DAL trennt sich von Türkischer Föderation

Die Duisburger Alternative Liste (DAL), mit einem Sitz im Stadtrat vertreten, beendet ihre langjährige Zusammenarbeit mit der „Föderation der türkisch-demokratischen Idealistenvereine“. Es habe massive Versuche der Beeinflussung gegeben, auch bei der Besetzung der Ratsausschüsse und des Vorstandes der Alternativen Liste, klagt DAL-Ratsherr Rainer Grün. Zudem sei es zu „tätlichen Bedrohungen“ von DAL-Mitgliedern gekommen.

Zehn Jahre habe man zusammengearbeitet, erklärte Grün gestern. Doch in den letzten drei Jahren hätte die Föderation versucht, massiv Einfluss zu nehmen. Unter anderem sei gefordert worden, den von der Mitgliederversammlung gewählten Eren Yakisir wieder aus dem DAL-Vorstand zu entfernen. Als möglicher Grund wird genannt, Yakisir habe in der Vergangenheit kritisch nach dem Verbleib von Geldern einer Sterbekasse für türkischstämmige Bürger gefragt.

Die 2004 gegründete DAL ist seit 2009 im Rat vertreten und bildet mit den Vertretern von Junges Duisburg eine dreiköpfige Fraktion. Jetzt drohe die Trennung von der Hälfte der rund 40 Parteimitglieder, sagt Grün. Die DAL wolle sich daher verstärkt für politisch unabhängige Menschen öffnen und pragmatische Politik betreiben.