecken abseits der Hauptstraßen geführt werden. Radfahren in der Stadt ist nämlich auch heute schon deutlich besser möglich als die meisten denken.“

Bastian Angenendt

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Kommentare
25.07.2013
11:56
2015 soll die Radautobahn zwischen Essen und Duisburg stehen
von Nobby.Brinks | #5

Wer möchte zwischen Xanten und Hamm über der Radautobahn fahren? Keiner!

RVR-Politiker möchten aber gerne 110 Millionen Euro ausgeben und eine...
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7061448
2015 soll die Radautobahn zwischen Essen und Duisburg stehen
2015 soll die Radautobahn zwischen Essen und Duisburg stehen
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http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/2015-soll-die-radautobahn-zwischen-essen-und-duisburg-stehen-id7061448.html
2012-09-05 10:00
Duisburg, Essen, Hamm, Verkehr, Infrastruktur, Radschnellweg, Radfahren, Fahrrad, Auto, Straße,
Duisburg