Damit der Übergang keine Hürde wird
11.08.2009 | 09:00 Uhr 2009-08-11T09:00:00+0200Lehrkräfte von 48 Schulen haben an dem NRW-weit einmaligen Projekt „Sprachliche Brücken für Migrantenkinder” mitgewirkt
In diesem Projekt steckt viel Arbeit.Seit rund sechs Jahren sitzen Lehrerinnen und Lehrer, dazu Verantwortliche der RAA Duisburg (Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien) zusammen, um die Sprachförderung voran zu bringen. Dies ist besonders in Übergangszeiten von enormer Bedeutung, etwa beim Wechsel von der Grund- zur weiterführenden Schule.
3500 Kinder wechseln jetzt in die 5. Klasse
Greifbares Ergebnis ist jetzt die knapp 40-seitige Broschüre „Sprachliche Brücken für Migrantenkinder” plus eine 20-Minuten-DVD. Von den 3500 Kindern, die in einer Woche in eine weiterführende Schule wechseln werden, wächst knapp jedes zweite zwei- oder mehrsprachig auf. Dies sollte eine günstige Voraussetzung für die geistige und sprachliche Entwicklung sein, doch bedarf es dazu laut OB Adolf Sauerland „meist einer längeren und systematischen institutionellen Begleitung”. Die Stadt gibt 1,5 Mio € im Jahr für die Sprachförderung von Kindern aus. Sauerland: „Es gibt erste Zeichen für bessere Erfolge.”
„Was hier gelungen ist, ist ein ganz großes Wunder”, lobte Ingrid Wenzler von der Schulaufsicht bei der Bezirksregierung sowohl das Ergebnis, für das die Lehrkräfte Freizeit geopfert haben.
Sie haben in fünf Arbeitskreisen versucht, den nur auf den ersten Blick einfachen Übergang zwischen den verschiedenen Schulformen zu erleichtern. Denn im Detail lauern unterschiedliche Arbeitsweisen, tun sich tiefe Klüfte auf. Darüber sollen die Brücken führen. In den Arbeitskreisen ging es um den Austausch über Lernmaterialien, Klassenarbeiten, Lern- und Sprachstanderhebungen zugewandt, um empfehlenswerte Wörterbücher und Leseförderkonzepte. Es wurde ein Übergangsbogen für die Lehrkräfte erstellt. Und es wurden Bücherkisten gepackt, die zwischen 4. und 5. fünften Klassen hin und her wandern.
Was den Kindern helfen soll, hat auch auf die Pädagogen gewirkt, stellte Wenzler fest: „In den Gruppen habe ich glückliche Lehrerinnen und Lehrer gesehen.” „Bisher geschah alles aus pädagogischer Leidenschaft”, fügte Schulamtsdirektorin Brigitta Kleffken an. „Ich sehe es nicht als schwierig an, weitere Schulen zu finden.”

09:48
@ Christian
....,weil man sonst kein Deutsch lernt. Merke: Übung macht den Meister!
Natürlich steht aber die Frage im Raum, wieso man überhaupt Deutsch lernen sollte. Es geht ja auch ohne.
09:18
Warum soll man sich zu Hause nicht in der Muttersprache unterhalten?
09:15
Was bringt das alles wenn Zuhause den Rest des Tages nur türkisch und Co gesprochen wird?