Das Outlet und der Duisburger Zinkhüttenplatz - Angst und Chance
11.01.2012 | 17:07 Uhr 2012-01-11T17:07:00+0100
Duisburg. Anwohner des Zinkhüttenplatzes in Duisburg protestieren gegen die Pläne, ihre Siedlung abzureißen, damit Parkplätze für das neue Outlet-Center entstehen können. Verständlich - das Center brigt jedoch auch Chancen. Ein Kommentar von Willi Mohrs.
Die Ängste der Bürger in der Siedlung Am Zinkhüttenplatz sind nachvollziehbar und verständlich, dass sie protestieren und demonstrieren ebenfalls. Wer will schon aus seiner Wohnung ausziehen , aus seiner Nachbarschaft, aus seinem Stadtteil, wenn er sich dort wohlfühlt und das womöglich schon seit Jahrzehnten?
Wer will die Strapazen eines Umzugs auf sich nehmen, wenn er fürchtet, sich später weniger wohl zu fühlen als bisher? Investor und Immeo sind in der Pflicht, die Mieter positiv zu überzeugen, dass ihnen kein Schaden droht, dass sie sich nach Möglichkeit verbessern. Das wird nicht jedem Fall möglich sein, aber es sollte in jedem Fall versucht werden.
Das Outlet Center kann nämlich vielfältigen Nutzen bescheren. Arbeitsplätze, Gewerbesteuereinnahmen, die städtebauliche Aufwertung eines nicht unproblematischen Umfeldes und darüber hinaus eine Verbesserung für das Image der zuletzt nicht verwöhnten Stadt könnten daraus erwachsen, wenn Kunden massenhaft von weither nach Duisburg zum Shoppen kommen.
Beide Belange sind wichtig, beide muss die Politik abwägen, sie hat das letzte Wort. Keine leichte Aufgabe.

13:46
Betr.: #8 / #10
Lieber Herr Duisburg 2000,
war bisher nix mit Anrufen von Ihnen. Telefonrechnung nicht bezahlt oder woran lags?
Gruß JO.
10:23
Lieber Herr Duisburg 2000,
da Sie sich offensichtlich nicht darüber informiert haben, was ich alles schon versucht habe, für unsere Stadt zu tun (z.B.: jahrelange Mitarbeit im Beirat für Stadtgestaltung), und auch bei jeder Kritik einen Gegenvorschlag mache (den ich natürlich nicht immer bei jeder Gelegenheit ausbreiten kann), mache ich Ihnen einen Vorschlag: Rufen Sie mich doch einfach mal an unter: 02065/47753. -
Bis dann mit umweltfreundlichen Grüßen
JO.
10:09
Es stellt sich die Frage, warum das Wohnungsunternehmen keine Kündigungen ausspricht. Abgesehen von lebenslangen Rechten, die momentan diskutiert werden haben die älteren Mieter maximal 9 Monate Kündigungsfrist. Wenn also jetzt gekündigt würde wären die Fristen im Herbst dieses Jahres um und der Abriß könnte beginnen.
Hier scheint der Vermieter allerdings Angst vor Kündigungen zu haben. Man könnte in einem Rechtstreit schließlich unterliegen.
09:59
Ach herrje, Herr Jochums wieder. Egal, um welche Projekte es geht, alles ist schlecht. Der Anti-Foster aus Rheinhausen. Wenn es nach ihm ginge, würde Duisburg wahrscheinlich noch so aussehen wie 1946. Zumindest ist dies mein Eindruck, wenn ich immer lese wie er alles schlecht macht.
Herr Jochums,
wie wäre es, wenn Sie einfach mal selbst ein paar Ideen ins Spiel bringen, für diese Investoren finden und die Ideen dann der Stadt vorstellen?
09:59
Ich habe am Samstag mit einer Sternsingergruppe einige Bewohner der Siedlung am Zinkhüttenplatz besucht. Ich hatte nur ganz wenige Adressen, wo ich anschellen sollte. Als ich dann in den Häusern war, gingen sehr viele Türe auf und die Bewohner haben sich sehr über uns gefreut. Überwiegend wohnen in den Häusern wohl Alleinstehende
(viele Witwen) und ältere Menschen. Wo sollen diese Menschen hin? Sie verlieren ihre engste Nachbarschaft, ihren Bekanntenkreis vielleicht auch ihre Kirchengemeinde und werden nach einem Umzug vermutlich sehr einsam und allein sein. Aber das scheint für unsere Politiker sowie auch den Vermieter kein Problem zu sein. Hauptsache der Rubel rollt!!
