Christian Awe zeigt intensive Farblandschaften

Christian Awes Bilder sind geprägt von eindringlicher Dynamik und Strahlkraft. Im Mittelpunkt seiner farbintensiven und komplexen Werke steht die Auseinandersetzung mit der Kunst. Ab Freitag, 8. April, sind Teile seiner Arbeit bei der Ausstellung „Fluid“ beim Kunstverein Duisburg am Weidenweg 10 in Neuenkamp zu sehen.

Der 38-Jährige stellt zum ersten mal in Duisburg aus. In einer Stadt also, die in der Kunstszene nicht etabliert sei. „Duisburg hat das Image einer Arbeiterstadt und – auch wenn es nicht stimmt – das einer Stadt mit wenig Kultur. Genau das ist spannend“, sagt er.

Der Berliner zieht den Vergleich zu seiner Heimat. Dort hat er bereits mehrfach bei sozialen Kunstprojekten mit Kids aus dem Kiez zusammengearbeitet. Mit großformatigen Bildern im urbanen Raum versucht der Künstler farbintensive Zeichen für ein tolerantes Berlin zu setzen.

Überhaupt schwingt ein urbaner und jugendlicher Charakter in seiner Arbeit immer mit. Die großen, abstrakten Bilder der aktuellen Kollektion sind besonders farbenfroh und leicht, geradezu musikalisch.

Wie oft in seinem Werk beschäftigt sich der Künstler bei den Bildern mit den Grundlagen der Malerei wie Farbe, Kontrast und Komposition. Awes Werke bestechen durch ihre gestische und organische Formensprache, die sich aus einem spannungsreichen Dialog zwischen Spontanität, Experiment und künstlerischem Kalkül ergibt.

Wochenlanger Prozess

Fünf bis 15 Schichten hat er auf die ausgestellten Leinwände aufgetragen und sie immer wieder übermalt und freigekratzt. Ein oft wochenlanger Prozess. Er ermöglicht fast dreidimensionale und plastisch anmutende Farblandschaften, die den Betrachter zum Entdecken einladen.

Eröffnung der Ausstellung ist am Freitag, 8. April, um 19 Uhr. Awe wird selbst vor Ort sein. Zu sehen sind die Bilder dann freitags und samstags, 17-20 Uhr, und sonntags, 14-18 Uhr, noch bis zum 3. Mai.