Das Huhn als Kunstobjekt

Foto: FUNKE Foto Services

Das Huhn als solches ist für Susan Feind nicht nur Frühstücks-Ei-Lieferant, sondern auch Kunst. So heißt denn auch ihre Projekt, das sie am heutigen Freitag und Samstag im Grammatikoff vorstellen möchte. Parallel zum „Goldverkauf“ im benachbarten Atelier an der Goldstraße, projiziert sie Fotos von ihren Hühnern auf die Wand.

„Mir ist wichtig, dass ich nicht meine Haustiere knipse, sondern das wirklich Kunst ist.“ Vor ein paar Jahren schaffte sich die Hochfelderin die Hühner an, trat einem Rassegeflügelzuchtverein bei und baute den Tieren im Hinterhof des Atelierhauses ein Gehege. Susan Feind wollte wissen, was es heißt, Hühner in der Stadt groß zu ziehen. Die ersten 350 Eier fotografierte sie, Danach verkaufte sie die Exemplare für fünf Euro. „Die waren schnell ausverkauft. Die Aktion sollte ein Anreiz sein, sein Frühstücks-Ei wieder bewusst zu genießen.“

Als Rolf Stanietzki vom Grammatikoff von der Aktion erfuhr, war er sofort begeistert. In der Kneipe wird heute und morgen ein Gehege aufgebaut, in dem die Hühner stolzieren. Besucher können die Tiere beobachten und sich bei einem Vertreter eines Rassegeflügelzuchtvereins informieren. „Das ist doch spannend, dass mal so mitten in der Stadt zu sehen.“ Warme Getränke für alle, die sich die Beamer-Präsentation vor dem Grammatikoff anschauen wollen, werden auch serviert.