09:01
"Investor und Immeo sind in der Pflicht, die Mieter positiv zu überzeugen, daß ihnen kein Schaden droht, ..."
Lieber Herr Mohrs, warum erwähnen Sie in diesem Zusammenhang den Stadtrat nicht, der fast einstimmig den Beschluß pro Outlet-Center gefällt hat und es nun hinterfragenswürdigen Gesellschaften überläßt, die eigenen Bürger und Bürgerinnen "umzusetzen". Unter "Verantwortung tragen" verstehe ich was anderes. -
Und: "Das Outlet-Center kann nämlich vielfältigen Nutzen bescheren."
Wirklich? Sie sagen ja selber: "kann", muß folglich nicht. Warum haben z.B. die anderen Investoren abgewinkt? Müssen wohl ihre Gründe gehabt haben. - Und Arbeitsplätze!? Da muß ich sowohl die von Investor Sevenheck genannte Zahl wie auch die Qualität anzweifeln. - Und städtebaulich ist das Ganze eine einzige Katastrophe. Und zukunftsweisend? Nochn Konsumtempel und nochn Konsumtempel, und ... Schon mal was vom "Goldenen Kalb" gehört und gelesen?
Und: "Beide Belange sind wichtig, beide muß die Politik abwägen, sie hat das letzte Wort."
Das hat die Politik doch schon mit ihrem Beschluß und die eigenen Bürger und Bürgerinnen damit in Angst und Schrecken versetzt, was aber, glaube ich, nicht zu den ursprünglichen Aufgaben des Stadtrates gehört. Aber auch das natürlich: Super! - Bleibt nur noch die Zustimmung zum Bebauungsplan. Da können wir Bürger und Bürgerinnen vorher jedoch Einwendungen machen (die ich unseren (!) Stadtrat und unsere (!) Verwaltung schon jetzt bitte, sie sich zu Herzen zu nehmen) ...
... massenhaft, wie Sie, lieber Herr Mohrs, die Kunden des Outletcenters schon strömen sehen. - Das muß ich Ihnen lassen: Phantasie haben Sie da ja. -
Harald Jochums / u.a. Architekt für Ökologisches Bauen / DU-Rheinhausen
08:35
Nach den vielen tendenziellen und Stimmung machenden Artikeln hier auf derWesten endlich einmal ein Artikel mit Augenmaß. Es ist wichtig, dass der Vorgang von der Öffentlichkeit begleitet wird. Es ist wichtig, dass Druck auf Immeo aufgebaut wird, der dazu führt, dass den Bedürfnissen der Mieter maximal gerecht wird. Es ist aber unverantwortbar für eine Minderheit - auch eine Minderheit der Mieter, den immerhin 3/4 der Mieter beteiligen sich nicht an der BI und scheinen damit die Situation anzunehmen - das Wohl eines Ortsteils aus den Augen zu verlieren. Dies hat der Artikel gut zum Ausdruck gebracht.
01:17
Bei dem Foto fällt mir nur ein: "Der Methusalem-Komplott" oder besser gesagt, wie die alten den jungen die Chancen stehlen. Ich sehe auf dem Foto Menschen die in wenigen Jahren ohnehin umziehen müssten oder, so bedauerlich das auch ist, nicht mehr sind. Mich würde mal interessieren, wie sich diese Leute die Zukunft ihres Stadtteils vorstellen, die Zukunft der jüngeren Generationen im Duisburger Norden. Viele junge Leute machen sich doch jetzt schon vom Acker. Sicherlich sollte man solche Projekte nicht ganz unkritisch betrachten, aber ich glaube auch das Duisburg nicht gerade mit solchen Chancen gesegnet ist und die freie Auswahl hat. Solange die Umzüge der Betroffenen sozial verträglich gestaltet werden, sollte es den Leuten durchaus zuzumuten sein, ein paar hundert Meter oder auch mehr weg zu ziehen. Irgendwer wird immer von neuen Entwicklungen betroffen sein, sonst könnte man nur auf der grünen Wiese neues bauen, aber selbst da würde immer irgendwem ein Grund dagegen einfallen, ob Feldhamster, Juchtenkäfer oder Fledermaus, im Zweifel fühlen sich irgendwelche Anwohner alleine schon von Baufahrzeugen auf der Straße gestört.
Seh ich auch so.
23:07
was bekommt eigendlich Immeo ?
20:57
Ein anständiger Artikel zum Thema.