Das Hotel kommt, aber wann genau?

In spätestens sechs Wochen „rollt in Duisburg am Hauptbahnhof der Bagger“: Erklärte gestern auf Nachfrage der NRZ Thomas Knabner, Geschäftsführer jener Frankfurter InterCityHotel-Gesellschaft, die im Auftrag der Steigenberger-Hotel-Gruppe in der Stahlstadt bekanntlich gerne das InterCityHotel Nummer 40, mit Tagungsräumen und rund 180 stylischen Mittelklasse-Zimmern eröffnen möchte. Wenn sie denn endlich von der Stadt eine Baugenehmigung erhält.

In Braunschweig wie in Duisburg haben die Frankfurter – zeitgleich zum Jahresende 2014 – einen Bauantrag für ein Inter-City-Hotel bei den jeweiligen Stadtverwaltungen gestellt. Und: „In Braunschweig liegt er seit sechs Wochen vor, in Duisburg befinden wir uns noch in Diskussionen mit dem Behinderten-Beauftragten der Stadt.“ Doch man sei aber „guter Dinge“, dass man „sehr bald“ loslegen könne.

Optimal verkehrsgünstig gelegen: Zwischen Hauptbahnhof und dem blauen Hoist-Haus, dort wo jahrelang ein halbes Dutzend Fernbus-Linien ihre Passagiere gen Süd- und Ost-Europa wie auch innerdeutsch aufnahmen, soll die von Star-Designer Matteo Thun gestylte neue Herberge für Geschäftsreisende und Privatkunden entstehen. Der Busbahnhof ist inzwischen provisorisch dem anrückenden Hotelbau auf die Ostseite des Hauptbahnhof gewichen. Doch dieser Halt für acht Fernbusse wird als Neubau zurückkehren, direkt neben das Inter-City-Hotel. Auch dafür werden Bäume fallen müssen. Ein lange geplantes Projekt „Fernbusbahnhof Neudorfer Straße“, neben dem UCI-Kino wird nicht weiter verfolgt. Dies hatte der Rat vor drei Wochen in seiner April-Sitzung so beschlossen.

Duisburgs neue Steigenberger-Herberge soll nach dem erklärten Willen ihrer Manager unbedingt im 4. Quartal 2016 eröffnet und dann ran an den Kunden gehen. „Dieser Eröffnungstermin ist sehr wichtig für uns“, bestätigte gestern Geschäftsführer Knabner; der Karneval und das Frühjahr seien umsatzstarke Phasen im Geschäftsjahr eines Hotels, die wolle man 2017 dann mitnehmen. Zum ersten Mal wird Steigenberger mit seinem nagelneuen Hotel in Duisburg beim Innen-Design von seinem bisherigen Standard-Programm abweichen: Sie haben sich etwas von Matteo Thun, Architekt, Designer und Ex-Mitbesitzer der Italo-Food-Kette „Vapiano“, etwas Feines für Zimmer und Tagungsräume gestalten lassen. und in der Eingangshalle wird der Gast optisch nicht von der Rezeption, sondern von einer Bar empfangen – Symbol für die Herberge, die den Gast nicht nur logiert, sondern auch verköstigt. 176 Zimmer werden sich über fünf Etagen verteilen, in der obersten Etage mit Blick auf die Bahnhofsplatte – diese dann in welchem Zustand auch immer.