"Currywurst ist Pflicht"
31.01.2008 | 21:03 Uhr 2008-01-31T21:03:02+0100Küchenchef Markus Dworaczek und sein Team bereiten das VIP-Buffet für das Lokalderby am Samstag in der MSV-Arena vor. Der Spieltag selbst ist der Stressigste
ERSTLIGA-ESSEN BEIM ERSTLIGA-SPIEL Unsereins macht sich schon Gedanken, was er für seine 30 Gäste bei der Geburtstagsfeier kocht und vor allem in welchen Mengen. Küchenchef Markus Dworaczek und sein Team von "Seven Gastro" schwelgen da in ganz anderen Dimensionen. Samstag steht in der MSV-Arena das Lokalderby gegen Dortmund an und über 2000 Gäste werden das VIP-Buffet des Cateringservices plündern.
"Wir haben häufig Großveranstaltungen mit über 1000 Gästen", berichtet der 34-jährige Küchenchef. Da komme es auch nicht selten vor, dass schon Mal ein 16-Stunden-Tag anfällt. Die heiße Phase für das VIP-Buffet hat gestern begonnen. So standen zunächst die Warenannahme, das Verräumen und das Auftauen auf dem Programm.
2,5 Tonnen Lebensmittel werden die insgesamt zwölf Köche verarbeiten. "Wir haben 300 Kilo Schweinenacken, 200 Kilo Seelachs, 80 Kilo Roastbeef, über 300 Kilo Gemüse und 350 Kilo Nachspeise, um nur einige Zahlen zu nennen", so Markus Dworaczek. Die Schwierigkeit bestehe darin, den Spagat zwischen gehobener Gastronomie und händelbaren Zubereitungszeiten zu schaffen. "Der MSV spielt in der 1. Liga, also erwarten die Leute natürlich auch ein Erstliga-Essen", so der Küchenchef.
Der Spielplan der direkt neben der Großküche hängt, darf bei der Wahl der Gerichte natürlich auch nicht außer acht gelassen werden. "Es ist klar, dass bei einem Lokalderby wie Samstag die Currywurst nicht fehlen darf", so Markus Dworaczek verschmitzt. Doch die Gäste können sich natürlich auf viel mehr als die traditionelle Currywurst freuen. "Es gibt Seelachs in Tomatenolivensoße, frische Salate, Kuchen und Mousse au Chocolat." Das Menü denkt sich der Küchenchef, der seit zwei Jahren bei "Seven Gastro" arbeitet, immer selber aus.
Wer glaubt, dass das Küchenteam sich an Spieltag entspannt zurücklehnen kann, hat sich geirrt. "Der stressigste Tag ist der Spieltag selber. Dann kommen nämlich Fragen auf, wie ,Haben wir richtig geplant'? und ,Haben wir auch genug gekocht'?", berichtet Markus Dworaczek. Dass dem MSV-Fan da natürlich das Herz blutet, wenn er das Spiel seines Vereins nicht verfolgen kann und schuften muss, kann sicherlich jeder nachvollziehen. "Mein Beruf lässt leider auch nicht zu, dass ich mir mal ein Auswärtsspiel live angucken kann. Wir haben unser Hauptgeschäft nun mal am Wochenende."

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